Dresden OB Wahl: Nichtwähler verlieren die absolute Mehrheit

9,6 % für Pegida Kandidatin Tatjana Festerling

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Tatjana Festerling by blu-news.org cc lizenz 2.0

Die Stadt Dresden gibt das Ergebnis der OB Wahl bekannt:

Wahlvorschlag Kandidat(in) Stimmen Stimmenanteil in %
 CDU Ulbig, Markus 33.931 15,4
 AfD Vogel, Stefan 10.543 4,8
 Festerling Festerling, Tatjana 21.306 9,6
 Gemeinsam für Dresden Dr. Stange, Eva-Maria 79.579 36,0
 Die PARTEI Stosch, Lars 5.444 2,5
 Unabhängige Bürger für Dresden e. V. Hilbert, Dirk 70.153 31,7
 Gültige 220.956 99,1
 Ungültige 1.985 0,9
Wahlbeteiligung 51,1 %

Wahlberechtigt waren 436 094 der 541.304 Einwohner.


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Bei einer Wahlbeteiligung von 51,1 % haben somit nur 222 941 Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Von Pegida Kandidatin Tatjana Festerling waren  21 306 Menschen überzeugt (3,9 % der Einwohner, ca 4,9 % der Wahlberechtigten)

Verloren haben aber die Kandidaten der Altparteien, vor allem die CDU. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hat, ist ein zweiter Wahlgang nötig.

Die Aufregung über den Erfolg von Tatjana Festerling aber ist hoch. Hier ein paar Beispiele, die teilweise auf grundlegende Defizite in den Grundrechenarten schließen lassen:

 

Es sind doch nur 9,7 Prozent von nicht einmal der Hälfte der Einwohner Dresdens, also weniger als reale 5 Prozent.

Als es darum ging, die Pegida Initiative zu kritisieren, weil es aufgrund des geringen Anteils von Muslimen in Sachsen keinen Grund für deren Islamkritik gäbe, war diese Form der Argumentation passend, andersherum ist eine Minderheit andersdenkender Dresdner Bürger aber für viele ein unerträglicher Skandal und Dresden deshalb zweifellos braun statt bunt.

Dennoch ist der Erfolg für Festerling nicht unbeachtlich:

Zum Vergleich: In Stuttgart trat 2012 der parteilose Kandidat Jens Loewe aus den Reihen der S21 Gegner bei den OB Wahlen an – er holte nur 0,7 % der Stimmen, obwohl die Bürgerinitative in Stuttgart breit aufgestellt ist. Wahlergebnis Stuttgart

Letztendlich hat aber keiner der Kandidaten in Dresden überzeugen können und auch wenn die Wahlbeteiligung dieses Mal höher war als sonst, hat fast jeder zweite Wahlberechtígte in Dresden deutlich gezeigt, was er von der Politik und den Möglichkeiten zur Mitbestimmung hält: Nichts!

Das ist es, worüber man reden müsste!



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