Hausverbot für Berufsschullehrer, der Impfen mit Holocaust vergleicht

Der Berliner Berufsschullehrer, der auf seinem Youtube-Kanal mit einem Holocaustvergleich gegen die Impfkampagne des Senats an Berliner Berufsschulen polemisiert, wurde am Dienstag vom Dienst freigestellt.

Nach Informationen von rbb24 Recherche wurde ihm ferner ein Hausverbot für das Oberstufenzentrum erteilt, in dem er nach den Sommerferien kurzzeitig unterrichtet hatte.

Der Berufsschullehrer muss nach rbb-Informationen jetzt erneut mit disziplinarrechtlichen Konsequenzen seitens der Senatsbildungsverwaltung rechnen, nachdem er schon Anfang des Jahres abgemahnt wurde. Damals hatte er das Tragen von Schutzmasken im Unterricht als "dumm" und Schutzmasken als "moderne Hakenkreuze" bezeichnet.

Jetzt hatte der Mann auf einem Youtube-Kanal, den er als "Lehrer aus Berlin" betreibt, gegen das Impfangebot an Berufsschulen durch die Bildungssenatorin polemisiert. In diesem Zusammenhang verglich er in einer von ihm veröffentlichten Fotomontage das Impfen mit dem Holocaust, dem nationalsozialistischen Völkermord an Millionen europäischer Juden. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW), Tom Erdmann, sagte dem rbb, er gehe davon aus, dass die Bildungsverwaltung Strafanzeige gegen den Lehrer stelle. "Wer derartig den Nationalsozialismus und die Shoah verharmlost, darf nicht mit Schülern arbeiten", sagte Erdmann.

Bis zum Mittwochnachmittag war keine Strafanzeige gegen den Lehrer bei der Berliner Staatsanwaltschaft eingegangen. Der Staatsschutz der Berliner Polizei hatte bereits im vergangenen Jahr wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den Mann ermittelt.