Jeffrey Epstein – Ein illegaler Sexring fliegt auf

Man höre und staune, werden unsere westlichen Medien doch noch ihrer Aufklärungsarbeit gerecht? Wohl kaum, würde man nicht den erbitterten Versuch unternehmen, US-Präsident Trump eine freundschaftliche Beziehung anzudichten.

Was ist passiert? Am Samstag, den 6. Juli, gab die Staatsanwaltschaft bekannt, den milliardenschweren Investmentbanker Jeffrey Epstein am Teterboro-Flughafen im US-Bundesstaat New Jersey festgenommen zu haben.

Bereits am Mittwoch, den 3. Juli, hat die Staatsanwaltschaft 167 Dokumente, die als Beweise für eine Anklage gegen Epstein sowie gegen weitere hochrangige Politiker und Geschäftsleute dienen, entsiegeln lassen. Zwar verwies das zuständige Gericht in einem 27-seitigen Bericht auf die Privatsphäre zahlreicher in den entsiegelten Dokumenten genannter Personen, doch aufgrund der Tragweite und Schwere des Vergehens habe die Bevölkerung das Recht auf vollumfängliche Transparenz.

Doch zurück zu Epstein: Laut Staatsanwaltschaft wird dem 66-Jährigen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung vorgeworfen. So soll Epstein zwischen 2002 und 2005 einen illegalen Sexhandelsring in New-York und Miami betrieben haben, mit Hilfe diesem er dutzende Mädchen mit hohen Bargeldsummen in sein Haus lockte, um sie anschließend zu missbrauchen.

Bei einer Hausdurchsuchung in Manhattan beschlagnahmten die zuständigen Ermittler zahlreiche Nacktfotos von minderjährigen Mädchen. Dieses 21.000 Quadratmeter große Anwesen soll Hauptschauplatz der illegalen Sexhandlungen gewesen sein.

Bis zur Anhörung durch den Untersuchungsrichter am 15. Juli, sitzt er wegen des erhöhten Fluchtrisikos derweil in Untersuchungshaft. Ihm drohen bis zu 45 Jahre Haft.

Ein bereits registrierter Sexualstraftäter

Bis zum Jahre 2007 hatten sich zahlreiche Opfer bei der Polizei gemeldet. Aufgrund der Fülle an Beschuldigungen und einer erdrückenden Beweislast, verfasste die Polizei einen 53-seitigen Bericht und legte diesen dem FBI vor.

Eine aktenkundig dokumentierte Tragweite, welche Epstein schon damals hätten lebenslänglich ins Gefängnis bringen müssen. Stattdessen soll Epstein dem FBI als Informant gedient haben, gestand zwei Taten in abgeschwächter Form ein und wurde, nach Eintragung ins Register für Sexualstraftäter, lediglich zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Nach nur 13 Monaten wurde er wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, sollte der damalige Deal mit dem FBI tatsächlich der Wahrheit entsprechen, der FBI-Direktor zu jener war Robert Mueller. Ja richtig, genau jener Mueller, der Jahre später als Sonderermittler gegen Trump ermittelte, um eine vermeintliche Russlandverschwörung aufzudecken.

Auch der designierte US-Arbeitsminister Alexander Acosta, damals leitender Staatsanwalt des Gerichtsbezirks im südlichen Florida, wird eine Beteiligung am umstrittenen Deal nachgesagt.

Heiße Spur zu Donald Trump?

In den hiesigen Medien wird Trump eine enge und freundschaftliche Beziehung zu Epstein nachgesagt. Gebetsmühlenartig wird Trump mit den Worten aus 2002 zitiert:

„Ich kenne Jeff seit 15 Jahren. Ein fantastischer Kerl. Man kann viel Spaß mit ihm haben. Es wird sogar von ihm gesagt, dass er schöne Frauen genauso gerne mag wie ich, und viele davon sind jüngeren Alters. Keine Frage – Jeffrey genießt sein Gesellschaftsleben“

Dies war allerdings bevor die Missbrauchsvorfälle Epsteins an Tageslicht kamen, die Jahre später zu seiner Haftstrafe geführt haben.

Nach Bekanntwerden eines sexuellen Übergriffs auf dem Mar-a-Lago Resort, ein Anwesen von Donald Trump, verbannte er Epstein von seinem Grundstück. Ob dieses Verhalten eine Mitwisserschaft oder gar Mittäterschaft zum Ausdruck bringt?

