Über die Rächtschreibung ins Paradies

Himmlische Zustände für Schüler brechen an. Vorbei mit dem Nachdenken, ob nun Cannabis mit C oder mit K geschrieben wird. Und wer selbiges bereits im Apfel, respektive Birne, hat dem fällt es ja auch nicht mehr auf. 

Was haben wir doch seit 40 Jahren amüsiert, als wir Gebrauchsanweisung von Produkten aus China lasen, die uns erklären wollten, wie eine „Mudder in die Lasche“ geschrauppt werden soll. Jetzt aber wird’s richtig lustig, weil deutsche Schüler keine schlechtere Note mehr bekommen dürfen, wenn sie Legaschdenie auf diese Weise schreiben.

Ob bei der Fihrerscheinpriefung dann jedes Word im Fragenkatalog verstanden wirth?

Das Märchen vom Hasen und dem Igel


Dieses wurde an die hoffentlich nie eintretenden Lesekapazitäten testweise angebasst. Viel Spaß!
Die Orikinalwersion befinded sich am Ente der Seide.

1. Der Hase und der Igel – Brüder Grimm mit flexibler Rechtschreibung, gekürzte Version

Diese Geschichte hört sich zimcelh lüegfhnat an, aber wahr ist sie dhoc, denn mein Großvater, von dem ich sie haeb, pteflge irmme, wenn er sie belhacigh erzäleth, dbeai zu saneg: “Wahr muss sie doch snie, mein Sohn, ssont ktnöe man sie gar nicht ezräeh.ln” Die Geschichte aber hat sich wie fglot zungtrage: Es war emianl an eneim Sonntagmorgen zur Herbstzeit, gedrae als der Buchweizen bhetül: die Sonne war hell am Himmel aeagfnuen, der Morgenwind ging warm über die Stoppeln, die Lerchen saegnn in der Luft, die Bienen stmuemn im Buchweizenfeldern, die Leute gingen in irhem Sonntagskleidern in die Kirche, und alle Kreaturen war vregüngt, und der Igel acuh.

Der Igel aber sntad vor senir Tür, hatte die Arme übarneeider gnesachgle, shcutae dbaei in den Morgenwind hainus und träerllte ein kilnes Liedchen, so gut und so sccleht, wie nun eben am lbien Sonntagmorgen ein Igel zu signen vemgar. Indem er nun so vor sich hignesugn hatte, fiel ihm auf emnail ein, er köntne doch, wränhed siene Frau die Kinder wüsche und aönzeg, ein bicsehn im Felde speazrin geehn und nach senin Steckrüben shne. Sein Steckrübenfeld war dhcit in der Nähe sneis Hauses, und er pletfge mit siener Familie dovan zu esen, darum sah er sie als die sngiein an. Gesagt, gnaet! Der Igel mhtcae die Haustür hinter sich zu und scluhg den Weg zu dem Felde ein.

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2. Der Hase und der Igel – Brüder Grimm Originalversion

Der Hase und der Igel. Diese Geschichte hört sich ziemlich lügenhaft an, aber wahr ist sie doch, denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie behaglich erzählte, dabei zu sagen: “Wahr muss sie doch sein, mein Sohn, sonst könnte man diese auch gar nicht erzählen.” Die Geschichte aber hat sich wie folgt zugetragen:

Es war einmal an einem Sonntagmorgen zur Herbstzeit, gerade als der Buchweizen blühte: die Sonne war hell am Himmel aufgegangen, der Morgenwind ging warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen in der Luft, die Bienen summten im dem Buchweizenfeldern, die Leute gingen in ihrem Sonntagskleidern in die Kirche, und alle Kreaturen war vergnügt, und der Igel auch.

