Unfall mit einem Bereicherer und die Folgen

Hier zunächst Teil 1 dieser beinahe alltäglichen Geschichte:

Unfall mit Zeugen aus dem Nichts bereichert

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Aus dem Polizeibericht stammt dieses Foto. Es zeigt die Endstellung der Fahrzeuge, die nach dem Unfall nicht mehr bewegt wurden. Hier noch mal das Foto von Frau, der das Fahrzeug NO1 gehört. Man sieht deutlich, dass der Wagen von Frau H. vollständig ausgeparkt war, womit man davon ausgehen kann, dass der andere Verkehrsteilnehmer den Unfall verschuldet hat.

Der orientalische Fahrer des Wagens mit spanischem Kennzeichen, der aber nicht auf ihn zugelassen war, wollte die Fotos wild gestikulierend und ausfallend schimpfend verhindern.

Die um nicht anwesende Zeugen bereicherte Geschichte fand zahlreiche weitere Ergänzungen. Frau H. soll angeblich mit hoher Geschwindigkeit rückwärts aus der Parklücke „gerast“ sein, er habe sie durch Hupen noch versucht zu warnen, aber sie sei dann einfach rückwärts in „seinen“ Wagen hinein gefahren.

Der Mann von Frau H. kommt zuerst nicht in der Geschichte des Unfallgegners vor, sie habe alleine im Wagen gesessen, später aber behauptet er, der Herr H. habe ihn unflätig auf Englisch beschimpft. Dabei saß der Ehemann von Frau H. selbstverständlich mit im Wagen, wie aus den Unterlagen und Polizeiprotokollen hervorgeht. Nicht anwesend war allerdings die Ehefrau des Unfallgegners, wie er später behauptete, sondern er saß alleine im Wagen.

Trotz aller Widersprüche schenkte der Richter dem Mann Glauben.

„Ich weiß bis heute nicht, ob der Beklagte überhaupt im Besitz eines gültigen Führerscheins ist,“ sagt Frau H. und wundert sich, dass diese widersprüchlichen Aussagen sogar der vom Gericht bestellte Gutachter in sein „Gutachten“ mit einbezogen hat. Ihr Mann wurde dagegen als Zeuge gar nicht erst vernommen, obwohl er vor Gericht geladen war. Im Gutachten heißt es sinngemäß, das Fahrzeug von Frau H. sei nach dem Zusammenstoß möglicherweise noch etwas weiter gerollt, daraus sei die vorgefundene „Endstellung“ der beiden Fahrzeuge zu erklären.

Für den Richter war diese schwammige, wenig sorgfältige Erklärung ausreichend genug, den Fall schnell zu den Akten zu legen: Frau H. wurde als Verursacherin für die Schäden verantwortlich gemacht. Wer den Schaden hat, braucht nicht nur für den Spott nicht sorgen, sondern wenn es um Versicherungen geht, sich auch keine Sorgen um Kostenübernahme machen – wirklich?

Natürlich musste Frau die übliche Selbstbeteiligung tragen und da es zum Rechtsstreit kam, ebenso eine Rückstufung der Versicherung hinnehmen, d. h. künftig zahlt sie mehr.

„Für diesen rücksichtslosen Fahrer soll ich zur Kasse gebeten werden?“ Frau H. ist entsetzt, weil Recht auch Recht bleiben muss und erwägt das Urteil anzufechten, auch wenn es ihr am Ende noch teurer zu stehen käme.

„Das Rechtswesen der Bundesrepublik ist zu einer Gutachterjustiz verkommen“ sagte vor kurzem ein Rechtsanwalt eines Beklagten vor Gericht, bei dessen Verhandlung wir vor Ort waren. Dieser Willkür sei man auf Gedeih und Verderb ausgesetzt, die Richter würden auf Vergleiche drängen, um nicht selber seitenweise Urteile verfassen zu müssen, die dann anfechtbar seien oder eben gleich das Denken an Gutachter auslagern. Wen wundert es da noch, dass in ähnlich gelagerten Fällen meist von einer Beschwerde abgeraten wird, man solle lieber eine Faust in der Tasche machen, statt vor Gericht teures Lehrgeld zu zahlen.

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2 Kommentare

  1. Wer sich ein paar wahre Worte über die in Hinterzimmern von „Volksvertretern“ ausgekungelten intellektuellen Minderleister mal reinziehen will, die behaupten, im Namen des deutschen Volkes Recht zu sprechen: http://bit.ly/1RvyYaG

    Die allermeisten dieser „im Namen des Volkes“-„Richter“ (soviele Anführungszeichen kann man gar nicht setzen), sind sowohl strunzdumm, als auch Karrieristen reinsten Wassers und damit ebenso reinste Speichellecker dieser wahnsinnig gewordenen Obrigkeit, die zum Todfeind des eigenen Volkes mutiert ist.

  2. Fürwahr handelt es sich bei manchen Vertretern der Justiz um unfähige Hohlbohnen, die Urteile nach eigenem Gutdünken fällen und somit die Rechtsprechung ihrer eigenen, verfaulten und degenerierten Rechtsauffassung beugen. Ihre Schand,- und Schundurteile dürfen sie, ihren „Opfern“ zum Spott, im Namen des Volkes verkünden.
    Dieses Klientel gehört aus der juristischen Verantwortung entlassen, besser einfach rausgeschmissen.

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