Der SPD-Politiker Lauterbach fällt immer wieder mit recht gewagten Aussagen und Anschuldigungen gegen politische Gegner auf. So bezichtigte er kürzlich den AfD-Europaabgeordneten Jörg Meuthen – natürlich nur indirekt – der Lüge.

In Sachen Organspende hält er es mit seinem Unionskollegen Jens Spahn, der es immerhin zu dem Ministerposten geschafft hat, den Lauterbach als Arzt gerne für sich beansprucht hätte. Dazu fehlten dann ein paar Prozent.

Geht es um Genmanipulation, gibt sich Lauterbach ebenso wie Spahn empört. Dabei bedeutet die Widerspruchslösung nichts anderes als einen Verstoß gegen die Menschenrechte und wenn Kritiker des umstrittenen Hirntods recht behalten – wäre die Organspende ein Tötungsdelikt.

Wahrlich freiheitlich-demokratischen Geist versprüht der verhinderte Gesundheitsminister beim Klimawandel. Er wäre wahrscheinlich nicht der einzige, dem es ganz recht wäre, wenn geäußerte Zweifel an der umstrittenen Theorie des menschgemachten Klimawandels so bestraft würden wie Holocaustleugnung.

Laut Parteiprogramm leugnet die AfD jedoch gar nicht „den“ Klimawandel, sondern widerspricht den behaupteten Ursachen und sieht in den Maßnahmen dagegen keinen Sinn. Im letzten Satz versteigt sich Lauterbach gar zu der Aussage: „AFD ist Fluchtursache“.  Da hapert es nicht nur an einer ordentlichen Satzbildung, sondern offenbar auch an Contenance. Geht es um das Klientel der SPD, dann sind genau solche Twitter-Pöbelanten wie Stegner und Lauterbach wahrscheinlich mit die größten Fluchtursachen für die Wählerwanderung zur AfD. Das passiert eben, wenn man Populismus mit Pöbelei verwechselt.