Behördenversagen bei Flutkatastrophe: Ignorierte man Warnungen? Chaos beim Einsatz vor Ort

Heute Nacht auf morgen erreicht eine Flutwelle Passau: Höchste Hochwasser-Meldestufe erwartet!

In Passau (Bayern) wird in der Nacht die höchste Hochwasser-Meldestufe erwartet.


Nach der Region am Königssee in Oberbayern macht nun die Hochwasser-Entwicklung in Niederbayern Sorge. In Passau steigen die Pegel von Inn und Donau. Uferpromenade und Parkplätze sind überflutet. Im Lauf der nächsten Stunden könnte die Hochwasserstufe 4 erreicht werden. Dann sind auch größere Überschwemmungen in bebauten Gebieten zu befürchten. Im Berchtesgadener Land gilt weiter der Katastrophenfall. Dort hatte sich die Lage in der vergangenen Nacht zugespitzt, weil heftiger Dauerregen Flüsse und Bäche über die Ufer treten ließ. Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden wurde eingestellt, die Bob- und Rodelbahn am Königssee vom Hochwasser zerstört. In fünf Gemeinden des südlichen Landkreises bleiben Schulen und Kitas morgen geschlossen. Eine Notbetreuung soll aber gewährleistet sein.

Immerhin werden die Leute dort gewarnt und es werden Vorbereitungen getroffen. Drücken wir allen dort die Daumen und beten wir, dass sich dort nicht so schreckliche Dinge zutragen, wie dieser Tage in der Eifel. denn dort traf es die Menschen vollkommen unvorbereitet.

Immer mehr Stimmen werden nun laut, dass die Behörden schon seit Tagen vorgewarnt waren, dass die Dauer-Starkregen-Wetterlage entlang bestimmter Flüsse und Regionen zu gefährlichen Hochwassern führen könnten. Angeblich, so wird es in den Sozialen Medien berichtet, seien die Landkreise nicht gewarnt worden und man habe die Bevölkerung im Dunkeln gelassen. Dass die Leute alle von der Flut kalt erwischt worden sind, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. ALLE, schlicht alle in der Nachbarschaft und wer so vorbeikam berichtete geschockt, dass man ja mit gar nichts gerechnet habe und sich noch nicht einmal viel gedacht habe, als die Straße anfing, nass zu werden. Aber dann sei das Wasser so unglaubliche schnell gestiegen, dass man nichts mehr habe machen können. Es sollen einige Menschen ertrunken sein, als sie in ihre Keller gingen, um vorsichtshalber noch etwas zu retten, aber so schnell von treppenabwärts rauschenden Flut erfasst wurden, dass sie sofort ertranken.

Offenbar hat wirklich niemand in der Bevölkerung geahnt, was da auf sie zu kam. Und dass von den Meteorologen und den Behörden niemand wusste, was da kommt, ist sehr unwahrscheinlich. Das muss aufgearbeitet werden, an welcher Stelle die sich aufbauende Katastrophe einfach nicht weitergemeldet wurde. Und wenn sie gemeldet wurde, warum die Behörden nicht tätig geworden sind und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben, Altenheime vorsorglich sofort evakuiert und die Bevölkerung gewarnt haben.

Zwei Tage nach der Flut. Die Leute, zusammen mit mit vielen privaten Helfern, haben pausenlos geschuftet. Berge von zerstörtem Mobiliar, Bildern, Geschirr, Kleider, Bücher, Vorhänge, Teppiche liegen am Straßenrand und müssen auf den Müll … Bild: Privat

Auch Boris Reitschuster hat den Bericht eines Anwohners in Euskirchen veröffentlicht, der dieselbe Erfahrung dort machte: Es gab keine Warnung, keine Vorsichtsmaßnahmen, keine Vorbereitung:

Die Überflutungen sind eine Hochwasser-Katastrophe mit Ansage gewesen. Bereits Wochen vor dem Unglück waren die Talsperren randvoll und die Böden so durchnässt, dass kein weiteres Wasser aufgenommen werden konnte. Die Informationen kann man bei den Talsperren-Ständen überprüfen. Die Wetterlage mit Dauerregen und Starkregen kann man ebenfalls online überprüfen.
Schon vorher hätte der Katastrophenschutz Wasser abpumpen müssen, um der angekündigten Wetterlage entgegenzuwirken. Am 14.7. wandelte sich der Dauerregen in Starkregen. Gullys und Kanäle waren bereits um 18:00 Uhr überflutet und Fontänen schossen, inklusive Teichfischen, aus den Straßen. Um 19:00 Uhr erreichten mich die ersten Bilder von Odendorf, das Auto meiner Schwiegertochter und das von deren Mutter schwammen bereits, der kleine Bach hatte sich in ein tosendes, reißendes Gewässer verwandelt, Straßen überflutet, Schienen unterspült. Das Untergeschoss war geflutet und man flüchtete ins Obergeschoss. Inzwischen war bereits Euskirchen überschwemmt, Stromausfälle und Kommunikation lagen bereits lahm.

