Weniger CO2-Ausstoß: Grüne verlangen Nerdprämie für Couch-Potatoes

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Durchschnittlich atmet ein Mensch ca. 4 Prozent CO2 aus, während die eingeatmete Luft nur ca 0,4 Prozent CO2 enthält. Pro Atemzug reichert er also seine Umgebung mit 3,8 Prozent CO2 an und entzieht ihr somit Sauerstoff. Bei normaler Belastung beträgt die Frequenz 15 Atemzüge pro Minute. Bei sportlicher Betätigung kann sie sich auf ein Vielfaches erhöhen. Ob beim ach so klimaneutralen Fahrradfahren, Joggen oder gar bei der schönsten Nebensache der Welt – alles, was den Körper besonders fordert, erhöht den CO2 Ausstoß.

Während in Ruhe ungefähr 4 Liter Luft pro Minute die Lunge passieren, steigert sich dies bei körperlicher Belastung auf über 50 Liter pro Minute. Über das Jahr verteilt, bedeuten diese beiden Extreme 2.100 Kubikmeter Luft oder 168 Kilogramm CO2 in Ruhephasen gegenüber 25.500 Kubikmeter Luft oder 2.040 Kilogramm CO2 bei Dauerbelastung. (Quelle: CO2online)

Laut einer Studie des Klimawandelfolgenforschungsinstituts, die von der Fraktion Bündnis 90 / die Grünen in Auftrag gegeben wurde, werden jährlich 800 Millionen Tonnen CO2 alleine in Deutschland durch die Atemluft ausgestoßen. Dies ließe sich durch einen Verzicht auf jede körperliche Anstrengung auf weniger als die Hälfte reduzieren. Besonders klimafreundlich seien Couch-Potatoes, die sich möglichst wenig bewegen, sowie Beamte und Verwaltungsangestellte. Daher fordert die Fraktion die Einführung einer Nerdprämie, die auf die CO2 Steuer angerechnet wird und Anreize zur Inaktivität weckt. Damit wolle man auch den Fitnesswahn bekämpfen, der für eine besonders hohe CO2 Konzentration in der Umgebung von Fitnessstudios und Jogging-Parcours für Atemprobleme bei Kleinkindern und Senioren verantwortlich sei. Denkbar sei auch ein CO2 Soli auf sportliche Aktivitäten, so die Empfehlung der Studie.

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