Von wegen Ende der Ära Erdogan – die säkulare Gesellschaft ist am Ende

Die türkische Opposition und westliche Medien faseln bereits vom Ende der Ära Erdogan, prügeln bigott auf die Evet-Türken ein und die grüne Schrulle Claudia Roth beschuldigt wieder einmal die Deutschen, nicht genug für die Integration der Inkompatiblen getan zu haben.

Türkisches Flaggenmeer in Köln – Foto: O24

So schnell ist die Ära aber nicht vorbei, für den Sultan vom Bosporus fängt der Spaß erst richtig an. Ähnlich naiv schätzten auch Hitlers Gegner, wie Papenburg, die Lage 1933 ein. Juden, die die Zeichen der Zeit nicht richtig erkannten, wurden böse bestraft, das Ende ließ zwölf Jahre auf sich warten. Wer heute denkt, dass Geschichte sich zwangsläufig immer gleich wiederholen muss, leistet in Wirklichkeit nur einen intellektuellen Offenbarungseid.

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Nach der erfolgreichen Wiedereinführung der Todesstrafe wird Erdogan seine Fühler weiter ausstrecken. Um das Osmanentum wieder groß zu machen, muss die Türkei sprichwörtlich größer werden. Bis die Geschichte ihr unvermeidliches Ende findet, kann aber noch einige Zeit vergehen und jede Menge Blut vergossen werden, außer “man” findet plötzlich Giftgas bei der türkischen Armee …

Unser Problem aber ist nicht die Türkei, sondern der desolate Zustand unserer Gesellschaft, die mit den eingewanderten fanatischen Türken und anderen Moslems keinen Umgang findet und den Islam als “Religion” verharmlost. Warum sollen sie sich anpassen, wenn es niemand wirklich verlangt? Würde man die Menschen in ihrem “So-Sein”, wie Gutmenschen es ausdrücken, ernst nehmen, müsste man sie vor die Wahl stellen. Entweder sie nehmen Abstand von dieser Lehre oder man jagt sie zum Scheitan. Stattdessen lässt man sie Eroberer-Moscheen, benannt nach den übelsten Christenschlächtern bauen und wundert sich, dass sie einfach nicht säkularisiert werden wollen.

Solche Aufrufe der Aufgeklärten machen gerade die Runde im Netz. Sie werden ihre Wirkung verfehlen. Warum soll ein säkulares Gebet an die Menschen mehr nutzen als ein Vaterunser? Sie glauben doch gar nicht daran.

“Das Problem ist die Gottlosigkeit und der Abfall vom Glauben in den Amtskirchen”, schrieb mir vor kurzem ein Pfarrer. Ob es jemals in den Amtskirchen so etwas wie Gottgefälligkeit gegeben hat, wage ich als Nicht-Christ zu bezweifeln, wenn es darum geht, wie wir mit unserem gesamten kulturellen Erbe umgehen, stimme ich dem netten Herrn freilich zu. Der allgemeine Werteverfall ist in der westlichen Welt nicht zu übersehen.

Was im Gegensatz zur Ära Erdogan auf jeden Fall zu Ende geht, ist hierzulande unser pseudo-säkulärer Sozialstaat, der nicht mehr allen das Paradies im Diesseits bescheren kann. Wenn der Tisch nicht mehr ausreichend gedeckt wird, schwindet auch der Glauben an den Ersatz-Vater Staat und das ist gut so. Die wundersame Brotvermehrung hat wenig mit Draghis Gelddruckorgien gemeinsam.

Die laizistische Atatürk-Republik ist Geschichte, weil sich in kaum einem Land die Trennung von Staat und Religion lange durchsetzen lässt, wenn es mehrheitlich von Moslems bewohnt wird. Afghanistan und Iran sind nur zwei Beispiele, denen bald auch Ägypten wieder folgen wird. Frankreich ist in Europa wohl der aussichtsreichste Kandidat für einen Umsturz, wie ihn Michel Houellebeqc in “Soumission” beschrieben hat. Die Restauration des Irrationalen in Gestalt des Islams ist destruktiv, pathologisch. Atatürk hat ihn seinerzeit als Irrlehre eines unmoralischen Beduinen beschrieben, die auf den Müllhaufen der Geschichte gehöre. Eine allumfassende Alternative, außer sich selbst als diesseitige Vaterfigur anzubieten, hatte der Kriegsherr nicht. Der Islam ist zurück am Bosporus und wird sämtlichen Wohlstand vernichten. Erste Erfolge zeichnen sich mit dem drohenden Niedergang der Tourismusindustrie bereits ab. Mit dem Ende des Erdölzeitalters, verliert der Islam seine wichtigste Einnahmequelle, die ihn seit Jahrzehnten künstlich am Leben erhält. Europa könnte das Ende beschleunigen, wenn es sich auf seine Wurzeln besinnt und auf diesem Sektor für eine weitere (R)evolution sorgt. Die dafür zu bemühende wissenschaftliche Erkenntnis liegt jenseits des Alltäglichen im Quanten- und Hyperraum, den es zu erobern gilt. Solange das nicht geschieht, stehen die Zeichen leider (noch) auf Sturm.

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Wolfgang van de Rydt
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