Klimaschutz: 2025 droht das Aus für kohlensäurehaltiges Mineralwasser

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Auf die Getränkehersteller kommen unruhige Zeiten zu. Laut internen Strategiepapieren erwägt die EU-Kommission derzeit den schrittweisen Ausstieg aus der Produktion kohlensäurehaltiger Getränke, die als klimaschädlich eingestuft sind. Dazu zählen neben Limonaden und Softdrinks auch Mineralwasser mit natürlich enthaltener Kohlensäure. Jüngste Untersuchen des Instituts für Klimawandelfolgeschäden hatten ergeben, dass bei einem Verzicht auf kohlensäurehaltige Getränke der CO2-Ausstoß pro Kopf um ca. 15 Prozent gesenkt werden könne. In Auftrag gegeben hatte die Studie der spanische EU-Kommissar für Klimaschutz, Miguel Aquarias Cañete. Nachdem ein Angestellter des Instituts den Zweck der Untersuchungen an einen internationalen Getränkehersteller verraten hatte, wurden die Pläne der EU-Kommission der Presse bekannt.

Demnach sollen kohlensäurehaltige Getränke ab 2020 mit einer Sondersteuer belegt werden, die jährlich um 25 Prozent ansteigen soll. Davon verspricht sich die EU-Kommission schärfere Anreize für die Konzerne, den Zeitplan einzuhalten. Werbekampagnen über Social Media sollen die Verbraucher zum Mitmachen motivieren und Bewusstsein für nachhaltiges Konsumverhalten zugunsten des Klimaschutzes entwickeln helfen. So würden auch gesundheitliche Aspekte für einen Verzicht auf klimaschädliches “Blubberwasser” sprechen, denn die Kohlensäure würde bei den Konsumenten zu verstärkten Flatulenzen und Rülpsen führen. Mit dem Umstieg auf “Stilles Wasser” würde zudem auch der Lärmschutz deutlich verbessert, so eine handschriftliche Randnotiz auf dem geleakten Strategiepapier.

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