Mehr noch; der damalige Anwalt der Anklage, Bradley Edwards, gab bereits 2018 ein bemerkenswertes Statement zu den damaligen Ermittlungen gegen Epstein ab:

„Das Einzige, was ich über Präsident Trump sagen kann, ist, dass er die einzige Person ist, der 2009, als ich vielen Leuten Vorladungen zugestellt oder zumindest einigen verbundenen Personen Bescheid gegeben habe, die den Hörer abgenommen und gesagt hat, lass uns einfach reden.

Ich sage Ihnen, was Sie wissen müssen und seine Informationen, die er uns gab, waren äußerst hilfreich. Es gab keinerlei Hinweis darauf, dass er an irgendetwas Ungewöhnlichem beteiligt war. Das hat sich ausgezahlt und das hat uns geholfen.“

Eine deutlich interessantere Spur und von den deutschen Leitmedien eher stiefmütterlich behandelt, ist die Verbindung zu Bill Clinton.

Clinton und Epstein – Ziemlich beste Freunde?

Bill Clinton hat bestritten, eine enge Beziehung zu Epstein zu haben. Am Montag sagte Clintons Büro in einer Erklärung, dass Clinton „nichts über die schrecklichen Verbrechen weiß“, die Epstein vorgeworfen wurden, und Clinton seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr mit Epstein gesprochen habe.

In einem Interview äußerte sich die investigative Journalistin, Conchita Sarnoff, zu den jüngsten Geschehnissen. Laut ihren Recherchen ist Bill Clinton 27 Mal mit dem Lolita Express geflogen, jedes Mal mit dabei, minderjährige Mädchen.

Conchita Sarnoff weiter:

„Ich weiß es aus den Protokollen der Piloten. Und das waren Protokolle die von verschiedenen Piloten zu verschiedenen Zeiten geschrieben wurden. Diese Protokolle zeigten auf, dass Clinton 27 Mal Gast bei Epstein war. Fast jedes mal hatte Clinton seinen Secret Service dabei. Aber es gab auch Protokolle ohne Eintrag seines Secret Services. Fast jedes Mal, wenn Clintons Name auf dem Protokollen der Piloten stand, waren minderjährige Mädchen dabei.“

Ferner erhielt auch der Sender FoxNews 2016 Flugprotokolle aus denen hervorgeht, dass Bill Clinton mindestens 26 Flugreisen mit Epstein unternommen hat. Anschließend wurden sogar mindestens 5 Flugreisen aus den Protokollen entfernt. Von einer nicht engen Beziehung kann demnach wohl kaum die Rede sein.

Auch die New York Post berichtete über ominöse Flugreisen Clintons sowie über eine Spende von 25.000 Dollar für die Clinton Foundation:

„Flight logs show that from 2001 to 2003, Bill Clinton flew on Epstein’s private plane, dubbed The Lolita Express by the press, 26 times. After Epstein’s arrest in July 2006, federal tax records show Epstein donated $25,000 to the Clinton Foundation that year.“

Der Transatlantiker

Abschließend bleibt noch festzuhalten; Jeffrey Epstein ist Mitglied und Teilnehmer unserer heißgeliebten Netzwerke. Sowohl der Trilateralen Kommission als auch beim berüchtigten Council on Foreign Relation.

Harren wir der Dinge die da noch kommen mögen. Dieser Fall hat definitiv das Potenzial, einige Dominosteine ins Rollen zu bringen. Ins Ermittlerteam wurde ebenso Maurene Comey, die Tochter des ehemaligen FBI-Direktors James Comey, berufen. Um die Bedeutung dieser Berufung wird wild spekuliert. Wir bleiben dran!

2 KOMMENTARE

  1. Aha .. . da haben wir wieder etwas gegen Trump. Bill und Hillary .. wer ist den das ? Vielleicht eine Farmerfamilie in Arkansas. Was haben die denn damit zu tun ? Ach ja der Bill , . . . das war doch der welcher sein Ehrenwort gab, dass ihm Monaika nie den. . . . aber lassen wir das. Im uebrigen habe er seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr zu “ Ebbstien “ gehabt.

  2. So unschön das alles auch ist,

    die Mädchen wurden also nicht gewaltsam entführt, sondern mit ganz viel Geld gezwungen?

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