Kurden – Angriff auf türkische Moschee und Graue Wölfe

Staatsschutz bildet Ermittlungskommission

Die Auseinandersetzungen von Kurden und rechtsradikalen Türken auf deutschem Boden weiten sich aus. In Wien wurde gestern ein Gebäude eines kurdischen Kulturvereins angegriffen. 

Auch in Bielefeld kam es zu Angriffen, diesmal mutmaßlich von Kurden gegen die türkischen Grauen Wölfe. Diese Fahrlässigkeit der Behörden ist nicht zu fassen – warum werden diese Leute nicht konsequent abgeschoben?

Am Donnerstagabend, 10.09.2015, kam es zu einem Angriff auf eine türkische Moschee (Türkischer Kultur- und Sozialdienstverein e.V.) an der Herforder Straße 108, der ein Vereinsheim der „Grauen Wölfe“ angegliedert ist.

Nach bisherigen Erkenntnissen versuchten gegen 18 Uhr etwa 20 bis 30 Personen, die sich mit weißen Tüchern und Kapuzen vermummt hatten, sich Zutritt zum Gebäude zu verschaffen. Als dies nicht gelang, randalierte die Gruppe. Es wurden drei PKW durch Einschlagen der Scheiben beschädigt und Farbschmierereien auf die Wände des Vereinsheims aufgebracht.

Die Farbschmierereien stehen im Zusammenhang mit dem türkisch-kurdischen Konflikt. Die Polizei wurde durch mehrere Zeugen über die Tat informiert.

Ein 23-jähriger Mann aus Bad Oeynhausen konnte von der Polizei in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen werden.

Seine Bekleidung deutete darauf hin, dass er der Kurdenszene angehört. Nach Vernehmung wurde er entlassen. Die restlichen Personen konnten noch vor Eintreffen der Polizei vom Tatort flüchten.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen im Rahmen einer Ermittlungskommission aufgenommen. Es besteht der Verdacht des Landfriedensbruchs. Außerdem wird wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte Hintergrund für den Angriff der im Ausland schwelende Konflikt zwischen Türken und Kurden sein. Die Ermittlungen dauern an.

Wer hat die Personengruppe möglicherweise schon vor Vermummung bemerkt und kann weitere Beschreibungen abgeben? Wer hat möglicherweise Fotos von der Personengruppe gemacht?

Die Polizei, Staatsschutz, nimmt Hinweise zu den flüchtigen Personen und zur Tat unter Tel. 0521/545-0 entgegen.

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