Niemand nennt mich eine feige Sau oder Mio, mein Mio Liebentritt

Screenshots Zeit / Youtube / pb

Anonyme Heckenschützen gibt es auf allen Seiten. Manche prangern als “digitale-patrioten” die Spendenbettelei auf Youtube an und trauen sich für eine Attacke gegen “Haken Prell” nicht mit dem Klarnamen aus der Deckung. Da spielt es keine Rolle, ob die Leichtgewichte in Teilen oder gar in Gänze ihre Kritik zu recht äußern, wer sein Gesicht verbirgt, ist ein Feigling, Punkt, aus – jedenfalls, wenn es um solche Sachen geht. Edward Snowden oder Julian Assange wären vielleicht besser beraten gewesen, ihre Identität zu verschleiern, aber was wäre dann aus den Leaks geworden? Hätten sie dieselbe Reichweite gehabt? Wohl kaum. Aber gut, die folgende Story spielt in einer anderen Liga. Unterirdisch.

Ein “Mio Liebentritt” geht, wie der Name schon suggeriert, lieber auf Nummer Sicher und setzt auf die ZEIT – oder die ZEIT auf ihn? Und was will er überhaupt?

Meditieren, heilen, Juden hassen heißt die neueste Schlagzeile des Anonymus. Es geht um, nein, gegen “rechte Esoterik”. Heiko Schrang muss dran glauben, wie auch die unvermeidliche Antizensurkoalition, die einmal jährlich von Ivo Sasek in der Schweiz veranstaltet wird. Nichts, was an Vorwürfen und Beweisen in dem Artikel geliefert wird, was nicht auch ein Praktikant in wenigen Minuten zusammenklicken könnte. Es ist kalter Kaffee und mehr als das. Es wird auch nicht besser, dass der ZEIT Dokumente und Aussagen zweier Betroffener oder Aussteiger vorliegen sollen. Gähn! Für so eine Story würde ich auch nicht mit meinem Klarnamen rausrücken, ist irgendwie peinlich. Aber die Zeit sieht es anders: Miro Liebentritt ist ein Pseudonym. In der Vergangenheit wurden bereits Journalisten und ihre Familien bedroht, die über rechte Esoteriker geschrieben hatten.

Mio, mein Mio, möchte also, dass der Verfassungsschutz die “Esoterikszene” beobachtet, weil er Angst, große, große Angst hat. Besonders vor Schrang, der bereits mit einem Video reagiert hat. Steht dann in jeder Buchhandlung ein Spion, wird AstroTV abgeschaltet und zu wem kann man dann die ganzen frustrierten Hausfrauen schicken, wenn ihnen niemand mehr den Prinz auf dem weißen Pferd aus den Karten prophezeien kann? Für 0,53 € die Minute würde ich diesen Job Mio, meinem Mio anvertrauen, denn er kann sicher besser trösten als hetzen, nur leider habe ich seine Nummer nicht, war das nicht irgendwas mit 32 16 8?

 

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5 KOMMENTARE

  1. Ups, Feigling ist auch nicht gendergerecht, Gibt es nur in der männlichen Form und im Plural, genauso wie Nazi und Flüchtling.

  2. Ach Nordrind reflektiert wie immer und doch wieder am Thema vorbei, war ja klar. “Schwein (m/w/d)”, männlich/weiß/deutsch? 😉

    Beides hat Vor- und Nachteile.
    Es hat schon seinen Grund, warum die “Weiße Rose” kein Impressum hatte. Ich gebe zu bedenken, dass das ultimativ Gute nur durch totale Überwachung durchzusetzen wäre. Alles andere ist eine rein akademische Diskussion. Also, Überwachungs-Pest oder Fakenews-Cholera, was ist besser?

  3. @Mordwind,

    kein Problem, ich fühle mich nicht getriggert. Umterm Strich gleicht sich alles wieder aus.

    der “Nazi”, “die ganzen frustrierten Hausfrauen”

    Passt schon.

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