In letzter Sekunde gerettet:Vater wollte Sohn opfern! Psychiatrie!

„Er hörte Stimmen, die ihm befahlen, seinen Sohn zu töten“

Taufkirchen: Der Notruf ging gestern gegen 19:30 Uhr bei der Polizeidienststelle ein. Der 32jährige Andreas S. (Name geändert) besuchte regelmäßig die psychiatrische Tagesklinik, nachdem er wegen einer schweren Psychose einen längeren stationären Aufenthalt hinter sich hatte.

Diese Maßnahme zur Rehabilitierung nutzen derzeit 23 Patienten, die sich dort auf die Rückkehr in ihr gewohntes Umfeld vorbereiten. Morgens müssen sie pünktlich erscheinen und bekommen ihre Medikamente verabreicht, danach stehen verschiedene Therapien und Rehaangebote auf dem Plan, bis sie dann abends wieder nach Hause gehen. Mit diesem Modell macht man seit Jahren gute Erfahrungen.

So wird sicher gestellt, dass die Patienten, wenn sie wieder ins Arbeitsleben zurückkehren, auch den Belastungen standhalten können. Auch bei Andreas S. sah alles ganz gut aus. In wenigen Wochen sollte er wieder zurück in seinen Betrieb und stundenweise wieder eingegliedert werden.

Nach den Besuchen in der Tagesklinik holte er täglich seinen 5 jährigen Sohn aus der KiTa ab. Am gestrigen Freitag war alles ganz anders. Als die beiden gegen 17:00 Uhr immer noch nicht zuhause waren, rief seine Ehefrau, die 27 jährige Sarah S. in der KiTa an. Dort sagte man ihr, der Vater habe den Sohn wie immer um 15:00 Uhr abgeholt und wollte noch mit ihm etwas ganz Tolles unternehmen. Die Erzieherin habe nichts Auffälliges bemerkt. 

In der Tagesklinik war niemand mehr zu sprechen, dort ist freitags immer um 14:00 Uhr Schluss. Die junge Mutter begann sich Sorgen zu machen, zumal sie entdeckte, dass ihr Mann wohl seit längerem wieder seine Medikamente sammelte. Das kommt häufiger bei stark selbstmordgefährdeten Patienten vor. Trotz Einnahmekontrolle durch das Pflegepersonal gelingt es ihnen, die Einnahme nur vorzutäuschen, um dann später mit den gesammelten Medikamenten einen Selbstmordversuch zu unternehmen.

Sarah S. informierte die Polizei. Dort wollte man den Fall wegen der besonderen Umstände nicht als „normale“ Vermisstenmeldung behandeln, konnte aber zunächst nichts tun, weil es keinen Anhaltspunkt dafür gab, wo der Vater mit dem gemeinsamen Sohn hingegangen sein könnte.

Der Alptraum nahm am Abend dann ein Ende. Anwohner informierten die Polizei über Hilfeschreie aus dem nahe gelegenem Stadtwald. Zeugen hatten einen Mann mit einem Jungen gesehen, auf den die Beschreibung zutraf.

Als die Polizei eintraf, fanden sie das völlig verstörte Kind gefesselt vor und hinderten den Vater daran, ihn mit Benzin zu übergießen. Der Mann ließ sich anstandslos festnehmen und in die forensische Klinik bringen. 

Andere Nachrichtenquellen berichten von einem etwas anderen Tathergang und Hintergründen zu dem Fall. Bei KD-Online heisst es, der Vater habe zunächst auf Befehl einer Stimme Gottes gehandelt, wie er glaubte. Dann aber soll ihn eine weitere Stimme von der Tat abgehalten haben.

Das Kind wurde körperlich unversehrt in die Obhut der Mutter zurück gegeben – beide werden aber noch lange brauchen, um die seelischen Wunden zu verarbeiten.

Quellen: K-Dom – 1. Buch Mose


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