Meuthen vs Höcke / Collage: O24

AfD-Chef Jörg Meuthen hofft nach dem Streit um den Parteiausschluss von Andreas Kalbitz bald wieder zu einer „kooperativen Zusammenarbeit“ mit den Fraktionschefs Gauland und Weidel und dem Co-Vorsitzenden Chrupalla zurückkehren zu können. „Das meiste, was wir im Vorstand beschließen, geschieht einvernehmlich oder mit großer Mehrheit“, sagte Meuthen der „Saarbrücker Zeitung“ (Sonnabend-Ausgabe). In dieser speziellen Frage gebe es aber „unbestreitbar grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten“. Jedoch sei der Fall Kalbitz mit dem Spruch des Bundesschiedsgerichts „innerparteilich abgeschlossen.“

Der AfD-Sprecher betonte, es gehe zwar um einen Einzelfall, nämlich die Annullierung einer Mitgliedschaft nach klaren Kriterien. Inhaltlich spielten aber „natürlich“ auch rechtsextreme Bezüge hinein. „Wenn wir als Partei auf Dauer erfolgreich sein wollen, müssen wir eine stringente Abgrenzung zum Rechtsextremismus haben“, sagte Meuthen. Auf die Frage, ob er sich dann nicht auch von Björn Höcke trennen müsste, antwortete der AfD-Politiker: „Er ist ein thüringischer Landespolitiker, mehr nicht. Seine Rolle wird überschätzt.“

4 KOMMENTARE

  1. Meine Einschätzung: Meuthen überschätzt sich und ist innerparteilich erledigt. Und noch was zu Meuthen: Hochmut kommt vor dem Fall.

  2. „Wenn wir als Partei auf Dauer erfolgreich sein wollen, müssen wir eine stringente Abgrenzung zum Rechtsextremismus haben“, sagte Meuthen.

    Was genau ist „Rechtsextremismus“? Was versteht Meuthen darunter? Ein unscharfer, nicht stringent definierter linker Kampfbegriff, den nicht mal Linke stringent definieren können. Solche Begriffe werden benutzt, wenn man Angst vor einer sachlichen Auseinandersetzung hat.

  3. Vor zwei Wochen ein Brief bei mir angekommen: Bitte spenden Sie, helfen Sie uns mit Ihrer Geldspende. Mitunterzeichner ist ein Herr Meuthen. Das zog mir fast die Socken aus!
    Ausgerechnet der, der die Partei in den Abgrund stößt, will Geldspenden von mir, der im vergangenen Jahr mit sauer verdientem Geld die Partei in den drei Landtagswahlen (Sachsen, Brandenburg, Thüringen) geholfen hat, ansehnliche Ergebnisse zu erzielen? Seit wann ist es üblich, dass Kleinkrämer und Spaltpilze in der AfD um Gelspenden für die Partei betteln, wenn sie zugleich mit ihrem Vorgehen gegen anerkannte Patrioten die Partei zugrunde richten?
    Das kann ja wohl nicht wahr sein?

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