Vor 40 Jahren zur Hölle gefahren: #BonScott

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Bon Scott

Vor vierzig Jahren waren AC/DC keine Band von und für weiße alte Männer, sondern für Kinder, die ihr ganzes Taschengeld für Schallplatten ausgaben. Ich war eines von ihnen. An jenem 19. Februar 1980 zahlte Frontmann Bon Scott seine Schulden zurück, wie er es in Highway to Hell besungen hatte. Auf dem Rücksitz eines Renault 5 starb der Sänger nach einer Zechtour mit seinem Kumpel Alistair Kinnear entweder an Alkoholvergiftung, Kälte oder seinem eigenen Erbrochenem. Keiner weiß es so genau.

Der Mann, der auch mein Vater hätte sein können, aber dank der geschäftstüchtigen Musikindustrie als Teenie-Idol durchging, wurde schnell durch einen anderen alten Knacker ersetzt, den nur ein Jahr jüngeren Brian Johnson. Ich machte mir damals sicher keine Gedanken darüber, dass es schon für die Beatles ziemlich albern gewesen sein muss, als Erwachsene vom Geld pubertierender Kinder wie Gott in Frankreich zu leben, während Studenten-Parolen wie „Trau keinem über 30“ die biologische Grenze zum Spießertum markierten und The Who schon 1965 „I hope I die before I get old“ gesungen hatten. „My Generation“ war 1980 längst ein Oldie, Sänger Roger Daltrey aber nur zwei Jahre älter als Scott. AC/DC waren nach seinem Ableben nicht mehr dieselben. Brian Johnson blieb für mich „der Neue“ – und das bis heute. Nach dem Album „Back in Black“ war ich dem Genre entwachsen.

Inzwischen ist von der Originalbesetzung nur noch Angus Young im Dienst, den Rest der Truppe hat der Teufel geholt. Es heißt, er habe seine Jünger auf ganz perfide Art und Weise bestraft und sie in den Himmel geschickt. Dort sitzen sie nun auf einer Wolke und zupfen Harfe.

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