Bombennacht: In Dresden gedenkt man den Mittelmeer-Flüchtlingen

Am 13. Februar jährt sich die Bombennacht von Dresden, bei deren Gedenkfeiern traditionell eine Menschenkette formiert wird und regelmäßig auch Linksextremisten mit dem Slogan: „Bomber Harris, do it again“ provozieren.

zerstörte Frauenkirche in Dresden I, RvM [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons
Die Opferzahl des grausamen Feuersturms wird mit 25.000 angegeben. Der Angriff der Briten sollte die Zivilbevölkerung nicht nur vernichten, sondern die ganze Nation demoralisieren. Knapp drei Monate später erfolgte die Kapitulation. Damit war der Schrecken des Krieges jedoch keineswegs zu Ende. Die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten forderte weitere Millionen Opfer und auch die Überlebenden des Holocausts, die nach Palästina strömten, wurden von den Briten in ihrem damaligen Mandatsgebiet nicht gerade durch eine Willkommenskultur beglückt. Sie errichteten eine Seeblockade entgegen ihren Zusagen aus der Balfour-Erklärung und internierten Tausende Juden wegen illegaler Einwanderung.

Dirk Hilbert photo
Photo by climatealliance

Dresdens OB Hilbert äußerte kürzlich, Dresden sei keine „unschuldige Stadt“ gewesen. Relativierung oder Rechtfertigung von Kriegsverbrechen produzieren in Deutschland regelmäßig einen Aufschrei der Empörung, nicht jedoch, wenn die Opfer Deutsche sind.

Nun wird das Gedenken an den Bombenterror erweitert und auch an die Mittelmeer-Flüchtlinge erinnert, um aktuelle Bezüge in die Gedenkkultur aufzunehmen, wie es heißt. Gestern begann vor der Frauenkirche der Aufbau einer Skulptur namens „Monument“, die aus drei alten Linienbussen besteht. Der in Dresden lebende syrische Künstler Manaf Halbouni (32) will damit an das Leid der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten erinnern.

Das Vorhaben stößt auf geteilte Zustimmung und wird auch auf der Straße diskutiert.

Mit einer weiteren Installation vor der Semperoper will man natürlich auch ein Zeichen gegen Pegida setzen und nutzt dazu Steuergelder. Instrumentalisierung von Toten ist gängige Praxis in der Politik, es gibt wohl kaum noch einen Anlass, bei dem nicht auf das Schicksal der Flüchtlinge aufmerksam gemacht wird.  Währenddessen hitzig debattiert, erinnert und ins Gedächtnis gerufen wird, was eh nicht mehr zu ändern ist, bleibt die Politik die Lösung aktueller Probleme schuldig. Im Wahljahr 2017 könnte sich diese Arroganz als unverzeihlicher Fehler erweisen.

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10 Kommentare

  1. Der Feuersturm gegen Dresden war ein Kriegsverbrechen der Anglo-Amerikaner.

    Es kann sich aber niemand, besonders in Kriegen, auf irgendwelche Rechtstitel verlassen, im Zweifelsfalle geht die Vernichtung des Feindes der Rechtsreue immer vor. (Und die Rechtsbrüche -oft legalistisch verpackt- der Nazis seit 1933 sind Legion!).

    Wie zum Fall Wilhelm Gustloff, der durch rechtzeitige Evakuierung Ostpreußens hätte vermieden werden können, ist auch bei Dresden 1945 krasses Versagen der Nazi-Führung zu konstatieren, welche durch falsche Rüstungspolitik das Land hilflos gemacht hatte gegen solche feindlichen Luftangriffe. Es fehlten massenhaft Abfangjäger. Der fette Opium-Junkie Göring, der schon zu Stalingrad krass versagt und sich schuldig gemacht hatte, hatte ja mal dreist getönt. „Wenn je ein gegnerisches Flugzeug deutschen Luftraum betritt, soll man mich Meier heißen!“

    Weiterhin ist festzuhalten, daß in beiden Weltkriegen die deutsche Seite auch -wie im U-Boot-Krieg- hart und massentödlich (44.000 tote Russen in Stalingrad schon vor Beginn der Bodenkämpfe durch Nazi-Luftangriffe, Bombenteppiche!!) agiert hat, besonders in den Phasen der Stärke am Anfang, das Opfergejammere bis heute kam erst, als der Feind verheerend ins Land drang. Insofern ist bei den uneinsichtigen Nationalradikalen eine große Verlogenheit anzutreffen!

    Es kann einem um jedes menschliche Opfer, deutsche wie andere, leid tun, wer da das Mitgefühl ablehnt zu den deutschen Opfern wie Jutta Ditfurth, zeigt nur seine charakterliche Verdorbenheit und Inhumanität, aber politisch waren viele Deutsche schuldig an dem, was sie ereilte!! Und in den 50ern und 60ern traf man noch auf viele Deutsche, besonders Männer, die das Nazi-Unwesen in sich kaum ablegen konnten, viele getarnt nun als „Zwangsdemokraten“!!

    In jedem Falle sollte man zu so einem traurigen Ereignis wie Dresden 1945 seriös und würdevoll gedenken! Was nicht zu akzeptieren ist, sind Instrumentalisierungen je nach politischem Standpunkt. Das trifft sowohl auf die NS-nahen Demo-Leute wie Ittner und Co. zu als auch auf das ehrlos-verlogene Gehabe der Offiziellen seit Jahren.

