Staatsversagen oder System? Extrem lange Wartezeiten bei Rentenanträgen

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Es ist ja nicht so, dass die staatsnahen Medien und der Zwangsfunk gar nicht über die Missstände berichten, doch selten schafft es ein wirkliches Thema, an Greta vorbeizuziehen. Neu ist die Sachlage nicht, über die der BR berichtet.

Wer eine Erwerbsminderungsrente beantragt, muss unter Umständen viel Geduld mitbringen. Dem BR liegen Fälle vor, in denen Betroffene seit Jahren auf eine Entscheidung warten oder gewartet haben. Das kann unter Umständen sogar existenzgefährdend sein. (Podcast)

Wie kommen auch einfache Bürger darauf, Ansprüche zu stellen? Da kann schnell mal ein Prozess platzen und die Sache in die Länge gezogen werden. Besonders schäbig, wenn es sich dabei um Contergan-Geschädigte handelt. Dass dahinter System vermutet wird, klingt einleuchtend, Tote verlangen weder Schadensersatz noch Rente.

Aber bleiben wir beim aktuellen Fall des BR:

Überdurchschnittlich lange dauert die Bearbeitung vor allem bei Anträgen auf Erwerbsminderungsrente, die wegen psychischer Erkrankungen gestellt werden. Mit mehr als 40 Prozent sind sie die häufigste Ursache für Frühverrentung – und genau in diesem Bereich fehlten Gutachter, sagt der Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Jan Paeplow.

Wenn Mordverdächtige für schuldunfähig oder unbequeme Zeugen für verrückt erklärt werden sollen, dann kriechen die Gutachter aus allen Löchern. Und trotz falscher Gutachten werden die Helfershelfer der korrupten Justiz weiter von derselben beauftragt, wenn es denn der Sache dienlich ist.

Steuerfahnderaffäre: Verurteilter Skandal-Gutachter wird weiterhin von Gericht beauftragt

Sind auch Sie zwischen die Mühlen der Justiz geraten und können ein Liedchen über Behördenwillkür singen? Schreiben Sie uns (bitte kurz fassen und Belege bereithalten) – wir fragen gerne bei den Verantwortlichen nach und veröffentlichen deren Ausreden!

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2 KOMMENTARE

  1. Das kann ich in meinem Fall nicht bestätigen! Wenn das System möchte, dass man in die EU-Rente kommt, dann geht das wirklich ruck-zuck.

    Bei mir hat allerdings der medizinische Dienst der Bundesanstalt für Arbeit das Gutachten gemacht und da ich kaum Rentenansprüche hatte, haben die bei der Deutschen Rentenversicherung das einfach abgenickt.

    Problematisch ist die Situation immer für diejenigen, die a) auskömmliche Rentenansprüche haben oder b) gar eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Bei a) wird das eben teuer und intensiv geprüft. Denn wer ja immer arbeiten konnte, kann das vielleicht auch noch irgendwie in Zukunft. Außerdem werden die Leute als Beitragszahler gebraucht und sehr ungern entlassen.

    Und bei b) sieht es ganz übel aus, denn die privaten Versicherer leben davon, dass diese Versicherung entweder gar nicht oder nur einen kurzen Zeitabschnitt zahlt. Daher stehen in den Klauseln die Rechte der Versicherer unendlich viele immer wiederkehrende Medizinische Untersuchungen zu verlangen, mit denen das Verfahren in die Länge gezogen wird und die Leute später so mürbe gemacht werden, dass sie doch lieber irgendwie arbeiten.

    Eine Bekannte von mir arbeitet in Berlin bei der Deutschen Rentenversicherung und mit Ausnahme der psychischen Erkrankungen ist es kaum möglich eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit zu bekommen.

    Beispiele von Leuten, die wegen verschiedenster Erkrankungen EU-Rente bekommen haben:

    Jemand, der unter Paranoia litt und in einem Zelt in seiner Wohnung gelebt hat, das ihn gegen Bestrahlung schützen sollte, und der fest davon überzeugt war, vom CIA und anderen Diensten überwacht und verfolgt zu werden.

    Oder jemand, der seine Zahnbürste an der Hundeleine Gassi geführt hat.

    Mit Krebs oder ähnlichen lebensbedrohlichen Erkrankungen, erhält man bestenfalls eine befristete EU-Rente.

    Und ganz schlecht sieht es bei Leuten aus, die sich das Skelett kaputt gearbeitet haben. Hier wird dann immer unterstellt, dass die ja noch in bestimmten sItzenden Positionen arbeiten könnten, auch wenn es dafür natürlich keine Jobs gibt.

    Aber da reicht die theoretische Möglichkeit. Auch wenn jemand, der v.a. schwere körperliche Arbeit geleistet hat, kaum mit 50+ nochmal zum Datenverarbeitungsspezialisten werden wird.

  2. Noch effektiver arbeiten Berufsgenossenschaften. Die fragen sogar regelmäßig nach, ob das Bein wieder nachgewachsen ist.

    Prozesse werden über sämtliche Instanzen geführt, kann schon mal 10 Jahre dauern. Pech, wenn man wegstirbt, noch bevor man in der letzten Instanz von gekauften Gutachtern und linientreuen Richtern abgeeselt wird.

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