Das Burkaverbot kann nur ein kleiner Anfang sein …

Zahlreiche SPD Politiker und natürlich viele Grüne sträuben sich gegen das längst fällige Burkaverbot wie der Teufel gegen Weihwasser. Aber damit wäre nur ein erster Schritt getan, der noch lange nicht ausreicht.

Foto: elmirex2009 / 123RF Lizenzfreie Bilder
Foto: elmirex2009 / 123RF Lizenzfreie Bilder

Wer aufgrund seines fortgeschrittenen Alters die islamische „Kulturrevolution“ noch live am Fernseher und in den Medien mitverfolgen konnte, dürfte sich erinnern, dass die Frauen im Iran – oder später in Afghanistan – vor der Machtergreifung des Islams überwiegend westlich gekleidet waren und die islamische Verhüllung mit Gewalt durchgesetzt wurde.

Allen Ernstes wird in den westlichen Ländern ausgerechnet mit dem Geist der Freiheit oder den Werten des Grundgesetzes gegen das Verbot der Burka argumentiert, als wäre dieses Stoffgefängnis ein freiwilliges religiöses Bekenntnis. Sie ist aber ein politisches Statement, ein Macht- und Besitzanspruch der Männer an die Frauen, wie auch des Islams gegenüber der freien Gesellschaft, was keinerlei Akzeptanz oder Duldung verdient, außer im Privatraum.

Sollte eine Burkaträgerin tatsächlich aus „freien Stücken“ diesen Ansprüchen genügen wollen, dann ist die Burka nichts weiter als ein Fetisch und gehört weder auf die Straße noch an den Arbeitsplatz. Selbiges gilt für die „Schwimmburka“ – den Burkini. Kein Mensch würde sich aufregen, wenn ein SM Pärchen aus einem Restaurant verwiesen würde, weil der Dominus seine Sklavin an der Hundeleine mit sich herumführt. Jeder Richter würde hier bei einer Klage wegen angeblicher Diskriminierung von Sadomasochisten auf die guten Sitten verweisen und die Klage ablehnen.

Warum diese Sonderbehandlung, wenn es um eine „Religion“ geht, deren Schriften die Burka nicht zwingend vorschreiben? In unserer säkularisierten Welt voller Subkulturen müssen alle Lifestyles mit demselben Maß gemessen werden. Wie auch immer diese unterschiedlichen Lifestyles aussehen mögen – die Komplettverhüllung ist ein grundsätzliches Tabu und muss es auch bleiben.

Doch mit dem Burkaverbot ist nur ein erster Schritt getan. Die Frauen auf dem obigen Bild tragen keine Burka, sind aber fast ebenso strengen islamischen Kleiderregeln unterworfen, die alle denselben Machtanspruch verkörpern, wie es auch das einfache islamische Kopftuch macht – die Durchsetzung der Scharia, die Beanspruchung des öffentlichen Raums durch den Islam, die Islamisierung der säkularen Welt.

Sie alle sind deutlich als Moslems zu erkennen und grenzen sich damit vom Rest der Gesellschaft ab – vielen anderen Menschen, ob Rockern, Bankern, Punks oder Einzelhandelskauffrauen sieht man ihre Religionszugehörigkeit nicht auf den ersten Blick an – und das ist auch gut so.

Wer nun das Kopftuch oder die islamischen Männerpyjamas mit der Kleidung von Nonnen und Priestern vergleicht, macht es sich zu einfach – denn die Kirchen schreiben ihren Normal-Schäfchen schon lange nicht mehr vor, wie sich zu kleiden haben. Das hat man den gestrengen christlichen Sittenwächtern über Jahrhunderte abgewöhnt und wir sollten uns niemals wieder dahin zurück entwickeln – genau das aber verlangen die islamischen Fundamentalisten und sie werden nicht damit aufhören, wenn man ihnen nicht die Grenzen aufzeigt.

Es gibt derzeit über 50 Länder, in denen Burkaversteher sich von der dortigen Toleranz für andere Lebensentwürfe und deren Ausdrucksformen überzeugen könnten, wenn sie es denn wollten. Der ein oder andere Selbstversuch könnte jedoch tödlich enden.

Von der Aufhebung des Kopftuchverbots in der Türkei durch Erdogan bis zum heutigen fast vollständigen Umbau der laizistischen Republik zu einem Islamischen Staat hat es nur wenige Jahre gebraucht. Wir täten gut daran, daraus zu lernen und diese islamischen Insignien gänzlich aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Es braucht dazu mehr als Verbote und Gebote mit Bezug auf den Islam, sondern eine grundsätzliche Abkehr von der Political Correctness, die alle gesellschaftlichen Bereiche mit einschließt. Antidiskriminierungsgesetze lassen sich immer instrumentalisieren, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Eine Verschärfung bedeutet für alle Teile der Gesellschaft ein Zusammenleben auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners, womit ein hoher Verlust der bisher möglichen Freizügigkeit einhergeht. Diese Freiheit ist das Gegenteil von dem, was der fundamentalistische Islam bedeutet. Wer heute die Burka verteidigt, trägt mit Verantwortung dafür, wenn im Gegenzug nicht verhüllte Frauen und Mädchen als Schlampen und Huren beschimpft und von gewissen Gruppen als Freiwild angesehen werden.

Gefordert ist jeder Einzelne in der direkten Begegnung, sich der Auseinandersetzung zu stellen. Solange sie aber durch die Politik verhindert und mittlerweile fast jede Kritik als Volksverhetzung verfolgt werden kann, wird der Konflikt nur weiter angeheizt.

Dabei ist die Lösung so einfach. Wer nach islamischen Sitten leben möchte und dies nicht auf den privaten Raum beschränken kann, hat genügend islamische Länder zur Auswahl, wo er alles geboten bekommt, von der öffentlichen Steinigung bis zur legalen Ehe mit einer oder gleich mehreren Kinderbräuten – nur eines nicht: Sozialleistungen. Wenn es keinen Anpassungsdruck gibt, kann man keine Integration erwarten.

Die Bereitschaft dazu muss aber als Gastgeschenk aus dem Morgenland eine Bringschuld der Einwanderer sein, es wäre nach ihrem Verständnis übrigens auch sehr unhöflich, nicht vehement danach zu verlangen.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 280 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.