Die Meinungsfreiheit des Zensors

Zensur findet nicht statt!

Heute muss die Obrigkeit des Landes nicht mehr selbst als Zensor auftreten, sie hat zuverlässige Verleger, die diesen Job im Auftrag des Anstandes, einer moralisch empörten Öffentlichkeit, übernehmen – so bekommt das viel gepriesene Subsidiaritätsprinzip ein ganz neues Gesicht.

Die Sprech- Sprach und Gedankenkontrolle funktioniert! Das neue Deutschland spricht Neudeutsch und Akif Pirincci wurde das jetzt zum Verhängnis.

Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.


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Der Fall Akif Pirincci zeigt wo wir inzwischen im öffentlichen Diskurs gelandet sind.

Eine schlechte Rede, ein toxischer Satz, ein falsches Wort und ein banaler Auftritt werden dem Autor zum Fanal. Seine wirtschaftliche Unabhängigkeit steht auf dem Spiel und das nicht, weil er sich mit fremden Federn geschmückte, von einem anderen Autor abschrieb oder ein Leben auf dem Gewissen hat; weil er eine verabscheuungswürdige Straftat beging; weil er jemanden persönlich schadete oder weil er den Lynchmord an einem mutmaßlichen Terroristen öffentlich goutierte, wie die Kanzlerin.

Einer wie Akif Pirincci ist wortgewaltig und seine Waffe ist der Griffel in seiner Hand – Was aber hat Akif Pirincci gesagt, was ist der Stein des Anstoßes, weswegen wird er jetzt geteert und gefedert und an den Pranger gestellt?

Akif Pirinçci hetzt in Dresden: “Die KZ sind ja leider derzeit außer Betrieb.” #Pegida
— Boris Rosenkranz (@der_rosenkranz) 19. Oktober 2015

Feigenblatt seiner Kampagne, die nicht differenziert,es gibt nur eine Interpretation PIrincci fordert KZ,ist das so? pic.twitter.com/iYp8ejSrg4
— Hanns-Lutz Opperman (@LOB_Controls) 20. Oktober 2015

 

Der Zensor sitzt in den Unternehmen der freien Wirtschaft. Facebook sperrt unliebsame Meinungen für 30 Tage. Dem BJM Maas reicht das nicht, er fordert noch mehr Selbstzensur von Facebook und er fordert ein Sündenregister für Hetzer, will sie mit Kinderschändern auf gleiche Stufe stellen.

Mark Zuckerberg hat verstanden und getan, was die Kanzlerin von ihm verlangte, auch im Fall von Akif Pirincci.
Medienmacher sind Richter und Zensor in einer Person, sitzen in den Redaktionen, am Knopf der Druckmaschinen. Da wird eine empörte Öffentlichkeit inszeniert, ein Pranger aufgestellt und in bester Manier der Selbstjustiz verurteilt und abgerichtet.

Da sprechen Medienmacher und Politiker dem in Worte gefasstem Gefühl ab, eine Meinung zu sein. Was wird hier inszeniert und ausbaldowert?

Meinung ist, was Meinungsmacher für Meinung halten. Meinung und Anschauung sind nicht mehr a priori ausgesprochen Meinung und Anschauung, sie können jederzeit, nach Bedarf umgedeutet – reframed werden.

Die artikulierte Wut auf eine politische Entscheidung wird wahlweise per Order di Mufti das Prädikat Meinung abgesprochen und somit auch nicht mehr vom Grundgesetz geschützt.

Eine paraphrasierte Wut, ein in Metaphern gekleidetes Gefühl wird einem substanziellen Vergehen gleich gestellt und die Nicht-Meinung erfüllt einen Straftatbestand. Im neuen Deutschland gibt es die Gedanken- und Sprachkontrolle.

Die Tugendwächter dieser Tage, die Becks und Kahanes, sind unfehlbar, ihre Aufpasser sind wachsam und gut verteilt. Wer einmal in ihr Visier gerät, der entkommt ihnen nicht mehr, wie einst den Hunden des Herrn zu Zeiten Savanarolas.

