Im Zusammenhang mit einem auf der Plattform YouTube veröffentlichten Video hat die Polizeiinspektion Göttingen noch am Freitag gegen einen ihrer Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet. Entsprechende disziplinare Maßnahmen werden parallel geprüft.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der Polizist einem jungen Mann während eines Einsatzes in einer Wohnung mit der flachen Hand gegen den Kopf schlägt. Was sich im Vorfeld der Entgleisung abgespielt hat, ergibt sich nicht im Detail. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Von der Existenz des Bildmaterials erfuhr die Polizei am Freitagvormittag über Soziale Medien. Nach Bekanntwerden leitete die Inspektion unverzüglich erste Ermittlungen ein. Da die Einsätze vorschriftsmäßig dokumentiert waren, konnten auch die im Video zu sehenden Beamten unmittelbar zugeordnet werden. Darüber hinaus ist der in Rede stehende Schlag durch den ausführenden Beamten in den Einsatzunterlagen vermerkt.

Nach der hiesigen Aktenlaqe suchte der Polizeioberkommissar zusammen mit drei Kollegen am vergangenen Donnerstagmorgen (17.09.20) gegen 08.00 Uhr die Wohnung eines 19 Jahre alten Mannes im Göttinger Stadtteil Holtensen auf, nachdem es mehrere Beschwerden wegen einer massiven Ruhestörung gegeben hatte. Es war nach 05.15 und 05.45 Uhr der dritte Einsatz bei dem 19-Jährigen an jenem Morgen. Auch in den Tagen zuvor hatte die Polizei wiederholt wegen gleichlautender Beschwerden von Nachbarn die Anschrift des polizeilich bekannten Heranwachsenden anfahren müssen. Während des 08.00 Uhr-Einsatzes am Donnerstagmorgen hat sich der Göttinger gegenüber den Einsatzkräften zum wiederholten Mal aggressiv verhalten und sie über längeren Zeitraum massiv beleidigt. Immer wieder fielen von ihm Äußerungen wie „Wichser, verpisst euch ihr Spastis, scheiß Bullen“. Um diese massiven Beleidigungen zu beenden, verpasste der Beamte dem 19-Jährigen schließlich eine Ohrfeige.

Nach einem weiteren Einsatz am Donnerstagabend gegen 22.00 Uhr, wiederum wegen extrem lauter Musik, Videospielen, lautem Schreien, Treten und Schlagen gegen Türen und Möbel im gesamten Treppenhaus, musste die Polizei den Ruhestörer in letzter Konsequenz in Gewahrsam nehmen.

Gegen den 19-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Ruhestörung eingeleitet. Diese Verfahren bleiben zur weiteren Bearbeitung bei der Polizei Göttingen. Das Verfahren gegen den Polizeibeamten wird aus Gründen der Neutralität an die Polizei in Hildesheim abgegeben. Schlussendlich wird dann die Staatsanwaltschaft das Verhalten des Beamten strafrechtlich bewerten und gegebenenfalls zur Anklage bringen.

Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, kritisiert das Verhalten des Beamten ausdrücklich: „Auch wenn Polizeibeamten immer wieder, wie im vorliegenden Sachverhalt, Hass und persönliche Beleidigungen, entgegengeschleudert werden, rechtfertigt dies für sich allein keinesfalls ein körperliches Angehen des polizeilichen Gegenübers. Hier erwarte ich von meinen Beamtinnen und Beamten eine besonders hohe Hemmschwelle, auch wenn es häufig schwerfällt, in solchen Situationen die Ruhe und Distanz zu bewahren. Dafür sind wir Profis.“

21 KOMMENTARE

  1. Wenn jemand massiv beleidigt wird, was auf dem Video zu hören ist, ist dies ein „rechtwidriger Angriff“.
    Soweit ich weiss, darf man diesen „rechtswidrigen Angriff“ auch durch eine Ohrfeige abwehren, wenn das Gegenüber nicht aufhört zu beleidigen.
    Abgesehen davon habe ich auch Verständnis dafür, wenn einem Polizist mal der Gaul durchgeht bei dem unverschämten Klientel mit dem sie es ständig zu tun haben.

      • Der gehässige Troll-Stänkerer und Berufs-Miesmacher „Hiob“ passt gut in die Mülltonne.
        Allein auf dieser Seite hier hetzt er wieder unter vier verschiedenen Alias-Identitäten und versucht jede Diskussion mies zu machen und abzuwürgen und die Diskutanten und Leser und besonders die Leserinnen und Diskutantinnen zu vertreiben.

