Petry macht den Lucke – Abgang mit Mandat in der Tasche

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Der Schritt kommt nicht wirklich überraschend. Frauke Petry kündigte auf der Bundespressekonferenz an, dass sie der AfD-Fraktion im Bundestag nicht angehören wird und verließ den Raum, ohne weitere Fragen zu beantworten.

Gerüchte über einen baldigen Zerfall der AfD nach dem Einzug in den Bundestag wurden in der Woche vor der Wahl nochmals breit von der Presse gestreut. Wusste man dort bereits vom Petry-Plan? Das muss nicht unbedingt der Fall sein, verlief doch ihr Aufstieg von der dritten Bundessprecherin zu Vorsitzenden ähnlich. Die AfD-Gründer Lucke und Henkel zogen gegenüber dem Spaltpilz den Kürzeren, behielten aber ihre Mandate im Europaparlament und gründeten eine neue Partei, die keinerlei Bedeutung erlangen konnte. Damals wurde Petry als die hartgesottene Rechte in der Partei von der Presse dargestellt, die es zu isolieren galt. Die Taktik ging nicht ganz auf, denn die AfD gewann erst mit Petry an deutlichem Zuwachs. Plötzlich machte man rechts von Petry neue Angriffsziele aus – erst Höcke und Beatrix von Storch, dann immer wieder Gauland und Alice Weidel. Petry und ihr Ehemann Pretzell wurden trotz zahlreicher Vorlagen recht sanft angefasst – in Relation zur Hetzjagd auf Alice Weidel, so muss man das sehen. Auf diese Weise tappte nun Petry in die Luckefalle und gibt selbst den Bernd.

Das frisch gewonnene Mandat ist freilich nicht übertragbar.

Aber wen interessiert das, außer den geprellten Parteikollegen?

Ob sie auch aus der Partei austreten und ihren Vorsitz zurückgeben wird? Oder will sie sich jetzt „ihre AfD“ wieder zurückholen?

Die AfD wird auch die Petry-Spaltung überleben, dafür hat und wird Merkel weiter sorgen.

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6 Kommentare

  1. Der Artikel müßte viel länger sein; denn die Folgen des Petry-Abgangs könnten noch ganz andere sein. Petry ist nicht aus der Partei ausgetreten. Das heißt, sie wird versuchen, die Bundestagsfraktion zu spalten. Das gleiche wird im größten Bundesland, in NRW, der Petry-Mann Pretzell versuchen. Petry und Pretzell haben eines von Lucke gelernt: eine neue Partei hat keine Chance. Deswegen wird es beim Spaltungsprozeß um das Label AfD gehen. Petry wird es für sich beanspruchen.
    Das schlimmste aber: die neue Fraktion wird von der dringend nötigen Arbeit im Bundestag abgehalten und auf sich selbst zurückgeworfen. Die kritischen Wähler werden einmal mehr bestätigt: die in der AfD zanken nur untereinander. Wenn es schon bald Neuwahlen gäbe, würde die AfD dafür abgestraft. Merkel wird das leider wissen.

  2. Der AfD bleibt nur eines:
    Petry ignorieren.
    Es war klar dass sie den Lucke geben wird, sobald sie ihr Mandat in der Tasche hat.
    Die Pleite hat sie finanziell so gebeutelt, dass sie dieses Mandat mit seinen Einkünften dringend zum Überleben braucht. Pretzel ist auch kein Krösus und kann seine Familie mit ganz vielen Kindern nicht von Luft ernähren.
    Wenn die Partei etwas für den Zusammenhalt tun will, sollte sie sich von Nostalgie lösen und P+ P ausschließen. Nach einem leichteren shitstorm wäre dann Ruhe.
    Ohne Höcke und Poggenburg geht die AfD nach 4 Jahren wie die Feinripp-Clique baden.

  3. Direktmandat in Sachsen…
    Ähm wieviele Stimmen waren das noch glei ?

    Ich empfele der AfD ein Ausschlußverfahren, wegen arglistiger Täuschung der Wähler der Partei sowie deren Mandatsträger, geg. Petry anzustreben!

    Ich denke das wird heute auch bei Pegida in DD ne Rolle spielen.
    Mamma mia, bin ich froh das wir als AfD-Landeschef Poggenburg, einen echten Patrioten haben!

  4. Das P&P die CDU 2.0 wollen, sollte bereits längst klar sein. Bei Fragen zum Deutschen Reich konnte Sie auch nur irgend etwas von Diktatur faseln… Solche Spaltpilze nutzen nur den Altparteien genauso wie die Links- bzw. Gegen-alles-sein- Faschisten namens Antifa. Wird sie etwa auch von denen „gefördet“?++

  5. »Petry macht den Lucke – Abgang mit Mandat in der Tasche«

    Anstand, Charakter, Ehre, Gemeinschaft, Moral, Pflichtbewußtsein, Treue, Volkszugehörigkeit — alles »Fremdworte«, die bei »Gutmenschen« sofort den »NAZI«-Schreireflex auslösen, weil sie vor lauter Dummheit und Angst, ihre Pfründe zu verlieren, nichts mehr anderes drauf haben. Egal — auf das Geblöke kann getrost gepfiffen werden.

    Absahnen, Bereichern, Dummlabern, (bayrisch:) Hinterfotzigkeit, Volksverblödung ist angesagt bei den »Herrschaften«.

    Das Petry-Verhalten paßt aber bestens in das seit Jahren allgemein zelebrierte »Führungskräfteverhalten«. Hat sie das bei »Rauten-Angie« abgeschaut? DIE hat ja schon Kohl abgeschossen und viele andere, die ihrer Deutschland-Zerstörungswut im Wege standen. Und wenn man dann noch den ganzen Quoten- und Gleichberechtigungsirrsinn betrachtet — egal — es ist ein Trauerspiel! In was für einen Saustall ist Deutschland von diesem bescheuerten Regierungs-Weiberladen (besser: Hühnerstall) schon verwandelt worden …

    Ob Madame Petry an ihrem Mandat lange Freude hat, wage ich zu bezweifeln. Gibt Seehofer bei den Jamaikaverhandlungen den Grünen in der Invasorenpolitik nach, ist die CSU in Bayern weg vom Fenster. Und falls die SPD nicht – ebenso wie von der FDP schon früher praktiziert – zur Umfallerpartei wird und bei ihrem NEIN bleibt, gibt’s Neuwahlen. Ob aber Frauke danach auch noch ein Mandat hat?

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