Die Aussage Tucholskys “Soldaten sind Mörder” wollte Franz-Josef Strauß unter Strafe stellen. Heute würde ihm das gelingen, im Herbst 1995 hat das Bundesverfassungsgericht dies abgelehnt und die Hetze gegen Soldaten, als Meinung klassifiziert, die mit dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung korrespondiert. Tempi passati.

Ist also nach dem Grundrecht auf Privatsphäre, jetzt auch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit perdu? Es scheint so!

Das Vertragsrecht muss her, es dient in der Auseinandersetzung Pirinccis als Feigenblatt – so werden am Ende wohl vertragsrechtliche Probleme vorgeschoben, um den Autor mundtot zu machen und die Restriktionen gegen seine Publikationen zu rechtfertigen.

Wann gab es dies das letzte Mal, dass die Bücher eines erfolgreichen und etablierten Autors aus dem öffentlichen Raum verbannt wurden? Ich kann mich nicht erinnern.

Akif Pirincci wird boykottiert, sein neuestes Buch, wie die älteren Titel sind zur Zeit nicht mehr im freien Handel erhältlich, so zu lesen auf der Homepage der Autors.

Wo bleibt der Aufschrei, wo der Protest des PEN-Zentrum, wo die Solidarität der Autorenkollegen, sie sollten doch wissen, dass er nicht der letzte sein wird, dem man mit der Moralkeule der Öffentlichkeit den Mund verbieten will?

Ich habe kein Verständnis für das Schweigen darüber – Man darf halten, was man will von den Büchern und dem Narrativ Akif Pirinccis – Die Auslieferung seiner Bücher zu verweigern und nicht den Kunden im Buchhandel die Entscheidung zu überlassen ist Zensur, eine unerträgliche Bevormundung und ein Novum in der bundesrepublikanischen Bücherwelt.

Müssen wir den Druck und Vertrieb von Büchern wieder in die eigenen Hände nehmen, mit Subskriptionslisten und in der neutralen Schweiz drucken?

Journalisten, u.a. wie Boris Rosenkranz spielen ein Spiel, wenn sie bewusst ein Zitat aus dem Zusammenhang reißen und angesehen Zeitungen, diese Verzerrung der Wahrheit übernehmen – um dann tags drauf darüber zu jammern, dass die Berichterstattung über z.B. die Gewalt in Israel von ARD und ZDF verzerrt werden.

ARD und ZDF manipulieren die öffentliche Meinung, folgen einer regierungskonformen Agenda, reden schön und reden nieder, was nicht in die politische Agenda der Allparteienkoalition passt.

Da wird der desaströse Ausgang einer Bürgermeisterwahl in Köln, mit einer Wahlbeteiligung von 40% zur Proklamation des Wählers gegen Fremdenfeindlichkeit erklärt. In Wirklichkeit erhielt die niedergestochene Kandidatin 25% der wahlberechtigten Stimmen.

Die Meinungs- und Medienmacher bestätigen selbst den bösen Vorwurf, Teil einer “Lügenpresse” zu sein.

Die Methode der Medienmachern wird zur Gefahr für unsere Demokratie, weil sie dem Konsenz verpflichtet, einer Agenda verschrieben sind.
Akif Pirinccis Bücher wurden für toxisch erklärt, aber man weiß, dass man ihn nicht mit den herkömmlichen Methoden der Zensur dem Mund verbieten kann, also macht man es über den Vertrieb seiner Bücher, über die Verleger. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Wer schützt uns vor der Macht von Verlegern? Wo bleibt der Aufschrei? Die Meinungsfreiheit wird zur Farce, wenn Verleger mit politischer Agenda entscheiden, was wir lesen dürfen.
Das Narrenschiff zieht weiter und die Narren tanzen dazu.

Es findet keine Zensur statt. Es findet keine Zensur statt. Es findet keine Zensur statt. Es findet keine Zensur statt. Es findet keine Zensur statt……

 

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Lob's Metier
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2 Kommentare

  1. … denn erfordert keine KZ, sondern gibt zu versthen, dass die selbsternannte BRD-Elite nach seinem Verständnis gerne die KZ für die Bevölkerung nutzen würde, aber diese seien ja leider außer Betrieb.

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