Köln: Bandido-Rocker wegen Totschlag verhaftet

    Gestern Abend haben Polizisten in Bickendorf einen mit Haftbefehl gesuchten Kölner Bandido (28) festgenommen. Der 28-Jährige steht im Verdacht, am 8. Dezember 2018 aus einem fahrenden Auto heraus auf einen mit mehreren vermeintlichen Hells Angels besetzten Golf geschossen zu haben. Der 21-jährige Golf-Fahrer war von mehreren Projektilen getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Dem mutmaßlichen Schützen und seinem noch unbekannten Mittäter war zunächst die Flucht gelungen. Mitglieder rivalisierender Rockergruppieren hatten in den vergangenen Monaten mehrfach auf offener Straße aufeinander geschossen.

    Durch Vernehmungen und aufwändige Spurensicherung gelang es den Ermittlern, den 28-jährigen Kölner als mutmaßlichen Schützen zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft Köln erwirkte daraufhin einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags. Im Zuge der seit Januar andauernden intensiven Polizeiaktionen zur Bekämpfung der Rockerkriminalität nahmen eingesetzte Präsenzkräfte der Bereitschaftspolizei den Gesuchten gegen 18.30 Uhr vor einem Wettbüro fest.

    Keine zwölf Stunden später nahmen Beamte einer Spezialeinheit in Köln-Vingst einen weiteren mit Haftbefehl gesuchten Rocker im Auftrag der Polizei Bochum fest. Er soll im Ruhrgebiet an einer Auseinandersetzung im Rockermilieu beteiligt gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es zwischen den Fällen im Ruhrgebiet und den Kölner Auseinandersetzungen verfeindeter Rocker keinen unmittelbaren Zusammenhang.