Pim Fortyn – Mörder muss nicht zurück ins Gefängnis

von Roy Beusker (roybeusker.nl/) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
t – Pim Fortyun von Roy Beusker (roybeusker.nl/) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
Am Montag, dem 6. Mai 2002, kurz vor den Parlamentswahlen, ermordete Volkert van der G. den umstrittenen Politiker Pim Fortuyn auf dem Weg zu seinem Auto.

Dieser politische Mord löste schwere Unruhen in den Niederlanden aus und seitdem klafft ein stetig größer werdender Riß in der Zivilgesellschaft, der sich durch die Asylkrise nun weiter verschärft. Fortyun war Republikaner und als bekennender Homosexueller ein entschiedener Gegner des Islams, den er als eine außerordentliche Bedrohung ansah, als eine “feindliche Gesellschaft.”

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Mit weiteren Zitaten zog er gleichermaßen Kritiker wie Bewunderer an:

„ich finde, es ist eine zurückgebliebene Kultur … Überall wo der Islam das Sagen hat, ist es einfach nur schrecklich. Die ganzen Zweideutigkeiten. Es ist fast ein wenig mit den Reformierten vergleichbar. Reformierte lügen dauernd.“

Zwei Jahre nach seinem Tod wurde der Filmemacher Theo van Gogh von einem radikalen Islamisten auf offener Straße ermordet.

Heute stehen die Niederlande noch vor viel größeren Problemen als vor 14 Jahren – die Massenzuwanderung überfordert die Niederländer, das Maß ist für viele endgültig voll, dennoch sitzt die alte politische Klasse nach wie vor fest im Regierungssattel. Geert Wilders von der PVV besetzt zwar viele Positionen von Fortyun, konnte aber nie soviel Zuspruch erreichen, wie der schillernde Charismatiker.

Da kommt der Wirbel um den Mörder des einstigen Hoffnungsträgers gerade recht. Volkert van der Graaf war 2014 unter Auflagen vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Ursprünglich lautete das Urteil auf 18 Jahre Haft. Dem radikalen Tierschützer und Veganer wurde noch dazu eine Persönlichkeitsstörung attestiert, alles keine gewichtigen Gründe für die in den Niederlanden ähnlich lasche Justiz, den Mann nicht in “Programm zur Resozialisierung” zu schicken.

Ein Reporter wollte anhand eines heimlich mit geschnittenen Gesprächs aufgedeckt haben, dass sich der entlassene Mörder nicht an die Bewährungsauflagen gehalten habe.

Justizminister Van der Steur ließ die Anschuldigungen untersuchen und gab bekannt, es gebe keinen Grund, den Attentäter wieder ins Gefängnis zu schicken.

Direkt nach seiner Entlassung hatten Reporter regelrecht Jagd auf van der Graaf gemacht, um das erste aktuelle Foto zu schießen, trotz eines Verbotes ausgesprochen über den Anwalt des Täters.

Auf Geheiß der Regierung soll dann doch ein Foto im Telegraph untergebracht worden sein, damit endlich Ruhe einkehre.

Am 19. Februar wäre Pim Fortyun 68 Jahre alt geworden.

 

 

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