Human statt Euro – die neue Währung heisst Mensch

Human1… und noch ein Gedankenexperiment zum Währungssystem. Das heutige Geld wird aus dem Nichts geschaffen, Kreditvergabe erzeugt Geld. Dem Guthaben der Einen stehen die Schulden der Anderen gegenüber.

Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, dann heisst das, die Geldmenge ist gleich der Menge der gesamten Schulden aller am Wirtschaftskreislauf Beteiligter.

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Was passiert, wenn wir das ändern? Die Währung wird nicht mehr durch Schulden, also dem Versprechen der Schuldner in das Erbringen einer Wirtschaftsleistung gedeckt, und auch nicht wie früher durch einen Vorrat an Gold, sondern durch Menschen.

Der Euro wird ersetzt durch den HUMAN.

Wie soll das gehen? Dazu brauchen wir zuerst ein Musterländle, zum Beispiel die Vereinigten Humanen Republiken, auf Englisch ganz knackig the UHR (Ju, ätsch, Arr) – the United Human Republics. Die neue Währung sprechen wir auch mal ganz peppig JUMEN aus, und schon gefällt’s. Aber weiter im Experiment…

In den UHR bekommt jeder Mensch mit seiner Geburt ein lebenslanges Konto mit seinem persönlichen Humankapital. Im ehemaligen deutschen Teil der UHR wären dafür die Einwohnermeldeämter perfekt geeignet. Sie werden zu den kommunalen HKBs, den HumanKapitalBanken.

Jeder Mensch hat in einer solchen Bank sein Konto und startet, sagen wir mal mit 100.000 Human.

Damit Eltern jetzt nicht auf dumme Gedanken kommen und das Kapital ihrer Kinder sinnlos verplempern, dürfen sie als Treuhänder davon nur monatlich einen bestimmten Betrag abbuchen, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu tragen. Dies entspräche dem heutigen Kindergeld. Mit Eintritt der Volljährigkeit bekommt das Kind nun den vollen Zugriff auf sein Humankonto. Nun kann es ein Auto, ein Haus, einen Urlaub finanzieren, ein Geschäft damit eröffnen, eine Ausbildung bezahlen oder aber sein Konto durch Arbeit wieder auffüllen.

Es ist vor allem unabhängig von den Eltern. Es muss nichts erben, benötigt kein Bafög, denn es hat schon genügend Startkapital. Kein Wunder, denn das Geld heißt “Mensch”. Kann so etwas denn funktionieren?

Fassen wir einmal zusammen:

Die Währung ist menschengedeckt! Die Geldmenge wächst oder schrumpft mit der Zahl der Menschen.

Das Bankwesen ist dezentral, in jeder Kommune werden die Einwohnermeldeämter durch die Humankapitalbanken ersetzt. Jeder neue Mensch lässt die Geldmenge um 100.000 Human anwachsen.Wenn ein Mensch stirbt, wird sein Guthaben gelöscht, die Geldmenge schrumpft.

Erben wird abgeschafft! Jeder Mensch hat und ist durch den HUMAN sein eigenes Kapital.

Mit dem Tod erlischt auch dieses Kapital und sein Konto wird gelöscht. Für den Besitz der Eltern erhalten die Erben ein Vorkaufsrecht, mit dem sie bei der Humankapitalbank zum Beispiel ein Elternhaus erwerben können. Nach dem Tod geht also das, was wir heute Erbe nennen an die Gemeinschaft, die hier durch die Humankapitalbanken vertreten wird. Somit bleibt die Geldmenge stets an die Zahl der Menschen gekoppelt.

Zinsen? Kann oder darf es in diesem System nicht geben.

Bearbeitungsgebühren für die Geldinstitute, Löhne und Gehälter für die Angestellten müssen natürlich bezahlt werden. Aber dafür gibt es hauptsächlich Steuern. Diese zahlen die Menschen nach wie vor, jedoch wird der Bedarf ein anderer sein als in unserem System.

Wachstum? Wird in diesem System natürlich abgebildet. Wenn die Menschenmenge wächst, wächst auch die Geldmenge. Mehr Menschen können theoretisch auch mehr produzieren. Wenn die Produktion hinterhinkt, dann steigen die Preise vielleicht mit der Nachfrage, aber der Mangel an Produktion hat in diesem Falle nichts mit einem Mangel an Geld zu tun.

Wenn die Menschen hungern, dann nicht, weil sie kein Geld haben, obwohl sie arbeiten – sondern vielleicht weil sie nicht genug gearbeitet haben, weil schlechtes Wetter die Ernte vernichtet hat oder, weil die Erde inzwischen einfach zu voll geworden ist und der Boden nichts mehr hergibt.

So oder so, aus einem monetären Problem wird ein menschliches Problem. Und die Lösung ist nie wieder eine Frage des Geldes!

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Wolfgang van de Rydt
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