Das Wasser war überall. Die Fußgängerzone, Parkhäuser, Wohnhäuser, Geschäfte – alles unter Wasser. In Odendorf drückte das Wasser mit aller Gewalt durch die Decke des Obergeschosses. Möbel und Elektrogeräte schwammen gegen die Wände, schlugen an die Decke. Meine Familie flüchtete über den Speicher aus dem inzwischen gefluteten Haus, mit einer 4-Jährigen! Zu dem Zeitpunkt hing alles an der freiwilligen Feuerwehr. Kein Katastrophenschutz, keine Bundeswehr. Das THW und anliegende Bauern mit Güllepumpen waren die einzige Unterstützung.

Der Nachbar meiner Familie ertrank im eigenen Haus. Am nächsten Tag war das Ausmaß in Euskirchen katastrophal. Wir waren komplett von der Außenwelt abgeschnitten und Nachbarn halfen sich gegenseitig. Das schrottreife Inventar wurde aus den Häusern geräumt.

BILD- Aufmacher zur Jahrhundertflut in der Eifel

Die BILD zitiert auch eine britische Hochwasserexpertin Frau Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der Universität Reading. Die Bundesregierung sei schon Tage vor der Flut gewarnt gewesen. Prof. Hannah Cloke gibt der Bundesregierung und dem deutschen Katastrophenschutz ganz klar Mitschuld an den verheerenden Folgen der Flut:

Der britischen Zeitung „The Times“ sagte die Mitentwicklerin des europäischen Hochwasser-Warnsystems „Efas“, das System habe am 10. Juli – also vier Tage vor Beginn der Überschwemmungen – Alarm geschlagen und „Warnungen an die deutsche und die belgische Regierung“ übermittelt…. Es handele sich um ein „monumentales System-Versagen“.“

Hier ein Bauer, der seinen Zorn herauslässt. Er hat überall nachgeschaut, ob nicht irgendeine Nachricht oder Warnung über die Medien kommt, nichts wurde gemeldet, tagelang. Die Behörden haben nicht gewarnt. Die Helfer vor Ort sind weitgehend auf sich gestellt, Bauern versuchen mit ihren Treckern auf eigene Faust unter Schutthaufen und zusammengebrochenen Häusern noch Menschen zu finden und riskieren dabei ihr eigenes Leben:

Auch RT-Deutsch berichtet aus Bad Neuenahr. Nicht nur ein Anwohner regt sich über die Behörden auf. „Peter Geller wohnt direkt an der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. In seinem Hof wurde eine Tote angeschwemmt. Erst nach vielen Stunden seien die alarmierten Rettungskräfte gekommen, um die Leiche abzuholen. „Die kommen mit den Toten nicht nach“, berichtet Geller am Samstag. Anwohner Karl-Heinz Conradt weiß von fünf Bekannten sicher, dass sie tot sind.“

Die Bauern müssen an manchen Orten selbst nach möglichen Leichen suchen. Das ist schon ziemlich unfassbar:

Hier kommt noch etwas Unglaubliches. Es gibt völlig vergessene Ortschaften, in denen praktisch keine Hilfskräfte auftauchen. Ein Seniorenheim in Münstereifel ist seit drei Tagen ohne jede Hilfe und Unterstützung. Privatleute haben geschafft, was die Hilfskräfte nicht gekonnt haben.

Und ja, es wird sofort wieder mit dem Klimawandel gewunken. Meteorologen widersprechen dem. Die BILD schreibt:

DWD-Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich zu BILD: „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“

Hier ein Video, das zeigt, wie couragierte Menschen und auch organisierte Helfer auf eigene Faust losziehen, um zu helfen und vollkommen auf sich gestellt sind. Anstatt dass ein koordiniertes Vorgehen durchgezogen wird, Lagebilder miteinander unter den Organisationen abgeglichen werden und „weiße Flecken“ in den Lagebildern entdeckt und sofort abgedeckt werden, herrschte mancherorts einfach Chaos.

Es wurden sogar Helfer von der Polizei wieder weggeschickt, die aber offenbar keinerlei Ahnung hatten, was wirklich dort passiert war und dass dort Hilfe dringend nötig war. Hier eine Anwohnerin, der der Kragen platzte:

Das klingst schon alles recht merkwürdig. Wieso immer diese Fehlleistungen der Behörden?

