Rebellion der Stiefkinder

Pegida und der Zorn der EntRECHTeten?

“Wir kommen wieder!” kündigten sie an.  Am nächsten Montag sind es dann 20.000 Menschen, die in Dresden ihren Unmut kundtun, während die Politik mehr oder weniger ratlos der neuen Spezies Wutbürger gegenübersteht.

Dabei ist das alles keine Überraschung im Obrigkeitsstaat Bundesrepublik. Ebenso keine Überraschung, sondern eher eine nüchterne Feststellung ist auch, dass die Politik die Probleme mit dem Aufbegehren der Problemkinder nicht lösen kann, denn es hat sie selbst geschaffen.

Vater Staat und Mutti Merkel…

…lieben nicht alle ihre Kinder in gleichem Maße. Da gibt es andere, denen sie mehr Aufmerksamkeit widmen, so heisst es…

Und wie man weiss, reagieren vernachlässigte Kinder vermeintlich irrational. Sie entwickeln Verhaltensauffälligkeiten, werden aggressiv. Nun haben Mama und Papa sie erst recht nicht mehr lieb, aber sie müssen ihnen ihre Aufmerksamkeit schenken. Das ist besser als gar nichts.

Aber Mama und Papa sind weiterhin hilflos, genauso wie die ganzen Sozialpädagogen.

“Man darf keine anderen Kinder hauen…”

predigen sie gemeinsam. Doch es zeigt keine Wirkung, die Botschaft verhallt ungehört.

Manches verlorene Kind landet im Nimmerland bei Peter Pan, andere, die den Weg dahin nicht finden, landen eher in einer Gang. Denn ins Nimmerland gelangt man nur mit Ritalin. Zum Schlucken ist aber nicht mehr jeder bereit. Und wenn doch, dann sucht man sich selbst seine Droge aus.

Eigentlich wissen die Sozialpädagogen Bescheid über diese Mechanismen, doch ihre zarten Seelchen können mit aufgestauter Wut und Aggression einfach nicht so gut. Denn man darf alles, nur nichts fühlen, was sich nicht sogleich wieder von ihnen verständnisvoll wegtrösten lässt.

Und das macht die Stiefkinder noch wütender. Sie fühlen sich abgelinkt und denken, jetzt erst recht(s).

Mutti und Vati sind nun so richtig überfordert, wie die ganzen Sozialpädagogen und hätten jetzt die Wahl.

Aber leider sind sie gar nicht wirklich Mutti und Vati, so können sie gar nicht zu einem erfahrenen Spezialisten gehen, einer Supernanny, die ihnen klarmacht, dass sie ein Teil des Problems sind. Dass man vernachlässigten Kindern Aufmerksamkeit schenken sollte, solange sie klein sind und was man so alles besser machen könnte, damit sie sich gut entwickeln, zum Beispiel auch Vorbild sein.

Und die Stiefkinder sind auch schon viel zu groß, um sie noch zu den strengsten Eltern der Welt zu schicken. Aber immer noch dürsten und hungern sie nach Anerkennung, auch wenn sie längst erwachsen sind. Und noch immer wirkt in ihnen, was man ihnen eingetrichtert hat:

“Du sollst gehorsam sein! Und du sollst Vater und Mutter ehren!”

Und so richtet sich ihr Zorn gegen andere, die auch nur Stiefkinder sind, von denen sie nun Gehorsam einfordern, so wie sie es selbst gelernt haben. Sie wollen unbedingt beweisen, dass diese anderen Stiefkinder die wirklich ungehorsamen sind, damit ihnen endlich das zukommt, was ihnen zusteht. Vati und Muttis Liebe.

Vati, Mutti und die Sozialpädagogen bleiben aber dabei und predigen weiterhin Gehorsam, dass man schön artig sein muss, und anderen nicht weh tun darf. Solange man nicht lieb ist, muss man auf die Stille Treppe. Und da sitzen sie nun – bis zum nächsten Montag.

 


 

Bildquelle:

polizei photo

 

 

 

 

Photo by powerboox

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3 Kommentare

  1. Ich kann die Leute verstehen … Wer hat Schuld? Die Politiker!!! Keiner von denen sagt, dass sind unsere Werte und wer zu uns kommt, hat sie zu akzeptieren! Wenn ich in die Türkei fahre, muss ich mich auch daran gewöhnen, um 5.°° Uhr vom Muezin geweckt zu werden. Aber nach 14 Tagen bin ich ja wieder zu Hause. Land und Leute und deren Geschicht achte ich aber. Wer sagt denn unseren ausländischen Mitbürgern mal: Wir haben hier schon eine Polizei … Sie müssen die hier nicht noch mal aufbauen! Wenn wir Ihren Glauben akzeptieren sollen, akzeptieren Sie auch unseren! Hier wird niemand zur Heirat gezwungen. Und wem unsere Lebensweise nicht passt, der kann doch wieder gehen! Aus welchen Gründen auch immer habe ich das von unseren Politikern noch nie vernommen. Die stört es ja auch nicht, wenn jemand im Bundestag spricht. Dann setzen sich einige der Abgeordneten in die letzte Reihe und lachen, wieder andere schwatzen … aber zuhören und andere Meinung gelten lassen, das können sie anscheinend nicht! Solch eine Unkultur lebt uns der Bundestag vor!

  2. Diese Leute sind in der Tat politisch gesehen unreif. Aber es bringt einfach nichts, sich auf Minderheiten zu stürzen. Auch wenn das laute Gebrüll zunächst die Aufmerksamkeit sichert und diese Leute genau bis an den Rand der Legalität gehen – sonst würden sie sofort verboten werden.
    Sorgen macht mir, was wohl passieren würde, wenn wir solche Waffengesetze hätten wie in den USA. Und überhaupt, wenn schon aufbegehren, dann gegen die Richtigen und das ist nun mal immer noch die transatlantische Mischpoke, die in unseren Parlamenten sitzt – überall in EUropa. Dagegen sollten sich wahre “europäische” Patrioten richten!

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