Helric Fredou – der tote Ermittler #charliehebdo

Wurde er beseitigt? Stoff für Verschwörungsstheorien …

Helric Fredou war kinderlos und unverheiratet. Einige Stunden nachdem er mit den Verwandten der Opfer des Attentats auf die Redaktion von #CharlieHebdo gesprochen hat, soll er sich mit seiner Dienstpistole erschossen haben.

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Mehr ist nicht über den Mann mit den traurigen Augen bekannt geworden. Er soll an Depressionen gelitten haben. Zwei Bilder liefert die Google Suche derzeit. Es gibt auch ein Facebook Profil. Dort findet man ein Foto, das ihn zeigt in einem “Biergarten” mit zwei älteren Damen, vielleicht ist eine davon seine Mutter.

Die wenigen veröffentlichten Details zu seiner Person lassen die Erklärung zu seinem Suicid plausibel erscheinen. Keine Frau, keine Kinder, schon lange depressiv, wahrscheinlich auch keine Freunde – so verwundert die Tat als Kurzschlussreaktion wenig.

Warum aber war er überhaupt im Dienst und hatte Zugriff auf eine Waffe?

Wenn seine Erkrankung bekannt war und er deswegen behandelt wurde, dann hätte auch das Risiko bekannt sein müssen. Psychisch Kranken empfiehlt man grundsätzlich die Reduzierung von Stress, gerade in einem solchen Beruf und verantwortliche Dienstherren kann man mit Attesten von Ärzten dazu bewegen, eine Stelle mit weniger Belastung  einzurichten.

Helric Fredou wollte das vielleicht gar nicht, das wäre eine Erklärung dafür, dass er eine leitende Funktion inne hatte. Seinem Dienstherren hätten aber Versäumnisse auffallen müssen, die unweigerlich bei einer starken Depression auftreten, wie zum Beispiel auch längere Abwesenheitszeiten.

Typische Selbstmordreaktion als Kurzschluss?

Depressive Patienten, die schon länger krank sind, deren Krankheit also wie bei Fredou zu vermuten chronisch verläuft, neigen bei Suicidgefährdung eher nicht zu Kurzschlussreaktionen. Gerade nach einem Schock fehlt ihnen dazu der nötige Antrieb. Die lebensüberdrüssigen Gedanken quälen sie schon lange, sie sind oft müde und ausgelaugt. Fredou wurde genauso beschrieben.

Das höchste Risiko für einen Selbstmord besteht bei einem Patienten immer dann, wenn er mit Antidepressiva behandelt wird und er sich äußerlich auf dem Wege der Besserung befindet. Die negativen Gedanken sind noch da, aber die Antriebslähmung ist bereits durch die Wirkung der Medikamente überwunden. In der Psychiatrie ist dieses Phänomen seit langem bekannt, darum entlässt man depressive Patienten in dieser Phase nur ungern nach Hause und wartet damit, bis ein entsprechend aufgebauter Medikamentenspiegel im Labor nachgewiesen ist.

Falls sich Fredou gerade in einer solchen Phase befunden hat und solche Medikamente bei seiner Obduktion nachgewiesen werden, dann wäre somit der Selbstmord zumindest medizinisch hinreichend erklärt.

Es erklärt aber nicht, warum er auf diesem Posten war – ausser es handelt sich um reine Schlamperei.

Nun zur Verschwörungstheorie:

Falls der Anschlag als False Flag Operation geplant war, dann will man natürlich keine besonders eifrigen Ermittler an dieser Stelle haben. Entweder man nimmt dann jemanden, der komplett unfähig ist, oder jemanden, der erpressbar ist. Bei Helric Fredou käme die erste Variante aufgrund seine Erkrankung in Betracht. Erpressbar durch Frau und Kinder war er jedenfalls nicht.

Dann aber hätten die Verschwörer einen Fehler gemacht, denn Fredou hat sich erschossen statt sich bei der Ermittlung zu verzetteln. Nun muss ein neuer Ermittler ran, der eventuell eifriger vorgeht. Das ist eher unwahrscheinlich.

Aber was, wenn er gar nicht krank war? 

Jemand, der weder Frau noch Kind hat, der hat nach seinem Tod auch keinen engen Beziehungspartner, der der offiziellen Darstellung mit einigem Gewicht widersprechen könnte. Man kann so jemandem alles andichten, es ist kaum nachprüfbar. Wenn er dann auf etwas stößt, lässt man ihn verschwinden, in dem er Selbstmord begeht und man sagt, er war sowieso krank.

Allerdings wäre der Ermittler hier sehr schnell auf etwas so Brisantes gestoßen, dass er so schnell beseitigt werden musste.

Bei anderen brisanten Fällen dauerte es meist wesentlich länger bis wichtige Zeugen plötzlich starben oder  Staatsanwälte die Schreibtischschublade mit der Dienstwaffe öffneten.

Vielleicht bringen die Ergebnisse seiner Obduktion neue Erkenntnisse. Ob sie veröffentlicht werden, haben die Behörden nicht mitgeteilt.


 

Bildquelle:

charliehebdo photo

 

 

 

 

 

Photo by Valentina Media

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4 Kommentare

  1. Hätten wir Journalisten, die die Wahrheit ans Tageslicht bringen wollten, dann würde doch jetzt im (Kollegen-)Umfeld von Helric Fredou recherchiert.

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