Aufnahmen, die vor dem „Méditerranée Infection“ Krankenhaus in Marseille entstanden sind, zeigen eine schier endlose Schlange von Menschen, die sich auf das Corona-Virus testen lassen wollen. In einer Mitteilung des Krankenhauses vom Sonntag heißt es, dass dort alle Menschen mit Fieber auf COVID-19 getestet werden und bei der Behandlung auch das Malaria-Medikament Chloroquin eingesetzt werden wird, was einen regelrechten Ansturm auf das Krankenhaus auslöste.

In der Mitteilung vom Freitag heißt es:

Wir haben beschlossen:
· Bei allen Patienten mit Fieber, die uns konsultieren, Tests zur Diagnose einer Infektion mit COVID-19 durchzuführen;
· Allen infizierten Patienten, von denen viele nicht sehr symptomatisch sind und Lungenläsionen im CT aufweisen, wird nach Bestätigung der Diagnose Folgendes schnellstmöglich angeboten:
– eine Behandlung mit der Hydroxychloroquin-Kombination (200 mg x 3 pro Tag für 10) Tage) plus Azithromycin (500 mg am 1. Tag, dann 250 mg pro Tag für weitere 5 Tage) als Teil der Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung dieser Kombination (insbesondere mit einem Elektrokardiogramm für D0 und D2), [auch] ohne eine generelle Zulassung. Bei schwerer Lungenentzündung wird auch ein Breitband-Antibiotikum eingesetzt.

Gleichzeitig ruft die Klinik dazu auf, diese Behandlung in ganz Frankreich einzusetzen:

Wir halten es für ethisch nicht vertretbar, wenn diese Kombination nicht systematisch in die therapeutischen Behandlungsversuche einer COVID-19-Infektion in Frankreich einbezogen wird.