Leihmutterschaft: FDP dafür – Petition dagegen!

„FDP fordert legale Leihmutterschaft für Deutschland – Der Dammbruch ist vollzogen“ – so lauten die aktuellen News zu einer Petition, die sich gegen die Legalisierung dieser Praxis richtet.

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Im Wahlprogramm der FDP 2017 auf Seite 49 wird man dazu fündig:

Chancen der Reproduktionsmedizin für die Familiengründung nutzen

Wir Freie Demokraten fordern einen offenen Umgang mit den Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin. Allen Menschen muss unabhängig vom Familienstand der Zugang zu reproduktionsmedizinischen Angeboten gegeben werden. Das Kindeswohl hängt von der Liebe der Eltern ab, nicht von der Art der Zeugung. Der Staat sollte sich aus den intimen Angelegenheiten heraushalten und freie Entscheidungen ermöglichen, die ethisch vertretbar sind. Eizellspenden und nicht-kommerzielle Leihmutterschaft sind in vielen Staaten der EU bereits legal und sollten auch in Deutschland unter Auflagen erlaubt werden.

Die Gegner schreiben dazu:

„Eine Frau bietet gegen Geld ihre Gebärmutter an, um ein Kind für Fremde auszutragen. Diese unappetitliche Wahrheit steht hinter der „Dienstleistung“ der sogenannten Leihmutterschaft. Dank moderner Reproduktionsmedizin hat sie sich zu einem äußerst lukrativen Geschäftszweig entwickelt. Die Klientel besteht zumeist aus gutbetuchten Bewohnern der westlichen Welt, die entweder selbst kein Kind zeugen können oder die dem eigenen Körper die physische Belastung einer Schwangerschaft nicht zumuten wollen, wie einige bekannt gewordene Fälle der Hollywood-Prominenz offenbarten. Was genau geht dabei genau? Einer fertilen Frau werden die zuvor im Labor befruchteten Eizellen der Wunschmutter bzw. der „Auftraggeberin“ in die Gebärmutter eingesetzt. Wird die Leihmutter daraufhin schwanger, werden sie und ihr ungeborenes Kind automatisch Gegenstand eines (Kauf-)Vertrags. Am Ende steht die erhoffte erfolgreiche Leistungserbringung der Auftragnehmerin, die Geburt. In nahezu allen Fällen ist als Mittler eine Leihmutter-Agentur zwischengeschaltet, die alles Vertragliche und Medizinische regelt und den größten Teil der Prämie einstreicht.“ Link

Aus dem Petitionstext:

„An die Bundesregierung

Wir fordern, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten bleibt. Denn sie verletzt die Würde der Frau und sie verletzt das Recht des Kindes auf seine leibliche Mutter. Nun möchte die FDP Leihmutterschaft laut Wahlprogramm „unter Auflagen“ zulassen. Nach der Bundestagswahl steht die FDP prinzipiell als Regierungspartner zur Verfügung. Es ist der erste Vorstoß einer großen Partei, die Gebärmutter-Vermietung innerhalb der Regierung verhandlungsfähig zu machen. Es muss sicher gestellt sein, dass das Embryonenschutzgesetz nicht aufgeweicht wird. Die leibliche Mutter muss auch rechtlich Mutter bleiben. Leihmutterschaft darf in Deutschland nicht zum Geschäftsmodell werden. Bitte setzen Sie sich dafür ein!“

Quelle: Civilpetition