Wiesbaden: Böller und Raketen in Menschenansammlungen gezündet, Tritte gegen den Kopf u.a.

    Neue Silvesterbräuche in der hessischen Landeshauptstadt

    1. Böller und Raketen in Menschenansammlungen gezündet – Tatverdächtige festgenommen, Wiesbaden, Wilhelmstraße, Webergasse, Burgstraße, Neujahresnacht

    In der Neujahresnacht hat die Polizei gleich mehrere Tatverdächtige festnehmen können, die im Verdacht stehen, in der Neujahresnacht Pyrotechnik auf größere Personengruppen geschossen bzw. geworfen zu haben. Trauriger Höhepunkt war ein 20 Jahre alter Heranwachsender, der gegen 00:30 Uhr im Bereich der Wilhelmstraße eine Rakete in Richtung eines Polizeibeamten schoss. Verletzt wurde nach bisherigem Erkenntnisstand niemand. Bereits um 23:20 Uhr zündete ein 16-jähriger Wiesbadener einen Silvesterböller und warf diesen in eine Menschenmenge in der Burgstraße. Er konnte identifiziert werden und wird sich nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen. Auch ein 22-jähriger Mann aus Wiesbaden wurde beobachtet, als er nach Mitternacht eine Silvesterrakete in eine Personengruppe schoss. Gegen ihn sowie einen weiteren 18 Jahre Wiesbadener, der gegen 00:15 Uhr ebenfalls pyrotechnische Gegenstände in eine größere Menschenansammlung in der Webergasse warf, wird nun gleichsam wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Wenn es um die missbräuchliche Anwendung von Pyrotechnik geht, versteht die Polizei keinen Spaß. Silvesterfeuerwerk ist überaus gefährlich und kann zu Verletzungen wie z.B. Gehörschäden, Knalltraumata oder Verbrennungen führen.

    1. Schreckschusswaffe bei Auseinandersetzung gezogen, Wiebaden, Kochbrunnenplatz, Mittwoch, 01.01.2020, 03:39 Uhr

    Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen hat ein 35-jähriger Mann aus dem Main-Spessart-Kreis in der zurückliegenden Nacht eine Schreckschusswaffe gezogen. Den übereinstimmenden Angaben der Beteiligten zufolge gerieten der 35-Jährige sowie sein 32-jähriger Begleiter um 03:39 Uhr vor einem Lokal auf dem Kochbrunnenplatz in einen Disput mit einem 26-jährigen Mann aus Liederbach. Nach ersten Tätlichkeiten habe dann der 35-Jährige eine Schreckschusswaffe gezogen, welche ihm sogleich durch umstehende Zeugen aus der Hand gerissen wurde. Sämtliche Beteiligte standen unter Alkoholeinfluss, wobei die zwei 32- und 35-jährigen Männer zwecks Blutentnahmen zum 1. Polizeirevier verbracht wurden. Außerdem musste der 35-Jährige von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt werden. Die Polizei ermittelt nun wegen wechselseitiger Körperverletzung, Bedrohung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

    1. Gesichtsverletzungen nach Handgreiflichkeiten, Wiesbaden, Erbenheim, Berliner Straße, Wiesbaden, Blücherstraße, Mittwoch, 01.01.2020, gegen 00:30 Uhr

    Zwei 19 und 35 Jahre alte Personen mussten in der Silvesternacht mit Gesichtsverletzungen medizinisch behandelt werden. Zunächst war ein 19 Jahre alter Wiesbadener in der Berliner Straße in Erbenheim um 00:30 Uhr von zwei bislang unbekannten Tätern angegriffen und dabei mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen worden. Vorausgegangen war ein verbales Geplänkel. Er beschrieb das Duo als männlich und mit dunklen Winterjacken bekleidet. Ein Täter soll etwa 1,90 Meter groß, schlank und hellhäutig und zudem mit einer Strickmütze bekleidet gewesen sein. Der Zweite war kleiner und soll schwarze kurze Haare gehabt haben. In diesem Fall ermittelt das 4. Polizeirevier und nimmt Täterhinweise unter der Telefonnummer 0611 / 345 2440 entgegen.

