Zwei Fraktionen in einem Landtag, das gab es bei der AfD zuerst in Baden-Württemberg unter Führung von Jörg Meuthen. Der nächste Akt im Lagerkampf spielt in Hannover. Die drei Abgeordneten Jens Ahrends, Stefan Wirtz und Dana Guth haben am Dienstag ihren Austritt aus der Fraktion erklärt. In Niedersachsen hat die Partei allerdings nicht genügend Sitze, um den Status als Fraktion behalten zu können.

Die Partei haben die drei Abgeordneten nicht verlassen, unter Führung der bisherigen Fraktionschefin und früheren Landesvorsitzenden Dana Guth wollen sie weitere Abgeordnete zum Austritt bewegen und eine neue Fraktion bilden. Am 12. September hatte Guth nach einer Stichwahl den Landesvorsitz an den Herausforderer Jens Kestner verloren. Kestner wird dem früheren parteiinternen „Flügel“ zugerechnet, der nach Druck des Meuthen-Lagers seine Auflösung erklärt hatte. Für Jörg Meuthen wird die Luft dünner, je länger der Machtkampf nicht entschieden ist und parteiinterne Widersacher wichtige Posten besetzen.

8 KOMMENTARE

  1. Es ist das wirkliche politische Drama: in einer Zeit, in der eine Alternative wirklich dringend benötigt würde, zerlegt sich die Partei.

    Staatsdiener Professor Meuthen: bist du nach oben gekommen, um die AfD zu vernichten?

  2. Wer die einzige Oppositionspartei in der Zeit einer existentiellen nationalen Krise mit seinen persönlichen Hobbies und Vorlieben blockiert, hat seine politische Daseinsberechtigung aufgegeben.

  3. So ist das, wenn Pöstchen wichtiger sind, als der Dienst am Bürger.

    Am besten, man schließt die Abtrünnigen, die offenbar auf Lusche-Meuthen-Kurs ist, wegen parteischädigenden Verhaltens aus. Denn: Eine zweite Verräter-CDU und -FDP braucht nun wirklich kein Mensch.

    Aber der Fall macht einmal mehr deutlich, wie sehr der vom VS in die Partei getriebene Spaltungskeil bei den charakterlosen Fähnchen-in-den-Wind-Haltern wirkt.

  4. Es wird immer klarer. Da sind Leute am Werk, ähnlich wie beim grünen Geschmeiss, die nur aus finanziellen Gründen in dieser anfangs so Mut machenden Partei sind. Als ich 2014 von Luckes Zustimmung für die Russland Sanktionen in Brüssel hörte, bin ich als eines der ganz frühen Mitglieder postwendend ausgetreten. Wer braucht schon eine GROKO light ?
    Deutschland garantiert nicht wie sich inzwischen immer klarer heraus kristallisiert.
    Schon auf Kreisebenen waren jede Menge Trittbrettfahrer am Werk, die nur auf sichere Faulenzerpöstchen im Politgetriebe spekulierten.
    Abschreckend weil nicht mein Ding.
    Meine Stimme wird es für die nicht mehr geben.

  5. Verschiedene Meinungen, Richtungs- und Macht-Kämpfe sind in der AfD wie in jeder Partei normal.
    Jedenfalls sofern die Partei die Vorgabe des GG ernst nimmt, dass auch die Mechanismen innerhalb einer Partei demokratisch sein müssen.

    Man besorgt das Geschäft der an ihren Posten klebenden Alt-Schranzen der CDUSPDFDPGRÜNELINKE-Einheits-Block-Partei NeoISlamistans, wenn man jedes Gerangel zur grossen Krise der AfD hoch schreibt !

    • contra:
      Das Geschäft der Altparteien und ihren Progonisten besorgt der AfD-Vorstand in Uneinigkeit, neidischem „du hast aber mein schüppchen“ und Rechthabereien: Rechter Flügel ist aber bäh.
      Wenn die Polit-Sesselpupser die seit 1952 nicht das geringste für Germoney auf die Reihe bekommen, nicht vor Angst schlottern würden, wären verbale und gesetzwidrige Aktionen nicht nötig. Ich rieche es bis hier hin. Die Hosen sind gestrichen voll.

  6. Das neue Wahljahr für den Bundestag kommt näher und näher. Wer Erfahrungen in oppositionellen und systemkritischen nichtlinksgrünen Parteien in den letzten 30 Jahren gesammelt hat wie ich, der weiß, dass U-Boot-Kapitäne gern noch vorher umsteigen, um von einem sinkenden Schiff, in dessen Rumpf sie höchstselbst im höheren Auftrag das Leck geschlagen haben, auf ein anderes, noch nicht sinkendes umzusteigen. Schließlich müssen U-Boot-Kapitäne Karriere machen, um eines Tagen das Bundesverdienstkreuz aus der Hand des Herrn Bundesbegrüßungaugust entgegennehmen zu dürfen – sozusagen wegen ihres Dienstes an der sehr spezifischen bundesdeutschen Demokratie.
    Das passiert immer, wenn ein neues Wahljahr kommt. Aber keine Angst, liebe Freunde. Das ist eben die Dialektik: So erneuern sich auch Oppositionsparteien, um stark zu werden, muss man sich von dem ganzen leichten, politisch korrupten Gesindel und von Karrieristen trennen. Wenn sie von selbst gehen, umso besser.

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