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Welch Freude, der politische Dreck quillt wieder aus den Kanaldeckeln, die Parteisekretariate lüften ihre Giftküchen. „Jeder gegen Jeden“ lautet die Devise der steuergeldfinanzierten Dreckbatzis und Heckenschützen. Der Schmutzkübelwahlkampf – die einzige politische Auseinandersetzung zu der unsere redlichen politischen Eliten überhaupt noch fähig sind – nimmt endlich Fahrt auf. Rasch vergessen der „neue Stil“, die vielbeschworene Arbeit fürs Land ist eingestellt. Der Staat wird derweil von beamteten Schachtelkaspern in der Regierung verwaltet. Lügen, Vernaderungen, Intrigen und Verleumdungen stehen stattdessen auf der Tagesordnung. Sensationslüstern nehmen die Medien den Ball auf, walzen jedes noch so irreale Gerücht breit aus, erfreuen sich am Morast, stopfen das klimahysterische Sommerloch, bejubeln den Anstieg ihrer Auflagen um sich gleichzeitig von dieser Art der Politik dann doch vornehm zu distanzieren.

Da wird aus der routinemäßigen – wenngleich in diesem Fall auch vollkommen verrückt angelegten – Vernichtung von Unterlagen bei Regierungswechseln eine eklige Staatsaffäre. Da schimpft der bucklate Kern den hatscherten Kurz. Da zieht der amtsbekannt intellektuell begrenzte Tiroler SPÖ-Chef mit einem für jeden Blinden erkennbaren gefälschten Mail gegen die ÖVP zu Felde. Da wird von einem linksliberalen Aktivisten aus der NGO-Szene dem in vollkommener Askese lebenden jungen Altkanzler sogar Drogenmissbrauch unterstellt. Da werden unbeteiligte Dritte in den politischen Orkan gezogen, da werden skrupellos Existenzen aufs Spiel gesetzt. Bevor der Bär – sprich das Wahlvolk – erlegt ist, werden die ersten Koalitionen in den Hinterzimmern paktiert, da tauchen aus der Geisterbahn im Wiener Prater die halbverwesten Puppen der Großen Koalition wieder auf. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich – murmelt der wissende Beobachter angesichts der Winkelzüge heimischer Politprominenz.

Wem schadet das? Allen! Sowohl den skandalisierenden Angreifern aus der Schmuddelecke, als auch den Opfern dieser Attacken. Denn irgendetwas bleibt bekanntlich immer hängen und mit diesem dreckigen Kalkül wird schamlos operiert. Wem nützt es? Niemanden! Staunend zurück bleibt das geduldige und leidensfähige Wahlvolk, dass sich noch vor wenigen Monaten auf eine Erhöhung der Mindestpension, eine Steuerreform, die Entlastung des Wirtschaftsstandortes gefreut hätte. Der Wähler muss warten bis auf den St. Nimmerleinstag. Denn derzeit gibt es nur ein Motto: Wahlkampf ist, wenn im Herbst die brunftigen Hirschen deppat gegen die Bäume rennen