Neues aus der Anstalt: Omamörder frei und ein Pfleger mit besonderen Vorlieben

Wer glaubt, dass im sogenannten Maßregelvollzug nur schwer kriminelle, nicht therapierbare Mörder und Gewalttäter einsitzen, die eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen, der fühlt sich wahrscheinlich sicher und geborgen in unserem Rechtsstaat.

Regelmäßig erschüttert wird dieses Vertrauen durch Fälle, wie den des Gustl Mollath, der aufgrund fehlerhafter Gutachten für sieben Jahre sein Dach u.a. mit Mördern teilen musste. Auch sogenannte Wiederholungstäter, die als ungefährlich entlassen werden, verschrecken immer mal wieder die Bevölkerung, wenn bekannt wird, dass der zweite oder dritte Mord hätte vermieden werden können, wäre der Täter hinter Gittern geblieben.

Einer der vermeintlichen Kindermörder, der wohl in jedem Fall hinter Gittern bleiben sollte, wäre es nach den Gutachtern gegangen, Ulvi Kulac, entpuppte sich später als unschuldig, obwohl doch ein äußerst zweifelhafter Gerichtsprozess und ein noch zweifelhafteres Ermittlungsverfahren zunächst etwas anderes ergeben hatten.

Nun wird immer noch nach dem wahren Mörder der kleinen Peggy Knobloch gesucht.

Zweifel am Funktionieren unseres Rechtsstaats insbesondere in Zusammenhang mit der Verquickung von Psychiatrie und Justiz sind da mehr als angebracht.

Kein Zweifel an der Tat besteht aber im Fall eines sogenannten „Oma-Klatschers“, wie Patienten im Forensik Jargon die Mörder von älteren Damen zu nennen pflegen.

Ein solcher junger Mann, studierend, hatte in diesem Fall sogar die eigene Großmutter mit einem Messer ermordet, in dem er ihr die Kehle durchschnitt.

Im Jahr 2013 musste er dafür in die Psychiatrie. Die Presse durfte nur eingeschränkt über den Fall berichten, insbesondere durfte der Name des Täters nicht bekannt gegeben werden, weitere Fakten über seine Herkunft und sein privates Umfeld blieben ebenso geheim.

So ist es auch kein Wunder, dass die Öffentlichkeit nicht darüber unterrichtet ist, dass der junge Mann nun nach nicht einmal zwei Jahren sein Studium der Politikwissenschaften wieder aufgenommen hat und sich auf freiem Fuß befindet. Über sein Facebook Profil pflegt er auch die ein oder andere vielleicht intensivere Bekanntschaft mit einigen aus der Politik bekannten Persönlichkeiten.

Der Vater des Täters, ein bekannter Professor und bestens, aufgrund seiner Profession mit psychiatrischen Krankheitsbildern vertraut, wie auch der Leiter der Vitos Kliniken, Dr. Rüdiger Müller-Isberner bekamen Gelegenheit, zu dem Fall Stellung zu beziehen und im Raum stehende Vorwürfe auszuräumen, dass in diesem Fall möglicherweise gute Beziehungen bei der Erstellung der guten Sozialprognose des Patienten eine Rolle gespielt haben könnten.

Schließlich ist es mehr als ungewöhnlich, dass jemand nach einer solchen Tat, schon nach einem so kurzen Zeitraum wieder entlassen wird.

Eine Antwort blieb bis heute in beiden Fällen aus. Aus unserer Sicht besteht jedoch sehr wohl ein öffentliches Interesse, darüber aufgeklärt zu werden, warum in diesem Fall keine Wiederholungsgefahr besteht.

Dieses Interesse gründet vor allem auf der Kenntnis, dass im Maßregelvollzug nicht ausschließlich Mörder und schwere Gewalttäter einsitzen, sondern auch Patienten, deren „Anlasstaten“ zur Einweisung wesentlich weniger schwerwiegend waren und vor allem keine Todesopfer zur Folge hatten. Dennoch ist es meistens nicht so leicht, mit einer günstigen Sozialprognose, den Maßregelvollzug zu verlassen.

Aber natürlich sind die renommierten Kliniken landauf landab über jeden Zweifel erhaben, es wird auch grundsätzlich nur entsprechend qualifiziertes Personal eingestellt, das bestens im deeskalierenden Umgang mit den Patienten geschult ist.

„Beim nächsten der euch schief anguckt, einfach auch machen“ – findet zum Beispiel ein Pfleger gut, der in der Vitos Klinik arbeitet. In dem Video wird der Mann links im Bild von dem breitschultrigen Herrn mit einer Ohrfeige zu Boden geschlagen.

Ob der engagierte Fachpfleger das auch als Leitspruch für seine tägliche Arbeit betrachtet, ist nicht ersichtlich, wirft aber Fragen auf, die der junge Mann vielleicht demnächst seinem Vorgesetzten beantworten darf.

herrnberger3

 

 

 

 

 

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