Zerbricht Italien am Katalonien-Effekt? Venedig und Lombardei stimmen über mehr Autonomie ab

In Italien wird nach dem Referendum der Katalanen den anstehenden Volksabstimmungen in der Lombardei und Venedig mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Das Gerangel um mehr Autonomie für die wirtschaftlich starken Regionen ist nichts neues für das Land am Po und wurde bisher kaum von der internationalen Presse beachtet. Die Abstimmungen finden am 22. Oktober statt.

Dieses Mal geht es um Artikel 116,  Absatz 3 der italienischen Verfassung. Die Wähler werden gefragt, ob sich die Regionalräte künftig darauf berufen dürfen und somit mehr Unabhängigkeit von der Regierung fordern können. Die Verfassung wurde erst 2001 abgeändert, um dem Streben nach mehr Autonomie der einzelnen Regionen mehr Rechnung zu tragen. Die Artikel 114 bis 133 (Titel V: Die Regionen, die Provinzen und die Gemeinden (Le Regioni, le Province, i Communi) machen sogar den größten Teil der gesamten Verfassung aus. Die Unstimmigkeiten zwischen Nord- und Süditalien und die besondere Situation in Südtirol konnten dadurch entschärft werden. Wie sich die Lage aber im Zuge der Eurokrise für Italien entwickelt, wird auch von Brüssel mit Besorgnis beobachtet. Bisherige Referenden zum Euroaustritt sind trotz mehrmaliger Ankündigungen von Lega Nord und der 5-Sterne-Bewegung, die in dieser Sache kooperieren, nicht erfolgreich durch das Parlament gebracht worden. Dies könnte sich ändern, wenn eine Region in Italien keine Lust mehr hat, als Zahlmeister für die strukturschwachen Gebiete her zu halten.

Ein Votum gegen den Euro würde die nationale Einheit Italiens stärken, den wirtschaftlichen Niedergang aber kaum verhindern können. Wenn Italien fällt, dann fällt auch der Euro – das weiß und fürchtet man in Brüssel zugleich.

 

 

 

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 292 Artikel

Freier Journalist – Autor – Musiker

4 Kommentare

  1. Das Gleiche wünsche ich mir für Bayern.Aber bevor das Land so weit ist, sind wir von Importwählern überschwemmt und haben keine Chance mehr.

  2. ……. und warum nicht in Bayern ?
    Bis jetzt habe ich daran noch gar nicht gedacht, doch was
    die Bayernpartei seit ca. 70 Jahren fordert, könnte das Problem
    dieses versifften Staates lösen !
    1. wäre der schmierigste Politiker Deutschlands weg vom Fenster.
    2. hätten wir die dreckigen, versifften Parteien nicht mehr am Hals.
    denn alleine in Bayern, kämen keine Grünen, Linken und FDP
    mehr über 5 Prozent und die Drecks-SPD wird so wie so
    ausgerottet.
    3. hätten wir eine alte Hexe in Berlin irgendwie entsorgt und
    4. müssten die anderen linksversifften Bundesländer endlich
    einmal selbst für Ihren Schuldenberg haften und würden
    schließlich an Ihren Lügen verrecken !

    Hey, …. wäre das eine Freude !!!

    • Wir hatten doch erst vor ein paar Tagen die Wahl.
      Wieviele Anläufe braucht den ein derart verblödetes Volk noch ?
      Diese Trottel merkeln nichtmal etwas wenn man ihnen die Wurst von Brot nimmt.
      Dann werden sie eben jubeln:
      „Ab heute Vegetarier. Danke Massa Buana, danke cheffe Ziegenfigger.“

  3. Die EU in unzweideutigen Auslösungserscheinungen.
    Der Letzte macht das Licht aus und schließt ab.
    Das werden wir deutschen Volldeppen wohl sein, die diesen Trunkenbolden Tür und Tor zu unserem Wohlstand geöffnet haben.
    Jagd die Nichtsnutze aus dem Land.

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