Philippa Strache in ÖSTERREICH: „Parteiausschluss ist mir wurscht“

Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Donnerstagsausgabe) und oe24.TV nimmt Philippa Strache erstmals ausführlich zur Annahme des Mandats im Nationalrat, ihrem ersten Tag im Parlament und dem Parteiausschluss der FPÖ Stellung.

Zu ihrer Mandatas-Annahme sagt Philippa Strache: „Das war wirklich keine Entscheidung, die ich mir leicht gemacht habe. Nachdem ich aus den Medien erfuhr, dass mir die FPÖ mein Mandat nicht zugestehen wollte, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich habe mir dann Zeit genommen und habe viele Gespräche geführt. Dabei haben mir Menschen mit politischer Erfahrung gesagt, dass ich auch als wilde Abgeordnete etwas bewegen und eine starke Stimme sein kann. Denn ich unterliege keinem Klubzwang, das ist eine große Freiheit.“

Angesprochen auf den Parteiausschluss der FPÖ, sagt Strache: „Mir ist das wurscht.“ Sie überlege jetzt jedenfalls auch Klagen gegen ihre Ex-Parteikollegen: „Im Wahlkampf war noch alles in Ordnung, und jetzt fühlt sich jeder zu einer Wortspende bemüßigt. Da war auch einiges dabei, wo ich überlege, zu klagen.“

Strache ortet eine „Rufmord-Kampagne“ gegen sie: „Wenn man so sehr im Fokus von Rufmord-Kampagnen steht, denkt man oft: Am besten ziehe ich weit weg und beginne irgendwo ein neues Leben.“ Eine Liste Strache schließe sie „zum jetzigen Zeitpunkt“ aus.

Überraschend positiv sieht Philippa Strache eine türkis-grüne Koalition: „Türkis-Grün wäre aus meiner Sicht ein spannendes Experiment. Ich bin sicher, dass der künftige Kanzler Sebastian Kurz bereit ist, einen neuen Weg zu gehen.“