Mehrheit der Deutschen befürchtet Altersarmut und wählt trotzdem die Alt-Parteien

Gestern wurde es noch durch die Presse gejagt: Merkel hat Schulz deutlich überholt und braucht sich um eine erneute Kanzlerschaft keine Sorgen zu machen. 61 Prozent der Bundesbürger fürchten sich laut neuesten Studien vor Altersarmut, ihre Wählerstimmen würden für einen politischen Wechsel mehr als ausreichen. Aber so weit wird es auch dieses Mal wieder nicht kommen. Also, viel Erfolg beim Flaschen sammeln.
Frankfurt a.M. – Im Minutentakt werden an der Zeil die Mülleimer von Passanten nach Pfandflaschen und Essbarem durchsucht

Deloitte-Studie zeigt: 61 Prozent haben Angst vor Verarmung im Ruhestand

Fast zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer sehen ihrem Altersruhestand mit Skepsis entgegen. Sie haben keine oder unklare Vorstellungen von ihren staatlichen Rentenleistungen und sehen die Notwendigkeit zusätzlicher Sparmaßnahmen. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV), die aktuell durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz der Bundesregierung gefördert werden soll, könnte zur Lösung des Problems beitragen. Doch wie die aktuelle Deloitte-Studie “bAV zwischen Wunsch und Wirklichkeit” zeigt, nutzen nur 26 Prozent der Arbeitnehmer derzeit die betriebliche Altersvorsorge mit eigenen Beiträgen. Und nur 11 Prozent der Arbeitnehmer erhalten eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersvorsorge, mit der sie auch zufrieden sind. Der gesetzlichen Rente vertraut die Mehrheit nicht, wobei nur wenige wissen, wie hoch diese tatsächlich ausfällt. Daher besteht Handlungsbedarf bei der Gestaltung attraktiver Angebote und Information der Arbeitnehmer über die Möglichkeiten der bAV.

“Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wie viel Luft nach oben es bei der bAV noch gibt. Um die Zahl der Nutzer zu steigern, müssen die tatsächlichen Wünsche der Arbeitnehmer stärker berücksichtigt werden. Einige Elemente des Betriebsrentenstärkungsgesetzes weisen in die richtige Richtung, andere widersprechen den derzeitigen Vorstellungen der Arbeitnehmer aber sogar. In welchem Maße und in welchem Zeitraum die bAV gestärkt werden wird, ist daher fraglich”, erklärt Peter Devlin, Partner Human Capital Advisory Services.

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Informationsbedarf bei Rentenvorsorge

Nur 39 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sehen dem Ruhestand sorglos entgegen. Alle anderen gehen davon aus, dass die gesetzliche Rente gerade einmal die Hälfte des individuellen Bedarfs deckt. Immerhin 80 Prozent sparen aus diesem Grund zusätzlich Geld für das Alter. Am weitesten verbreitet ist dabei das Sparbuch bzw. Festgeldkonto. Zudem handeln viele auf gut Glück: Nur ein Drittel (37%) hat eine präzise Vorstellung von der Höhe der gesetzlichen Rente. Besonders uninformiert sind dabei die jüngeren Arbeitnehmer.

Geringe Zufriedenheit mit bAV

Aktuell profitiert nur eine Minderheit von einer arbeitgeberfinanzierten Altersversorgung – lediglich 40 Prozent haben einen Anspruch. 28 Prozent davon wissen jedoch nicht, um welche Summen es geht. Und 63 Prozent sind der Meinung, der Arbeitgeber sollte etwas mehr leisten. Die Offenheit gegenüber der Entgeltumwandlung, also der Verzicht auf einen Teil des Bruttogehalts, ist vergleichsweise hoch. Hier beklagen viele Arbeitnehmer insbesondere ein mangelndes Angebot ihrer Firma.

Mehrheit fühlt sich schlecht informiert

Das Problem liegt auch oft in der schlechten Informationslage. 65 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich nicht ausreichend oder gar nicht über bAV-Optionen informiert – und von den übrigen Befragten finden nicht alle die Informationen auch vertrauenswürdig, ganz gleich, ob diese von den Arbeitgebern, den Versicherungen oder dem Betriebsrat stammen. Dabei wünschen sich die meisten ein persönliches Beratungsgespräch, würden sich aber auch mit einer ausführlichen Broschüre zufrieden geben. Apps als Informationsquelle spielen bislang nur eine ergänzende Rolle.

Die Sicherheit entscheidet

Wenn die Arbeitnehmer ein bAV-Angebot in Anspruch nehmen, kommt es ihnen in erster Linie auf Sicherheit an – gegebenenfalls auch zulasten einer größeren, aber risikobehafteten Rendite. Wichtig sind den Befragten flexible Ein- und Auszahlungsoptionen (45 bzw. 42%). 40 Prozent bevorzugen die Kapitalleistung, 38 Prozent würden eine Rente wählen und 22 Prozent favorisieren Raten. Ein schrittweiser Übergang in den Ruhestand ist für 74 Prozent interessant.

