Psychiatrie-Anwalt Saschenbrecker tödlich verunglückt

RA Thomas Saschenbrecker – Foto: DIrk Lauer

Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker ist gestern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wie Archeviva berichtet, geschah der Unfall  auf der A39 bei der Abfahrt Salzgitter-Lichtenberg. Ein PKW soll auf einen Kleinbus mit sieben Insassen geprallt sein. Der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Dabei handelte es sich um den bekannten Experten für Psychiatrierecht.

Besonders durch den Fall Kuwalewsky erlangte Saschenbrecker eine breite Medienpräsenz.

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14 Kommentare

  1. Meinst Du es waren es die gleichen Linken, die auch Dennis Stephan vor dem Landgericht Gießen im Stich ließen? Denn Saschenbrecker war ja der einzige der Anwälte, der für wettbewerbsrechtlich korrekte Ausschreitungen bei Gutachtern war. Ferner traute er sich Dennis zu verteidigen, obwohl keiner der bekannten Linken sich für ihn einsetzte. Oder warum sonst?

  2. Thomas Saschenbrecker war einer der wenigen Rechtsanwälte in Deutschland, der bereit waren, sich gegen unfähige Jugendämter, dilettantische Gutachter, Verfahrensbeistände, die nur nachschwätzen, was Jugendämter oder Familiengerichte erwarten, einzusetzen. Thomas Saschenbrecker hat sich konsequent für die betroffenen Kinder und Jugendliche und deren Eltern eingesetzt. Thomas Saschenbrecker wird uns und den von ihm anwaltlich betreuten Menschen fehlen.Die kleine Zahl der aufrechten Rechtsanwälte und die rechtssuchenden Familien in Sorgerechts- und Umgangssachen erleben durch seinen Tod einen herben Verlust.
    Danke für Alles, lieber Thomas. Wir haben zusammen einige Schlachten erfolgreich für die betroffenen Familien geschlagen. Du wirst mir sehr fehlen.
    Ruhe in Frieden
    Dein dankbarer Kollege H.Michael roth

  3. Herr Thomas Saschenbrecker war als Anwalt über seine persönlichen Grenzen hinaus überlastet, indem er fast niemanden als Mandanten ablehnte und wurde schon deswegen von den wenigen Kollegen sicher auch nicht genügend unterstützt, die wegen Arbeitsüberlastung oftmals gar keine Familiensachen mehr annehmen wollen.

    Was erschreckt ist, dass in allen Nachrufen im Vordergrund zu stehen scheint, dass der Anwalt fehlen wird.

    Es wird aber nicht nur der Anwalt fehlen, sondern vor allem ein guter Mensch.
    Ein Mensch mit Idealen, Toleranz, Mitgefühl und sehr viel Mut.
    Der Familie, Angehörigen und Freunden sprechen wir unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

    Danke, Herr Saschenbrecker

    • Lieber Herr Roth,
      ich danke Ihnen von Herzen für Ihre lieben Worte. Ich selbst habe Thomas als Beistand und Mensch kennen und später lieben gelernt, so dass ich weiß, wie recht Sie mit Ihren Worten haben.

      Er war in der Tat einer der ganz wenigen Menschen, die sich gegen „unfähige Jugendämter, dilettantische Gutachter, Verfahrensbeistände, die nur nachschwätzen, was Jugendämter oder Familiengerichte erwarten“, einsetzte. Er hatte Charakter.

      Lieber Herr Roth, Thomas Saschenbrecker schätzte auch Sie sehr.

      Und ja, lieber Glossa, auch mir ist heute aufgefallen, dass manche Menschen Thomas Saschenbrecker offenbar nur als reinen Dienstleister sehen, der durch seinen tragischen und viel zu frühen Tod ausfällt. Dabei machte ihn gerade seine menschliche Art aus, mit denen er den Menschen begegnete, ihnen hierdurch Trost, Energie und Hoffnung gab. Er war nämlich gerade nicht nur Anwalt, sondern auch ein herzensguter Mensch.

      Offensichtlich fehlt einigen Menschen ein ganz großes Stück dieser Herzlichkeit, die hier kommentieren.

      Lieber Thomas,
      du fehlst mir sehr.

      Einen Menschen wie dich wird es wohl nicht wieder geben. Du warst schon etwas ganz besonderes.

      Ich hoffe, dass du es jetzt sehr schön hast, da wo du bist.
      Du nicht mehr leiden musst.
      Du hast es verdient, dass es dir gut geht.

      Ruhe in Frieden.

      Deine Caroline <3

    • Ja, der arme Saschenbrecker war total überlastet und extrem im Streß. Ich kannte ihn von seiner (und meiner ) Teilnahme an Mahnwachen und Demos gegen Jugendamts-Unrecht und Psychiatrie-Unrecht. Weil wir mit „unserem“ Fall zwar schlimm ist aber vermutlich mit dem Rechtsbrüchen die uns von der Postdemokratie angetan wurde(und akademisch nicht so super zu verwerten sind..)aber ich wollte mit meinem Fall warten, bis weniger extrem „akute“ Mandanten dran sind. Ihm wurde viel Streß angetan. Streß ist meiner Meinung nach sogar Folter. Er ist vermutlich an folternden Streßhormonen gestorben , die durch die Erosion des Rechtsstaates und das extreme Unrecht dass seine Mandanten erleben muss in dem Post-Rechtstaat und der Post-Demokratie erfahren musste. Wüsste er dass er durch seinen Tod Menschen verletzt hat wäre er tief erschüttert. (da muss aber das Autopsieergebnis abgewartet werden )http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/03/koerper-psyche-gefuehle-gesundheit/komplettansicht Jetzt ist zur Ewigen Ruhe gekommen und wir werden ihn im Himmel am Ende unserer Tage wiedersehen. Daran sieht man wie Ewiges-Lebens-wichtig es ist Menschen von der Errettung durch den Glauben zu berichten. So haben wir den Trost von Jesus in diesen bitteren Tagen.

      • Hallo, es tut mir sehr Leid, und es gibt zu wenige wie ihn. Schade das er von uns gegangen ist, und auch traurig für seine Familie. Mein herzliches Beileid. Er wollt uns noch als Zeuge beistehen, das ist jetzt leider zu spät. Ruhe in Frieden. Er sollte eine Gedenktafel erhalten

  4. Ich war im Sommer 2016 gegen meinen Willen 6 1/2 Wochen in der Psychiatrie Reichenau …. Mir wurden, obwohl laut einer Ärztin ich „top gesund“ war, 15 Tage per Zwang Psychopharmaka gegen meinen Willen in meinen Körper gepresst …. Ich hatte diesen Anwalt (Thomas Saschenbrecker) u.a. kontaktiert …. Er wurde tot gemacht

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