Heute Abend ist es wieder so weit. SpaceX befördert die nächsten 60 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn. Bald wird der ganze Planet auf diese Weise vergittert sein. Mit der letzten Genehmigung durch die US-Behörden ist die von Elon Musk angekündigte Zahl von 40.000 Satelliten somit amtlich bestätigt. Alle drei bis vier Jahre müssen die Dinger ausgetauscht werden. Der Nachthimmel wird nie wieder derselbe sein bei all dem Verkehr.

Alles und jeder soll miteinander vernetzt werden. Die Chinesen planen 500 Satelliten pro Jahr, um autonomes Autofahren zu realisieren. Amazon, Facebook und Südkorea haben ähnliche Pläne. Der Kampf um die Vorherrschaft in der Umlaufbahn dient natürlich dem Fortschritt und soll nur Gutes mit sich bringen. In der Hand von einigen Konzernen und autoritären Regierungen lässt sich diese Technologie aber nicht mehr mit anderen Segnungen der Zivilisation vergleichen, wie beispielsweise einem Bügeleisen. Ob damit saubere Wäsche geglättet oder die Schwiegermutter erschlagen wird, bleibt eine Privatangelegenheit, die in dem einen Fall je nach kulturellem Hintergrund strafrechtlich verfolgt werden würde.

Auf nationaler Ebene kann man nichts mehr gegen diese Entwicklung ausrichten – im Gegenteil. In Österreich brüstet sich die FPÖ damit, Vorreiter der mit Starlink konkurrierenden 5G-Technologie zu sein. Das überall verfügbare Hochgeschwindigkeitsinternet stößt außerdem nicht bei jedermann auf Kritik. Die Anhänger von Sonys Spielekonsole Playstation 5, die gestern vorgestellt wurde, haben für einen Rekord an Vorbestellungen bei Amazon und anderen Shops gesorgt. Mit der günstigen Variante ohne Laufwerk ist Spielspaß nur mit einer schnellen Verbindung garantiert. Sony heizt mit solchen Features das Verlangen nach dem Internet 2.0 an.

Was mit dem Weltraumschrott passiert, ist noch die geringste Frage. Dann kann „man“ halt in 100 Jahren nicht mehr ins Weltall fliegen, was will man dort auch? Urlaub machen? Die Mobilität dürfte bis dahin, wenn die Agenda 2030 durchgesetzt ist, für Normalbürger auf ein Minimum beschränkt sein. Urlaub findet dann auf dem Holodeck in den eigenen vier Wänden oder Virtual-Reality-Centerparks statt. „Gearbeitet“ wird im „Home Office“ und gekauft ausschließlich bei autorisierten Händlern. Am Prinzip ändert sich nichts, das Netz wird nur engmaschiger, die Kontrolle effektiver und die Macht noch weiter zentriert.

Wenn wir eine Möglichkeit haben, daran etwas zu ändern, dann sicher nicht bei den nächsten „Bundestagswahlen“. Aber wer ist schon bereit, sich vom Netz abzustöpseln?

4 KOMMENTARE

  1. „Lieber“ Herr ELON, bitte mit der allerersten Rocket alle Linksgrünen, Grünschwarzen und „Gut“-menschen auf die Rückseite des Mars schießen, bevor der Weltraummüll in Form von Trillionen von Rockets die Sonne verdunkeln, die nächste Eiszeit
    hereinbricht, und es kein Durchkommen mehr gibt.

    Herzlichen Dank für ihr Verständnis und ihre Hilfe.

  2. Der Aluhut als Strahlenschutz wird auch noch gesellschaftsfähig werden. Das könnte ich heute schon unterschreiben, dass ich am liebsten Aluhutträger wäre. Ich verzichte größtmöglich auf ein Mobiles, benutze nur ein Uraltteil mit SMS, billiges Smartphone vorhanden, aber nur zuhause für Wlan und als Sicherheitszugang zum Internet, wenn der PC streikt oder man unterwegs ist. Es wäre nicht nötig, die Netze auf 2.4Ghz zu bauen, die genau auf den Frequenzen von Hirnfunktionen sind. Wer sich mit Elektromagentismus oder Amateurfunk beschäftigt, weiss, welche Auswirkungen Elektrosmog hat.Wird wohl Zeit, dass manche sich mal Gedanken machen, wie man die Dinger wieder runterschiessen kann.

  3. Nicht mit Starlink, mit Dummheit.

    Angebot und Nachfrage. Das ewige Gepiepse im Auto hat auch seinen Grund, oder Sabbelflatrates. Früher kamen alle Wikinger mit einfachen Booten überall hin, heute dürfen sie nicht mehr alleine auf große Fahrt.

Comments are closed.