    Eine weitere handgreifliche Auseinandersetzung ereignete sich um 00:40 Uhr in der Blücherstraße. Offenbar waren unbekannte Streitigkeiten dafür ursächlich, dass ein 35-jähriger Mann aus dem Ortenaukreis einen 15-jährigen Wiesbadener körperlich angriff, woraufhin der Jüngere dem 35-Jährigen erhebliche Gesichtsverletzungen mit einem Schlagwerkzeug zufügte. Während der 15-Jährige für weitere polizeiliche Maßnahmen zum 3. Polizeirevier gebracht wurde, musste der 35-Jährige in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen wegen wechselseitiger Körperverletzung bzw. gefährlicher Körperverletzungen führt das 3. Polizeirevier.

    1. Schläge und Tritte, Wiesbaden, Wagemannstraße, Mittwoch, 01.01.2020, 05:55 Uhr

    Bei einem eskalierten Streit sind heute Morgen vier Personen verletzt worden, wobei ein Mann in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Ersten Erkenntnissen folgend geriet ein 21-jähriger Mann um 05:55 Uhr aus bislang nicht bekannten Gründen in der Wagemannstraße mit einem 26 und 24 Jahre alten Duo in Streit. Kurz darauf sollen die Älteren auf den Jüngeren eingeschlagen haben, woraufhin sich der 25-jährige Begleiter des 21-Jährigen einmischte. Anschließend gab es einen wechselseitigen Schlagabtausch mit Schlägen und Tritten, der in entsprechenden Verletzungen resultierte. Alle Beteiligten müssen sich nun auf Ermittlungsverfahren einstellen.

    1. 17-Jähriger angegriffen, Wiesbaden, Bahnhofsplatz Montag, 30.12.2019, 17.50 Uhr

    Am Montagmittag wurde am Bahnhofsplatz ein 17-Jähriger von einem Unbekannten angegriffen. Der junge Mann soll gegen 17.50 Uhr von zwei Personen mit Böllern beworfen worden sein. Als er das Duo zu Rede stellen wollte, habe einer der beiden ihn angegriffen und geschlagen. Der Angreifer soll etwa 13 Jahre alt sowie 1,65 m groß gewesen sein und eine weiße Jacke getragen haben. Mögliche Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Polizei in Wiesbaden unter der Telefonnummer (0611) 345 – 0 zu melden.

    1. Anwohner vertreiben Einbrecher, Wiesbaden Alexandrastraße und Grillparzerstraße, Mittwoch, 01.01.2020, 00.40 bis 02.00 Uhr

    Gleich in zwei Fällen haben Anwohner in der Silvesternacht in Wiesbaden einen Einbrecher vertrieben. In der Grillparzerstraße hatte der Unbekannte um 00.40 Uhr zunächst versucht, sich über die Balkontür im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses Zutritt zu einer dortigen Wohnung zu verschaffen. Da ihm dies nicht gelang, öffnete er gewaltsam die Haustür des Wohnhauses und brach im Anschluss die Wohnungstür der Erdgeschosswohnung auf. Nachdem der Einbrecher die Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht hatte und die Wohnung ohne Beute verlassen wollte, wurde ein Bewohner auf den Mann aufmerksam, woraufhin der Täter aus dem Gebäude flüchtete. Der Flüchtige soll etwa 1,70 m groß gewesen sein, eine normale Figur gehabt und eine schwarze Jacke mit Kapuze getragen haben.

    Ein weiterer Einbruch wurde der Polizei dann gegen 02.00 Uhr in der Alexandrastraße gemeldet. Hier erklomm der Einbrecher den Balkon im 1. Stock eines Mehrfamilienhauses und öffneten gewaltsam die Balkontür. Nachdem er diese Wohnung erfolglos nach Wertgegenständen durchsucht hatte, gelangte der Einbrecher durch die Wohnungstür ins Treppenhaus des Gebäudes und hebelte dort eine weitere Wohnungstür auf. Als dann ein Anwohner den Einbrecher bemerkte, trat dieser dem Bewohner gegen die Brust und flüchtete unerkannt. In beiden Fällen werden mögliche Zeugen oder Hinweisgeber gebeten, sich bei der Polizei in Wiesbaden unter der Telefonnummer (0611)345 – 0 zu melden.

