Das Zerwürfnis zwischen Regierenden und Regierten in Deutschland ist kaum noch zu kitten. Wir haben eine politische Klasse am Ruder, die Probleme nicht mehr löst, sondern vertagt, vertuscht oder mit Geld zuschüttet und der die Kritik der Wähler an dieser verheerenden Politik am Allerwertesten vorbei geht.

Die neueste Methode sich vor der Verantwortung zu drücken besteht darin, die Konsequenzen miserabler Politik weg zu diktieren, weg zu verordnen.
Schlechte Luft in den Städten? Werfen wir die Dieselfahrer raus. Unerschwingliche Mieten? Legen wir den Mietpreis-Deckel drauf oder enteignen. Viel Kritik an der Regierung? “Regulieren” wird doch einfach Meinungen vor wichtigen Wahlen. Ist die Kritik gar zu heftig? Entziehen wir Grundrechte.

Die neueste Idee: Schafft die Wähler über 60 ab. Sie wissen zu viel, haben ein zu langes Gedächtnis und sind besonders kritisch. Das macht sie gefährlich. “Macht mir mein Europa nicht kaputt”, lesen wir in der Spiegel-Schülerzeitung “Bento” über die “Generation Rollator”. “Die Alten machen uns fertig”, meckert die taz, die den Senioren vorwirft, das Friedensprojekt Europa zu “verzocken”. Die ZEIT wird noch drastischer und beklagt mit Blick auf das Brexit-Rederendum, die “Alte-Säcke-Politik” diktiere “die Agenda”. Die taz wird ganz deutlich: “Rentner, gebt das Wahlrecht ab”.

So einfach ist das in der schwierigen Demokratie. Man verbiegt die Wählerschaft, bis die Resultate bei den Wahlen stimmen. Und schon ist wieder alles voller Harmonie.
Hier offenbart sich eine tiefe Abneigung gegen die Demokratie und eine Kluft zwischen Regierenden und Regierten, wie wir sie zu Lebzeiten nicht kannten.

Mit O-Tönen von Sahra Wagenknecht, Nigel Farage, Alastair Crooke und Maggie Thatcher.

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Quelle: Privatinvestor Politik Spezial

1 KOMMENTAR

  1. Wahlrecht nur für u 60 halte ich für Blödsinn. Geht wohl eher um weitere “Verhetzung”.

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