Wie gesagt, nun wird sofort auf die Klimaerwärmungstrommel geschlagen. Der Euskirchner von der Reitschusterseite kommentiert das so:

Luisa Neubauer streikt für uns und das Klima? Bitte lass es sein! Mach Geld locker, Deine Familie hat genug! Das Letzte, was wir brauchen, sind springende, unfähige Aktivisten! Wären wir mit E-Autos hier weggekommen? Wo hätten wir die laden sollen? Macht Euch mit Schaufel, Werkzeug und Notstromaggregaten auf zu uns und helft aktiv!  … Ich bin traurig mit den Menschen, die ihre Angehörigen und Freunde verloren haben. Und ich bin wütend, weil man es vielleicht nicht vermeiden, aber mildern hätte können.

Hier fährt ein Bürgermeister eines von der Flut getroffenen Ortes der allseits geliebten Noch-Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel massiv in die Klima-Propaganda-Parade. Er hat in die Aufzeichnungen der Chronik geschaut: „Das erste Hochwasser war 1790“, sagt der Bürgermeister und fügt süffisant hinzu: „Da gab es wohl noch keinen Klimawandel.“

Das hier wird für manchen vielleicht hilfreich sein:

Wer Angehörige vermisst kann sich an die örtliche Polizei wenden. In der rheinland-pfälzischen Eifel ist hierfür eine Hotline für Angehörige sowie ein Internetportal für Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer 0800-6565651 könnten sich Menschen melden, die Angehörige vermissen.

Unter dem Hinweisportal rlp.hinweisportal.de können Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, „die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können“. Nicht alle Polizeidienststellen haben allerdings bereits spezielle Hotlines eingerichtet.“

Wer Sachspenden hat, kann sie hier überall abgeben:

18146 Rostock-Dierkow Dierkower Allee 5 16.07. 18-20 Uhr
40472 Düsseldorf DEG Platz 1
41334 Nettetal Steyler Str. 131 17.07 bis 14 Uhr
44339 Dortmund Evingerstr. 505
46535 Dinslaken Heinrich-Nottebaum-Straße 24
50825 Köln Maarweg 143 9-18 Uhr
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler Adenbachhütte
53501 Grafschaft Dr. Hans und Paul Riegelstr. 1
53520 Nürburg Otto-Flimm-Straße Nürburgring
53757 Sankt Augustin Schulstr. 5 Parkplatz Rewe
54533 Niederscheidweiler Hauptstraße 58 bis 18.07
55116 Mainz Große Langgasse 3
55268 Nieder-Olm Am Engelborn 26-28
55270 Essenheim Käferbeinstraße 3
56070 Koblenz St. Maternus Straße 1
56305 Puderbach Haupstraße 13
56564 Neuwied Eishalle 17.07. 12-15 Uhr
56593 Horhausen Forstr. 15
59067 Hamm Hafenstadt 90 bis 16 Uhr
63486 Bruchköbel Am Sportpl. 17.07. 7-11 Uhr
66606 St. Wendel Eichsfelder Weg
66649 Oberthal Schulstr. 16

Was gebraucht wird:

Folgendes wird benötigt (BITTE gewaschen und in brauchbarem Zustand, verpackt in Kisten und diese bitte beschriften):

Jetzt:
▪️ feuchte Waschlappen/Feuchttücher
▪️ Handschuhe
▪️ Kerzen
▪️ Feuerzeuge
▪️ Power Bank (voll geladen)
▪️ Stirnlampen/Taschenlampen
▪️ Batterien
▪️ Handtücher
▪️ Pappbecher
▪️ etc.

Lebensmittel:
▪️ langzeit haltbar, einfach zuzubereiten
▪️ Snacks
▪️ EPA
▪️ Wasserkanister, Filter
▪️ auch Tierfutter

▪️ Hausapotheke, Verbandsmittel

▪️ Stromaggregat (leihweise), Benzinkanister mit Sprit
▪️ Schmutz Wasserpumpen, Kabel
▪️ ‚Abzieher‘
▪️ Putzmittel, Wischer, Eimer
▪️ Werkzeug, Schaufeln etc.

Später:
▪️ Kleidung & Schuhe (in allen Größen, Damen, Herren, Kinder)
▪️ Hygiene und Drogerieartikel
▪️ Haushaltsgegenstände (Teller, Töpfe, Pfannen, Tassen, Gläser, Becher, etc.)
▪️ Kinderspielzeug und andere Unterhaltungsgegenstände
▪️ Kuscheltiere


Quelle: Schildverlag