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Im Mordfall Walter Lübcke hat der Verfassungsschutz eine bundesweite Aufklärungsaktion gestartet. Es würden sämtliche V-Leute aus dem Bereich Rechtsextremismus zu dem mutmaßlichen Täter Stephan E. befragt, sagten Sicherheitskreise am Freitag dem „Tagesspiegel“.

Jeder V-Person würde ein Lichtbild von E. gezeigt und Fragen zu Aktivitäten von E. in den vergangenen zehn Jahren gestellt. Dabei gehe es um eine mögliche Teilnahme von E. an Parteitagen der NPD oder einer anderen rechtsextremen Partei, der Besuch von Rechtsrockkonzerten, von rechten Liederabenden, von rechten Kampfsportveranstaltungen, von Aufmärschen und um die mögliche Teilnahme an sonstigen Veranstaltungen der Szene, hieß es. Befragt werde eine dreistellige Zahl von V-Leuten.

Der „Tagesspiegel erfuhr zudem, dass der Verfassungsschutz überlegt, auch ehemalige V-Personen, die abgeschaltet sind, noch einmal zu kontaktieren und sie nach E. zu befragen. An der Aufklärungsaktion beteiligen sich das Bundesamt für Verfassungsschutz und die 16 Landesbehörden.

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