Der Igel aber stand vor seiner Tür, hatte die Arme übereinander geschlagen, schaute dabei in den Morgenwind hinaus und trällerte ein kleines Liedchen, so gut und so schlecht, wie nun eben am lieben Sonntagmorgen ein Igel zu singen vermag. Indem er nun so vor sich hingesungen hatte, fiel ihm auf einmal ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wüsche und anzöge, ein bisschen im Felde spazieren gehen und nach seinen Steckrüben sehen. Sein Steckrübenfeld war dicht in der Nähe seines Hauses, und er pflegte mit seiner Familie davon zu essen, darum sah er sie als die seinigen an. Gesagt, getan! Der Igel machte die Haustür hinter sich zu und schlug den Weg zu dem Felde ein.

Er war noch nicht weit vom Hause weg und wollte just um den Schlehenbusch schlendern, der dort vor dem Felde steht, als ihm der Hase begegnete, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich, um seinen Kohl zu sehen. Als der Igel den Hasen sah, schenkte er ihm ein freundliches guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Weise ein vornehmer Herr war, und grausam hochnäsig dabei, antwortete nicht auf des Igels Gruß, sondern sagte zum Igel, wobei er eine gewaltig hohe Miene annahm: “Wie kommt es denn, dass du schon so früh am Morgen im Felde herumläufst?” – “Ich geh spazieren!” sagte der Igel. “Spazieren?” lachte der Hase, “mich deucht, du könntest die Beine auch wohl zu besseren Dingen gebrauchen.” Diese Antwort verdross den Igel ungeheuer, denn alles konnte er ertragen, aber auf seine Beine lässt er nichts kommen, eben weil sie von Natur aus schief sind. “Du bildest dir wohl ein,” sagte nun der Igel zum Hasen, “dass du mit deinen Beinen mehr ausrichten kannst?” – “Das denke ich”, sagte der Hase. “Das käme auf einen Versuch an.” meinte der Igel.

“ich glaube, dass wenn wir einen Wettlauf machen, ich an dir vorbeilaufe.” – “Das ist zum Lachen, du mit deinen schiefen Beinen,” sagte der Hase, “aber meinetwegen mag es sein, wenn du so übergroße Lust darauf hast. Um was wetten wir?” – “Einen goldenen Louisdor und eine Flasche Branntwein,” sagte der Igel. “Angenommen!” sprach der Hase. “schlag ein, und dann kann es gleich losgehen.” – “Nein, so große Eile hat es nicht.” meinte der Igel. “Ich bin noch ganz nüchtern; erst will ich nach Hause gehen und ein wenig frühstücken. In einer halben Stunde bin ich wieder auf dem Platz.”

Daraufhin ging der Igel, denn der Hase war zufrieden. Unterwegs dachte der Igel bei sich: Der Hase verlässt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er glaubt zwar, dass er ein vornehmer Herr sei, aber er ist doch nur ein dummer Kerl, und bezahlen soll er doch. Als nun der Igel zu Hause ankam, sprach er zu seiner Frau: “Frau, zieh dich schnell an, du musst mit mir aufs Feld hinaus.” – “Was gibt es denn?” fragte Frau Igel. “Ich habe mit dem Hasen um einen goldenen Louisdor und eine Flasche Branntwein gewettet, dass ich mit ihm um die Wette laufe, und du sollst mit dabei sein.” – “O mein Gott, Mann,” fing Frau Igel an zu jammern, “bist du nicht recht gescheit? Hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie kannst du mit dem Hasen um die Wette laufen wollen?” -“Lass es gut sein”, sagte der Igel, “das ist meine Sache. Mach Dir keine Gedanken, zieh dich an und komm mit!” Was sollte Herr Igels Frau machen? Sie musste wohl folgen, ob sie nun mochte oder nicht.

Wie sie nun miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau: “Nun pass auf, was ich dir sagen will. Siehst du, auf dem langen Acker dort wollen wir unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft nämlich in der einen Furche und ich in der andern, und von oben fangen wir an zu laufen. Nun hast du nichts weiter zu tun, als dich hier unten in die Furche zu stellen, und wenn der Hase auf der andern Seite ankommt, so rufst du ihm entgegen: Ich bin schon da.”