        Warum veröffentlicht ein oppositionelles Medium diesen destruktiven Merkel-Propaganda-Dreck ?

  2. Dreck in Uniform halt.
    Das kommt davon wenn man die Anfoderungen auf das Niveau von Kuffnucken senkt.

  3. Formal ist die Rechtslage klar: Das ist als vorsätzliche KV zu sehen und damit entsprechend zu verfolgen, es sei denn, der Beamte hat in NOTWEHR gehandelt, wozu der Artikel keine Infos enthält.

    Rein praktisch-faktisch betrachtet: Der Typ hatte sich die Backpfeife redlich verdient, ja quasi erarbeitet.

  4. Ich sehe schon die Bild-Schlagzeile:

    Göttingen: „Rechtsradikaler NSU 2.0-Polizist schlägt friedliebenden antifaschistischen Jugendlichen ins Koma!“

  5. Wenn der sich das ansonsten auch bei einem arabischen 2 Metermann traut der seine Mutter ficken will, oder bei einem HellsAngel der rhetorisch seine Schwester vögelt, kann man das vllt. gerade noch gelten lassen.
    Was hat der kleine überhebliche Hosenscheißer eigentlich zu dem erwachsenen, steuergeldfinanzierten Waffenträger rechtswidriges gesagt? Klang so wie „Hirnwixer“? Ok, da ist natürlich sofortige körperliche Ermahnung erforderlich.

    Ich erwähnte bereits, dass Kinder bei einer gewissen Protagonistin bestens aufgehoben wären. Die kennt sich aus mit den richtige Erziehungsmethoden. Wer wüsste, nach hiesigem Kommentar, seine Liebsten nicht in den Händen einer solch fähigen Person.

  6. @Assi

    Waren doch mehrere Waffenträger vor Ort. Warum hat nur einer von denen in deinem heldenhaften Sinne gehandelt und die große Bedrohung für Leib und Leben abgewehrt? Bundestverdienstkreuz nehm ich mal an, mindestens.

    Apropos, Heldentum. DU musst die ganze Truppe noch melden. Keine Maske, keinen Sicherheitsabstand. Sonst achten solche wie du doch peinlichst genau auf Coronaverstöße.

  7. 19-jähriger Jugendlicher.

    Ja gut, es soll auch Spätentwickler geben und böse Zungen behaupten schon mal daß Männer nie aus der Pupertät raus kommen. Noch bösere Zungen behaupten, daß Entwicklungsverzögerungen auf Impfschäden zurückzuführen sind.

    • Frage an Radio Eriwan :
      Wie lange ist man „Jugendlicher“, wann ist man erwachsen ?

      Antwort :
      Im Prinzip du bist mit 18 volljährig, erwachsen, verantwortlich und darfst wählen.
      ABER
      Wenn die Grünen sich davon Wählerstimmen versprechen auch schon mit 16.
      Wenn du gegen Gesetze verstossen hast, meist erst mit 21.
      Wenn du Flüchtilant bist oder sogar Krimineller UND „Flüchtender“, kannst du sogar noch viele viele Jahre länger „Jugendlicher“ bleiben, auch mit Vollbart und grauen Haaren, bis Mitte 30 etwa …

      Also alles relativ !

  8. Ein Oberkommissar der sich so wenig in der Gewalt hat, hätte perfekt in einer Einheit bei Adolf „dienen“ können. Er hätte es weit gebracht. Vielleicht sogar mal „Se sänd ain dreckiger Lomp “ brüllen dürfen.
    Armes Deutschland. Waren solche Pfeifen tasächlich irgendwann mal unsere Freunde und Helfer ? Glaub ich nicht. Wenn er frustriert war soll der die Uniform ausziehen.

  9. Man stelle sich vor, der hätte einer hysterichen Trulle ne (dosierte) Maulschelle verpasst. Was dann hier los wäre.

    @Klopper (Durchfall 😉 ), guter Kommentar! Wer schweigt stimmt zu, diesen Schuh müssen sich gynokratisierte männer leider anziehen. Viel Lametta gegen solche unmöglichen Schranzen ist generell nicht zu verzeichnen. Deutsche Sitzpinkler wollen sicher irgendwann mal als schwedische Wikinger enden. 🙂

    (als ob ich den Kahanekuckkuck siezen würde)

    einfach nur krank! (war sicher auch feministisch gerechtfertig)

    • Na, na, na,
      gehen da die Gewalt-Fantasien mal wieder mit Dr. porn. Hiob durch ?
      Hat er mal wieder zu viele snuff-Filme geguckt ?
      Tja, dreams are his reality …

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