Katar: Niederländische Studentin nach Vergewaltigung wegen „außerehelichem“ Sex in Haft

Katar: Seit März wird eine Studentin aus dem niederländischen Utrecht in der Hauptstadt Doha festgehalten.

doha photo
Skyline von Doha / Katar Photo by Francisco Anzola

Vorgeworfen wird ihr „außerehelicher“ Geschlechtsverkehr, nachdem sie eine Vergewaltigung angezeigt hatte. Während des gemeinsamen Urlaubs mit einer Freundin habe man ihr in einer Bar etwas ins Getränk getan. Am nächsten Morgen sei sie in einem fremden Appartement aufgewacht, so der Anwalt der Studentin, den ihre Familie für sie engagiert hat.

Die niederländische Botschaft hat Telefonkontakt zu der Utrechterin, konnte aber bisher nichts für ihre Ausreise tun.

Der Täter kam nicht etwa ungestraft davon, sondern wurde ebenfalls in Haft genommen.  Seine Familie verlangt jetzt von der 22-jährigen Laura B., dass sie ihren Vergewaltiger heiratet, weil das die einzige Möglichkeit für beide sei, um wieder frei zu kommen. Zahlreiche Tageszeitungen, wie Metro berichteten gestern in den Niederlanden darüber.

Der Fall ist nicht der erste dieser Art – immer wieder trifft europäische Frauen in islamischen Ländern ein ähnliches Schicksal, wenn sie nach einer Vergewaltigung auf Hilfe durch die örtliche Polizei hoffen.

Einer Norwegerin in Dubai drohten nach der Vergewaltigung durch einen Arbeitskollegen 13 Monate Haft. Da hatte sie noch Glück, denn eine saudi-arabische Frau wurde nach einer Gruppenvergewaltigung wegen des gleichen „Vergehens“ zu 200 Peitschenhieben verurteilt. Die Norwegerin kam nach internationalen Protesten am Ende frei und konnte das Land verlassen.

2014 wurde auch der Urlaub einer Österreicherin in Dubai zum Desaster.

Ausländerinnen haben den Vorteil, durch diplomatische Beziehungen der grausamen islamischen Justiz in diesen Ländern zu entkommen, wenn der Druck entsprechend groß ist. Wenn sich Vergewaltigungsopfer in Ländern mit einer strengen Auslegung der Scharia der Zwangsverheiratung verweigern, gelten sie häufig als entehrt und werden nicht nur durch die Gerichte bedroht, sondern in manchen Fällen sogar von den eigenen Familienangehörigen umgebracht, um die Ehre wieder herzustellen.

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3 Kommentare

  1. Wenn wir weiterhin so Toleranzbesoffen gegenüber dem angeblich so friedlichen Islam sind, dauert es nicht mehr lange, dann ist das bei uns auch gängige Praxis, dafür werden die linken Parteien schon sorgen. Deutsche Gerichte erkennen bereits Dinge an, die bisher undenkbar bei uns waren.

  2. Von mir aus können die in Katar so leben, wie Sie das wollen. Es ist schließlich niemand gezwungen, da hin zu reisen.

    Nur bei uns will ich das nicht haben. Und da heisst es, wehret den Anfängen der Islamisierung!

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