Götz Kubitschek – Foto: O24

Die gestrige “Talk im Hangar 7” Sendung von Servus TV wurde im Vorfeld heftig attackiert. Ein mir bis dato unbekannter offensichtlich linksextremer “Journalist” behauptete auf Twitter, er habe eine Einladung bekommen und diese dann selbstverständlich abgesagt. Belustigend seine Ausrede: Es gäbe keinen Grund, mit FaschistInnen zu diskutieren. Wenn schon diffamieren, dann bitte genderneutral, so viel Höflichkeit muss sein.

Links saßen dann drei andere Teilnehmer, darunter eine Frau. Am rechten Bildschirmrand wurde noch der Publizist Henryk Broder platziert und mit einem sich aus deutscher Sicht sehr zurückhaltenden Moderator ging die 3:2 Runde in die Eröffnung. Von links kamen die üblichen Phrasen, aber längst nicht so aggressiv, wie man es von Kreischberger und Co. gewohnt ist. Kubitschek ergriff das Wort und der sonst so redegewandte Broder wirkte neben ihm wie ein kauziger Sidekick. Ich musste unweigerlich an den Hilfssheriff mit der Fistelstimme aus der Uralt-Westernserie “Rauchende Colts” denken, mit etwas zeitgemäßeren Charakteren kann ich leider nicht aufwarten.

Am Ende blieb die Frage, wer die Hundert Euro bekommt, die Kubitschek ins Spiel brachte, wenn ihm der Beweis für ein Zitat gebracht würde, das einer der linken Gäste zum Schluss der Sendung noch unbedingt verlesen musste. Einen echten Eklat gab es nicht, der Schlusskonsens lautete: Es darf Linke geben, es darf Rechte geben, quasi “Miteinander reden” – frei nach Schulz von Thun und das klang mehr nach Gruppentherapie, als nach einer Pöbel-Polit-Talkshow zwangsdeutscher Fernsehart. Österreich tickt eben doch ein wenig anders.

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