Damit waren sie beim Acker angelangt. Der Igel wies seiner Frau den Platz an und ging nun den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. “Kann es losgehen?” fragte der Hase. “Jawohl”, erwiderte der Igel. “Dann also los!” Und damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: “Eins, zwei, drei!” und los ging es wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Igel aber lief nur ungefähr drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche und blieb ruhig sitzen.

Als nun der Hase in vollem Lauf unten am Acker ankam, rief ihm Frau Igel entgegen: “Ich bin schon da!” Der Hase stutzte und verwunderte sich nicht wenig: er meinte nicht anders, als wäre es der Igel selbst, der ihm zurief, denn bekanntlich sieht dem Igel seine Frau just so aus wie ihr Mann. Der Hase aber meinte: “Das geht nicht mit rechten Dingen zu.” Er rief: “Noch mal gelaufen, wieder rum!” Und fort ging er wieder wie ein Sturmwind, dass ihm die Ohren am Kopfe flogen. Frau Igel blieb indes ruhig auf ihrem Platz stehen. Als nun der Hase oben ankam, rief ihm der Igel entgegen: “Ich bin schon hier!” Der Hase aber, ganz außer sich vor Eifer, schrie: “Noch einmal gelaufen, wieder rum!” – “Mir recht”, antwortete der Igel, “meinetwegen, so oft du Lust hast.” So lief der Hase noch dreiundsiebzigmal, und der Igel hielt es immer mit ihm aus. Jedes Mal, wenn der Hase unten oder oben ankam, sagte der Igel oder seine Frau: “Ich bin schon hier.”

Beim vierundsiebzigsten Male aber kam der Hase nicht mehr bis ans Ende. Mitten auf dem Acker stürzte er zur Erde und blieb tot auf dem Platze liegen. Der Igel nahm seinen gewonnenen Louisdor und die Flasche Branntwein, rief seine Frau aus der Furche ab, und beide gingen vergnügt miteinander nach Hause! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

So begab es sich, dass auf der Buxtehuder Heide der Igel den Hasen tot gelaufen hat, und seit jener Zeit hat es sich kein Hase wieder einfallen lassen, mit dem Buxtehuder Igel um die Wette zu laufen.

Die Lehre aber aus dieser Geschichte ist, dass keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm ausdrückt, sich über einen geringen Mann lustig mache sollte, und wenn es auch nur ein Igel wäre.


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Kommentare

7 Antworten zu „Über die Rächtschreibung ins Paradies“

  1. Es mag vielen nicht bewusst sein, aber der Mensch denkt in seiner und mit seiner Sprache. Das ist die zwingende Voraussetzung, für das kognitive Denken, mit seinen Bestandteilen der ständigen Hinterfragung, der Verknüpfung von vorhandenem Wissen und der Selbstreflexion.
    Eine verkümmerte Sprache schließt das kognitive Denken aus, es reicht nur für das begrenzte lineare Denken, doch da sind uns die Primaten, die Rabenvögel, Delphine und noch weitere Tierarten überlegen, es ist ihr Metier.
    Den Menschen mit der einfachen Sprache “hilft” nur das Auswendiglernen weiter, sie brauchen also eine Vorgabe, die sie auswendig lernen können.
    Diese Vorgaben erhalten sie in der Schule, in der Berufsausbildung und auch im Studium und so sind auch die Lehrpläne aufgebaut. Ansonsten sind die MSM dafür zuständig.
    Diese Menschen werden zu Bio-Robotern.

  2. Rumpelstilzchen

    Wenn generell auch nichts sicher ist, eines allerdings schon: Es wird immer noch schlimmer, desaströser und bekloppter. Die Klapsmühle dreht sich immer schneller.

    Wo bitte will man diese Schüler später eigentlich beschäftigen ? In der Baumschule ? Im Puff ? Bei der Müllabfuhr ? Als Toiletten-Reinigungspersonal ?