    1. Mehrere Brände in der Silvesternacht, Wiesbaden, Dienstag, 31.12.2019, 21.30 Uhr bis Mittwoch, 01.01.2020, 00.51 Uhr

    In der Silvesternacht ist es im Stadtgebiet von Wiesbaden gleich zu mehreren Bränden gekommen. In der Krautgartenstraße in Erbenheim meldeten Zeugen, gegen 21.30 Uhr, den Brand einer Großraummülltonne. Zu einem weiteren Feuer kam es, gegen 23.30 Uhr, auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in der Straße “Am Blauen Garten” in Mainz-Kostheim, welcher von der Feuerwehr aus Kostheim und der Wiesbadener Berufsfeuerwehr gelöscht werden konnte. Weitere Mülltonnenbränden wurden den Rettungskräften dann, gegen 00.30 Uhr, am Marktplatz im Bereich des Dernischen Geländes und, gegen 00.50 Uhr, in der Carlo-Schmid-Straße in Biebrich gemeldet. In allen Fällen könnten Feuerwerkskörper ursächlich für das Feuer gewesen sein.

    Rheingau-Taunus-Kreis

    1. Feuerwerkskörper beschädigt Motorhaube, Rüdesheim, Markt, Dienstag, 31.12.2019, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr

    Am frühen Silvesterabend wurde in der Straße “Markt” in Rüdesheim ein geparkter VW beschädigt. Ersten Ermittlungen zu Folge haben Unbekannte zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr einen Feuerwerkskörper im Bereich der Motorhaube des grauen Pkw entzündet und dabei einen Sachschaden in Höhe von mindestens 1.500 Euro verursacht. Mögliche Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Polizei in Rüdesheim unter der Telefonnummer (06722) 9112 – 0 zu melden.

    1. Alkoholisiert von Fahrbahn abgekommen, Waldems-Steinfischbach, Escher Straße, Mittwoch, 01.01.2020, 06.50 Uhr

    Am Neujahrsmorgen ist in der Escher Straße in Steinfischbach eine 50 Jahre alte Frau mit ihrem Renault von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Steinmauer geprallt. Die 50-Jährige war mit dem Clio gegen 06.50 Uhr in Richtung Waldems-Esch unterwegs, als sie im Bereich einer Linkskurve geradeaus weiter über ein Blumenbett sowie einen Gehweg fuhr und die Steinmauer durchbrach. Das Fahrzeug kam schließlich auf dem dazugehörigen Grundstück zum Stillstand. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass die Frau erheblich alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest bei der 50-Jährigen ergab einen Wert von mindestens 2,3 Promille, weshalb die Fahrerin die Beamten für eine Blutentnahme zur Polizeistation nach Idstein begleiten musste. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf mindestens 14.000 Euro geschätzt.

    1. Leichtkraftrad gerät während der Fahrt in Brand, Kreisstraße 694, Höhe Breithardt, Mittwoch, 01.01.2020, 05.30 Uhr

    Am Silvestermorgen ist ein Leichtkraftrad auf der Kreisstraße 694 in der Höhe von Breithardt aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten. Der 27 Jahre alte Fahrer war gegen 05.30 Uhr mit dem Zweirad unterwegs, als er das Feuer bemerkte und daraufhin mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abkam. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der 27-Jährige erheblich unter dem Einfluss von Alkohol stand und zudem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Ein Atemalkoholtest bei dem Fahrer ergab einen Wert von mindestens 1,7 Promille, was für den Rollerfahrer eine Blutentnahme zur Folge hatte.

    1. Hoher Sachschaden bei Verkehrsunfallflucht, Bundesstraße 42, Höhe Oestrich, Mittwoch, 01.01.2020, 03.45 Uhr

    In der Silvesternacht kam es auf der Bundesstraße 42 in Höhe von Oestrich zu einer Unfallflucht mit einem Sachschaden in Höhe von mindestens 40.000 Euro. Ersten Ermittlungen zu Folge war ein BMW gegen 03.45 Uhr auf der Bundesstraße in Fahrtrichtung Wiesbaden unterwegs, als der Pkw auf gerader Strecke nach rechts von der Fahrbahn abkam, über einen Grünstreifen fuhr und dabei ein Verkehrsschild, einen Leitpfosten sowie einen Baum streiften. Im Anschluss gelangte das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn und setzte augenscheinlich seine Fahrt in Richtung Wiesbaden fort. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung nach dem Fahrzeug konnte der mutmaßliche Pkw samt Fahrerin in Wiesbaden angehalten und kontrolliert werden. Das Fahrzeug, ein BMW X 5, war stark beschädigt. Bei der Kontrolle der 24 Jahre alten Fahrerin stellte sich heraus, dass diese erheblich alkoholisiert war, weshalb sie sich einer Blutentnahme unterziehen musste.

    Werbeanzeigen
    Loading...