Wenn Papa, Mama oder der Nachwuchs vorübergehend in ein Hotel einquartiert werden, dies gar auf Staatskosten, so könnte dies auf einen aktuellen Vorschlag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund zurückgehen.

modern sports bag on bed in hotel room
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Grund sei, dass in der eigenen Wohnung eine formelle Quarantäne kaum einzuhalten sei. Bemängelt wird vor allen, dass viele Paare vielfach nur „ein Bett“ hätten. Diese erstaunliche Erkenntnis ist nun völlig neu, auch die Tatsache, dass die Bewohner nur ein Bad gemeinsam nutzen könnten, trüge zur weiteren Ansteckung bei.

Es bliebe deshalb nichts anderes übrig, als die per zweifelhaftem PCR-Test positiv getestete Person „abzusondern“ wie einen Hund, der zur Strafe abends nicht mehr ins Haus darf und an der Leine vor der Terrassentür angebunden wird. Die von Familienmitgliedern gemeinsam genutzten Wohnungen seien viel zu beengt, als dass eine Quarantäne eingehalten werden könne. Noch fehlen die in Ganzkörperschutzanzüge gewandeten, aber bereits angekündigten Corona-Sheriffs, welche die vorschriftsgemäße Zimmernutzung in Privatwohnungen diskret und nicht mehr notwendigem Hausdurchsuchungsbefehl überwachen. Zu befürchten allerdings ist künftig, ob nur die nicht nachweisbaren Viren, sondern auch bereits Flausen im Kopf, sprich von amtlichen Ansichten abweichende Gedanken, diesen Überwachungs- und Bewachungsaufwand einleiten.

Zehn Tage solle die Absonderung in einem Hotelzimmer dauern, wünschenswert wäre eine wohnortnahe Unterbringung, welche dennoch ein Besuchsverbot zur Folge haben wird. Bleibt zu hoffen, dass die so zusammengewürfelten Hotelgäste, deren Sozialleben tags wie nachts allesamt so gestalten, dass sich aus den sich ergebenden „Kurschatten“ nicht nur eine Vermehrung von Viren ergibt.

Dieser „humane“ Strafvollzug, gedanklich weit entfernt von einer Verbannung nach Sibirien oder in einen einem nach drei Geschlechtern getrennten Maßregelvollzug, wird, so ist zu hoffen, mittels Vollpension, WLAN und Minibar versüßt werden.

Eine auf Umsatz sinnende Stellungnahme des Hotelverbandes liegt noch nicht vor.

2 KOMMENTARE

  1. Stimmt, das habe ich noch gar nicht bedacht, dass Mama im Quarantäne-Hotel fremd gehen könnte, vielleicht sogar polyamorös ! !
    Was da alles passieren kann, ich muss aufpassen, dass die Fantasie nicht mit mir durchgeht …
    Jetzt aber schnell zurück zur Epidemiologie : so kann eine biedere Hausfrau und Mutter dann tatsächlich sogar zum Superspreader werden !

  2. Ja wer hätte da schon von alleine drauf kommen können, dass zum Fremdgehen immer 2 gehören.

    So richtig frauenverachtend ist es, wenn „das Schwein“ sich nicht von der Ehefrau trennen will, obwohl er’s hoch und heilig versprochen hat.

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