Die Schlinge zieht sich allmählich zu. Deutsche Banken drängen auf den digitalen Euro. Was immer noch als Verschwörungstheorie belächelt wird, hat es längst auf die Tagesordnung in den Bundestag geschafft.

Um eine Welt ohne Bargeld und die Veränderungen der klassischen Banken- und Bezahlsysteme ging es am Donnerstag beim Öffentlichen Fachgespräch, zu dem der Ausschuss für Bildung und Forschung unter Leitung von Ernst Dieter Rossmann (SPD) und insbesondere das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) eingeladen hatte, berichtet der Kurznachrichtendienst des Bundestags (hib). Das Beratungsunternehmen VDI/VDE-IT als Konsortialpartner des TAB führt zurzeit eine Kurzstudie zu den aktuellen Trends und Entwicklungen beim Zahlungsverkehr durch.

Weiter heißt es, die waren sich die Fachleute überwiegend einig, dass Kryptowährungen in Deutschland derzeit keine große Rolle spielen. Durch Corona gebe es aber einen deutlichen Schub beim bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Deutschland müsse bei der Digitalisierung mehr Geschwindigkeit aufnehmen, sagt Claus-Peter Praeg vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und kritisierte, dass es den deutschen Banken und Anbietern bislang nicht gelungen sei, ein wirkliches überzeugendes Zahlverfahren wie beispielsweise Pay Pal oder wie in China eine App mit Bezahlverfahren einzuführen.

Der Kurssturz der Wirecard-Aktie war freilich kein Thema bei den „Experten“. Das Unternehmen bietet Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr, das Risikomanagement sowie die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten an und hat in seiner Bilanz rund 2 Milliarden Euro „verloren“.

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