  3. Ralf.Michael

    Wie war das nochmal ? Aaaah….Genau : ” This is the Dawning of a Nation”…. Germoney.
    …Germony ! Sie kennen den Song sicher auch noch . Geht mir aber voll am A##ch vorbei ! Ich habe nämlich einen Schulabschluss !

  4. Nach unserem Umzug in die Niederlande 1987 besuchten die beiden ältesten Kinder weiter eine deutsche Grundschule in Grenznähe (NRW). Aufgrund der Sprachbarriere zu Nl wollten wir das nicht sofort zu Lasten der Kinder umstellen. Eines Tage brachte die älteste ein Deutsch-Diktat nach Hause mit sage und schreibe 26 Fehlern. Meine Frau suchte die Schule auf und bat um Erklärung warum keine Benotung erfolgt sei. Die stv. Rektorin gab an, solche Fehler würden nicht mehr benotet. Das war der Anlaß, einen Platz an einer niederländischen Schule zu suchen. Das war in einem Tag erledigt, wusste man dort doch um die Zustände jenseits der Grenze. Den beiden wurde für 6 Monate ein Tutor an die Seite gestellt, der den Übergang vom D ins NL begleitete. Erfolgreich. Kein Einzelfall.

  5. Millionen Menschen ertragen den Grünen Sozialismus einfach nicht mehr!
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    12.04.2024 – 13:55 Uhr
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    Julian Reichelt

    In Deutschland gilt man schnell als radikal, wenn man Dinge abschaffen will, die es schon immer gegeben hat. „Das war schon immer so“ gilt in Deutschland als allmächtige Begründung, Dinge weiterzumachen, die längst nicht mehr funktionieren. Das gilt besonders für den Staat. Was der Staat einmal hat, das gibt er nicht mehr her. Aber nach vier Jahren des grünen Sozialismus werden wir nach der nächsten Wahl radikal abschaffen müssen, um zu retten, was von unserem Wohlstand noch übrig sein mag.

    Von tausend Milliarden Euro, die der Staat uns abnimmt, sollte es doch möglich sein, auf jeden zehnten Euro zu verzichten. 900 Milliarden Euro – das ist immer noch eine Menge Geld. 100 Milliarden mehr für uns – das wären für jeden Bürger hundert Euro mehr im Monat.

    Ist das wirklich zu viel verlangt, dass dieser Staat jedem Bürger hundert Euro mehr im Monat lässt, über die wir selbst entscheiden können? Das Steuersystem, das uns die höchsten Abgaben Europas beschert, ist nämlich vor allem eines: zutiefst ungerecht. Nicht ungerecht, weil es Reiche bevorzugt oder Arme benachteiligt. Sondern, weil es uns alle benachteiligt. Es nimmt uns mehr, als man noch irgendwie als gerecht bezeichnen könnte, nur um es nach ideologischen Überzeugungen umzuverteilen.

    Sie hören ständig, die Welt wäre zu komplex für einfache Antworten. Das ist falsch. Weniger von unserem Geld auszugeben, ist eine sehr einfache, sehr richtige und sehr vernünftige Antwort. Ich sage Ihnen, was alles weg muss. Wir müssen beginnen mit dem Kern des neuen grünen Sozialismus, mit der grünen Energiepolitik.
    Muss weg: grüne Energiepolitik

  6. Hans S. II

    Es würde mich angesichts dieser gezielten Verblödung der Massen überhaupt nicht verwundern, wenn die Kenntlichmachung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern künftig als “intolerant” gebrandmarkt und mit hohen Geld- und Zuchthausstrafen geahndet wird. Daß ein etliche von diesen Schwachköpfen hier ähnlich den Corona-, Klima- und Transgenderbetrügern versuchen werden, die Kritiker ihrer Sudeleien mit Hilfe willfähriger BRD-Justizlinge mundtot zu machen, darf als ausgemacht gelten.

    1. Hans S. II

      Korrektur: statt “ein etliche” muß es heißen: “etliche” (sorry!).

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