Josephine Baker, Freimaurerin, Erfinderin der Regenbogenfamilie und die Flüchtlingskrise

Ihre Biographie bietet alle Zutaten, die es braucht, um eine der gängigen Verschwörungstheorien zu befeuern. Oder steckt doch mehr dahinter?

josephine Baker photo
Photo by oakenroad

Am 3. Juni 1906 wurde sie als uneheliches Kind der Waschfrau Carrie McDonald in St. Louis geboren. Offiziell gilt ein jüdischer Schlagzeuger namens Eddie Carson als ihr Vater. Josephine Baker will ihren Vater laut ihren sechs eigens verfassten Biografien nie kennengelernt haben. In jeder Version erzählt sie eine andere Geschichte ihrer Herkunft und nennt dabei auch jeweils einen anderen Mann als ihren Vater.

Bekannt ist, das sie 1917 die schweren Rassenunruhen in East St. Louis miterlebte. Die vermehrte Zuwanderung schwarzer Amerikaner aus dem Süden in die Industriezentren sorgte für Unmut bei den Weißen, die ihre Jobs gefährdet sahen. Am 28. Mai 1917 gipfelten die Unruhen in einem Pogrom von 3000 Weißen an der schwarzen Minderheit, bei dem verschiedenen Quellen nach 100 Schwarze getötet wurden.

Trotz ihrer Herkunft aus ärmlichsten Verhältnissen schaffte es Josephine Baker, zu Weltruhm zu gelangen. Eine Legende, die wie keine andere sinnbildlich für den amerikanischen Traum steht. Sie nutzte ihre spätere Popularität im Kampf gegen Rassismus, marschierte Seite an Seite mit Martin Luther King und lebte von ihrem Geld wie Gott in Frankreich, denn dort kaufte sie sich ein Schloss.

Natürlich ist ihre Karriere keinesfalls vom Himmel gefallen. Josephine Baker hatte wie jeder Star einflussreiche Förderer, die sie auch für ihre Zwecke einspannten.

Gemeinsamkeiten zu dem von ihr nach außen propagierten Lebensstil mit dem von heutigen Hollywood und Pop Stars sind kaum zu übersehen.

Josephine Baker war wohl der erste Weltstar, der aus politischen Gründen Kinder adoptierte. Ob es ein Zufall war, dass es genau wie die Jünger Jesu zwölf Adoptivkinder aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Hautfarben sein mussten, mit denen sie auf ihrem Schloss lebte? Sie nannte ihre Familie „Regenbogenfamilie“ und sah in ihrem Lebensstil einen aktiven Beitrag zur Überwindung von Rassismus. Ihre Verbindungen machten es ihr leicht, die Adoptionen durchzusetzen.

Die Kabbalistin Madonna, deren „Erfolgsrezept“ fast 1:1 dem von Josephine Baker gleicht, hat dagegen das halbe Dutzend noch nicht geschafft, Angelina Jolie und Brad Pitt sind da schon ein bißchen weiter. Glaubt man den Boulevardberichten, will „Brangelina“ so viele Kinbder wie möglich bei sich aufnehmen. Wie zahlreiche andere Showgrößen präsentieren sie sich in der Öffentlichkeit als Philantrophen und lobpreisen die Vielfalt über alles, die selbstverständlich in einer One-World der universellen Brüderlichkeit erst so richtig gedeihen kann.

Josephine Bakers Sohn Brian erzählte im Interview mit der Berliner Zeitung vom Leben bei der berühmten Mutter. Sie habe die Kinder ihrer jeweiligen Herkunft nach erziehen lassen.

„Moïse hat sie immer als den Israeli vorgestellt, dabei war er Franzose jüdischen Ursprungs. Auf Reisen sagte sie stets zu Journalisten: „Das ist der Jude, Moïse, setz deine Kippa auf!“ Als er älter wurde, hat sie nicht mehr darauf bestanden, dass er sie trägt, schließlich war er nie in eine Synagoge gegangen!“

Brian wurde dagegen von der Mutter als „Araber“ präsentiert, wie er weiter berichtete, da er aus Algerien stammte. Ein Jude und ein Araber, friedlich in einer Regenbogenfamilie vereint, das war Bakers Version für die Presse. Er sollte auch Arabisch lernen und mit einem eigens eingestellten Koranlehrer gen Mekka beten. Er aber verweigerte sich und biß dem Koranlehrer sogar einmal in die Hand. Bald darauf wurde er wieder entlassen. Die Frage, ob Josephine Baker die Herkunft der Kinder für mediale Zwecke instrumentalisiert habe, beantwortet er ausweichend. Für Baker habe die Familie das Ideal der universellen Brüderlichkeit verkörpert. Bei Popstar Madonna sah er das etwas anders, bei ihr sei es Egoismus: „Ich komme und ich nehme.“ Quellen BZ

Ein interessanter Punkt, um die Verschwörungstheorie um Josephine Baker als willfähriges Instrument geheimer Eliten komplett zu machen, ist ihre Mitgliedschaft in der feministischen Freimaurer Loge „Nouvelle Jérusalem“, zu der sie offiziell ab 1960 gehörte. Frauen in den Freimaurerlogen sind keine Erscheinung der Neuzeit, wie diese Liste des  Ordens Souveräner Groß-Orient beweist.

Über ihre Ziele machen die Freimaurerlogen auch gar kein so großes Geheimnis, wie man an folgender Erklärung zur Flüchtlingstragödie der europäischen Logen leicht erkennen kann:

Die europäischen Freimaurer-Obedienzen sind bestürzt über die Tragödie, die Migranten durchleben, die aus Kriegs- und Elendsländern geflohen sind. Sie appellieren daher an die europäischen Regierungen, eine gemeinsame Politik zu verwirklichen, die für einen würdigen und menschlichen Empfang derjenigen Bevölkerungsgruppen sorgt, die sich in Not und Elend befinden. Die Unfähigkeit der Staaten, nationale Egoismen zu überwinden, ist ein neues Signal für ein krankes Europa, in dem das Eigeninteresse über das Allgemeininteresse gestellt wird.Die Freimaurer-Obedienzen erinnern daran, dass der Respekt der Menschenrechte und das Prinzip der Menschenwürde zu den Gründungsprinzipien des europäischen Hauses gehören. Auf der Grundlage solcher Prinzipien ist die Solidarität der Nationen entstanden. Der Geist der Solidarität ist jetzt noch notwendiger angesichts der Umwälzungen, die sich in zahlreichen Weltgegenden vollziehen.

Die Geschichte des europäischen Kontinents zeigt, dass er aus zahlreichen Völkerwanderungen hervorgegangen ist, und daher müssen die gegenwärtigen Dramen einen Appell an das Gewissen provozieren und eine neue Willkommenspolitik generieren. Geschieht das nicht, dann wird der europäische Kontinent zum Schauplatz von Abspaltungen und Konflikten, die die Völker erneut ins Unglück stürzen. Mit einer neuen Aufheizung der Nationalismen ist ebenfalls zu rechnen.

Die gegenwärtige Tragödie sollte die Geburtsstunde der Wiederbelebung und Erneuerung des europäischen Traumes sein. Die unterzeichnenden Freimaurer-Obedienzen erwarten nun Taten, in denen die Gründungswerte der Solidarität und der Brüderlichkeit ihren Ausdruck finden. Quelle

Noch Fragen?

Die Willkommenskultur ist ein vor langer Zeit geplantes Elitenprojekt. Dass damit eine andere Kultur verabschiedet wird, wird dezent verschwiegen. Das jedoch kann sich jeder selber denken, solange das noch erlaubt ist.

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