“Arbeitnehmer stehen der bAV generell offen gegenüber. Dennoch glaubt nur die Hälfte der Befragten daran, dass auch die nächste Generation noch hiervon profitieren kann. Das Vertrauen in bestehende Modelle muss deshalb gestärkt werden. Für eine weitere Verbreitung der bAV müssten außerdem möglichst viele auch kleinere Unternehmen Angebote einführen und ebenso proaktiv wie kontinuierlich an ihre Mitarbeiter kommunizieren”, resümiert Devlin.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download: http://ots.de/53O2Y

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3 Kommentare

  1. Das nenne ich Pofaller Syndrom:
    “Laß mich doch mit dem Scheiß in Ruhe.”
    Wer will schon wissen wann und wie die Politik ihm die Existenz stielht ?

  2. Leider ist es wirklich so, dass sich sehr viele Leute über Politik keine Gedanken machen: “Dafür sind die zuständig, die gewählt wurden; die machen das schon irgendwie”. So denken zumindest viele Ältere und wählen weiter wie bisher.
    Und die Jugend? Naja, womit da ein Großteil jede freie Minute verbringt, davon können alle Smartphone-Laptop-PC genervten Eltern ein Lied singen.

  3. Das “Betriebsrentenstärkungsgesetz” der Bundesregierung
    gibt dem ausgedienten und als soches bereits erkannten
    Betrugssystem “Riesterrente” nur einen neuen Namen.

    So schreiben unabhängige Beobachter:

    “Wer sein Geld ins Spielkasino trägt, hat bessere Chancen”.
    Das neue Gesetz zur Betriebsrente ist ein „Raubritter-Gesetz“: Der Arbeitgeber gibt 15 Prozent zu (statt 50 Prozent wie bei den normalen Rentenbeiträgen), es bietet keine Sicherheit und nach der Auszahlung muss diese Rente auch noch versteuert werdenl

    Nachdem auch dem Letzten mit etwas Hirn klar geworden ist, dass private Rentenversicherungen weder Sicherheit, noch angemessene Renditen garantieren können, ist deren Geschäft massiv eingebrochen. Der Versuch, das bereits vor langer Zeit mit der „Riester-Rente“ zu ändern, ist ebenfalls gescheitert. Jetzt kommt Ministerin Nahles mit dem nächsten Versuch, den privaten Versicherungen Kunden zuzuführen: Das „Betriebsrentenstärkungsgesetz“ ist von der Groko abgesegnet worden.

    Allein der sperrige Name lässt es erahnen: Dieses Gesetz dient einem ganz anderen Zweck, als es den Anschein erwecken soll. Tatsächlich soll es Arbeitnehmer verführen, einen Teil seiner sicheren Rentenansprüche nicht mehr von der Rentenkasse zu erwerben, sondern an private Versicherungen abzugeben.

    Geködert wird mit einem lächerlich geringfügigen Anteil der Arbeitgeber von gerade mal 15 Prozent. Hier beginnt der Betrug. Für Rentenbeiträge muss der Arbeitgeber 50 Prozent zugeben.

    Aber es geht weiter. Diese privat finanzierte „Betriebsrente“ bietet keinerlei Sicherheit, ist nicht einmal vom Steuerzahler gedeckt. Und es wird noch schlimmer:

    Kommt diese „Betriebsrente“ zur Auszahlung, muss ein Großteil davon abgegeben werden, als Ausgleich für nicht geleistete Zahlungen an die Rentenkasse und der schäbige Rest muss dann auch noch versteuert werden. Gibt es dafür noch ein treffenderes Wort als Schweinerei? (…)”
    So und weiter schreibt zum Beispiel Peter Haisenko unter
    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/groko-segnete-betriebsrentenstaerkungsgesetz-ab-wer-sein-geld-ins-spielkasino-traegt-hat-bessere-chancen-a2136335.html

    Zu den Interessen von Herrn Peter Devlin (als Partner von “Human Capital Advisory Services”^^) kann sich ja jeder selbst Gedanken machen, der tatsächlich im Alter nicht auf das Sammeln von Pfandflaschen angewiesen sein will. Ich empfehle glasklar AFD zu wählen!

    Jetzt bin ich gespannt, ob mein kritischer Beitrag hier veröffentlicht wird;
    Wenn opposition25 wirklich unabhängig und der Artikel Pro-Betriebsrentenstärkungsgesetz
    kein bezahlter, redaktioneller Beitrag ist, sicher kein Problem – dann alles gut !

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