    Die Nazis und Ähnliche wollen sich mit dem Opfergehabe in eine Unschuld ihres unseligen Verbrecher-Regimes, das 1939 leichtfertig trotz aller abzusehenden Folgen den Krieg begann, lügen, es muß aber festgehalten wrden, daß Dresden nicht 1945, sondern -wie Kohl richtig sagte- 1933 angefangen hat. Die ekelhaften undeutsch-verrohten Nazis waren Täter im Weltringen und teils Mörder, sie haben jedes Recht verwirkt, moralisierend auf andere zu zeigen!!

    Es ist ihre Anmaßung bis heute, das Monopol auf das Nationale zu haben, dazu haben sie das deutsche Volk –für ihre national nicht nötigen Marotten wie Rasse- und Juden-Obsession und blöd-reaktionären Kunstkultur-Geschmack– in nationale Geiselhaft genommen 1933-45!

    Der Schuldkult ist scharf abzulehnen, da er unseriös, einseitig-unwahrhaftig und zersetzend ist, die heutige antinationale Politik der kriminellen BRD-Machtkaste und ihres Anhanges legitimieren soll. Aber die Schuld, die es auf der deutschen Seite in dieser Zeit gab durch das unselige Nazi-Unwesen, ist auch Fakt! Insofern sind die Schuldbabstreiter nicht minder übel wie die Akteure des Schuldkultes!!

    Die Aktivitäten der offiziellen Kreise nun zeigen seit langem eine würdelose servile Unterwerfung zur seit 1945 verordneten Geschichtsinterpretation, wo einseitig nur Hitler und Nazi-Deutschland als Täter dargestellt wird, aber die auch übelsten Machenschaften und Schuld der Feinde kurzgehalten bis ausgelassen werden!!

    Völlig pervers wird es, wenn jetzt auch noch der Gedenk-Tag mißbraucht wird für die aktuelle volksverratende Politik der Machtkaste, indem das Süppchen der Willkommenskultur gekocht wird mit (als gleichwertig aufgeblasenem) eingebautem Gedenken für Flüchtlinge aus Syrien. Da kann man schon verstehen, daß da die Empörung hochkocht!!

  2. Ich finde es spannend mitzuerleben, wie selbst Minipolitiker es ignorieren, daß der Wind sich drehte. Man wird demnächst Politiker für solche Veruntreuungen im Amt nachhaften lassen besonders, wenn sie dazu beitragen den guten Ruf einer Stadt zu beschädigen.
    Es erinnert mich an Nazigrößen, die im offensichtlichen Untergang, völlig losgelöst von Realitäten, noch immer an den Endsieg glaubten.Deutschland ist nun wieder verarmt und zerschlagen und Dresden läßt Geisteskranke Busse stapeln.
    „Stupid is as stupid does.“ – Forrest Gump

  3. Dresdens OB Hilbert ist auch mir ein Rätzel, nur alles was recht ist; er hat sich nicht nur mit seiner eigenen Stimme in das Amt gewählt, sondern immer noch „DIE DRESDNER“!

    • Er ist ein FDP – Schmierfink. Der kann nichts, hat nie was auf die Reihe gebracht und die Dresdner sind genauso blöd wie der Rest der Republik. Eine eklige Made im Speck des Steuermichel.
      Solche Typen gehören weg. Einfach nur weg.
      Steuergeld aus dem Fenster zu werfen und 3 Omnibuswracks aus Alepp vor der Freuenkirche aufstellen zu lassen.
      Dem hat einer mächtig ins Gehirn geschissen. Das stinkt bis an den Westwall.

  4. >>…und regelmäßig auch Linksextremisten mit dem Slogan: „Bomber Harris, do it again“ provozieren.<<

    Kein Volk auf der Welt errichtet ein Denkmal/Schandmahl, um auf seine eigenen Schandtaten aufmerksam zu machen bzw zu gedenken (Amis an Indianer, Türken an Armeniern und ALLE anderen Völker) – nur das (dumme) deutsche Volk!

    Hätte unsere kämpfenden Vorfahren gewusst, das die Nachkommen eine deutschenhassende und denunziantische Dreckbrut sein wird, hätten die ihre Waffen niedergelegt und zu ihrem Feind gesagt: Erschieß mich!

  5. Ich finde es mittlerweile eine Frechheit diese Invasorenströme „Flüchtlinge“ zu nennen! Auch wenn Eure Berichte eine gewisse Distanz zur Obrigkeit haben, fällt dies immer mehr auf, vorallem weil auch der Grund „Flüchtling“ immer weniger passend ist, viel, viel weniger als vor einem oder ein einhalb Jahren!

  6. nur gemeinsam sind wir stark
    7. Februar 2017 um 12:07
    >>Ich finde es mittlerweile eine Frechheit diese Invasorenströme „Flüchtlinge“ zu nennen!<<

    Wie recht sie haben!
    Aber Invasoren sind es auch nicht! Die wären nämlich bewaffnet und würden auch nicht von der deutschen Bevölkerung in allen Bereichen versorgt werden!

  7. PS. Was hier seit Jahren stattfindet, ist eine aggressive Siedlungspolitik, mit dem Ziel, die einheimische Bevölkerung in Minderheitenposition zu bringen.

    • Das juckt keinen Staatsanwalt. Aber wehe da hätte einer eine Recihskriegsflagge oder Hakenkreuzfahne drangehängt. Tausende willfähriger Büttel wären auf dem Plan gewesen
      um die Täter zu erwischen.

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