Mathematikprofessor rechnet vor: Für die unter 40-Jährigen sollte der Lockdown weg, damit sie weitgehend ungefährdet die Herdenimmunität erreichen können, die dann die Älteren schützt

Die deutsche Anticoronapolitik leidet unter Prominentenkult, wissenschaftlicher  Inzucht,  Denkblockade und fehlender Diskussion. Kein Wunder, dass am Ende aller Überlegungen immer wieder dasselbe, nämlich ein Lockdown für alle verordnet wird. Andere Modelle werden nicht groß erörtert. Für widersprechende Fachleute sind die Talkshows No-go Areas und nicht-konforme  Beiträge kritischer Wissenschaftler werden auf den Internetforen vielfach gelöscht.
 Zu den Blockierten zählt der Mathematikprofessor Stephan Luckhaus aus Leipzig. Luckhaus hat schon im Mai 2020 ein Rechenmodell vorgestellt, das das Corona-Infektionsgeschehen beschreibt und das Eintreten der nachfolgenden Coronawelle im Herbst 2020 prognostizieren ließ. Prof. Luckhaus rechnete vor, dass ein genereller  Lockdown unangebracht sei und die Virusausbreitung in weiteren Wellen sogar begünstige.
 
Luckhaus war Mitglied im Range eines Senators für Mathematik der "Nationalen Akademie Leopoldina", deren Vorstand der Politik im Schnellverfahren zu weiteren allgemeinen Lockdowns geraten hatte. Die Akademie blockierte die Argumente von Prof. Luckhaus und dieser beendete im Dezember 2020 aus Protest gegen die - so seine Sicht - unseriöse Arbeitsweise der Akademie seine Mitgliedschaft.
 
    Der Professor trat unter Protest aus der "Nationalen Akademie Leopoldina" aus
 
Professor Luckhaus hat sein Modell in einer faszinierenden Vorlesung vorgestellt, die aber von den meisten politischen Entscheidern in Berlin und den Länderregierungen gar nicht verstanden werden kann, weil ihnen dazu die Voraussetzungen fehlen.
 
Bevor ich auf die hochinteressantenEinzelheiten der Videovorlesung eingehe, hier das
 

Fazit für Eilige:

  • Das gefährliche bis tödliche Risiko von Co-19  liegt mit riesiger Schlagseite auf der alten Generation. Für Menschen bis 40 Jahre besteht kaum ein Risiko und das sollte man sich zunutze machen, statt allgemeine Lockdowns zu verhängen: Die jungen Menschen sollten ohne Lockdown in Schulen, Universitäten und auch zu Massenveranstaltungen gehen und sich infizieren können. Ihre anschließende Herdenimmunität macht diese Bevölkerungsgruppe für die Alten ungefährlich.

 

Und hier zur Video-Vorlesung von Professor Luckhaus:

 
Minute 05:50  --   Das Rechenmodell ist die nächste Stufe oberhalb der Exponentialfunktion
Minute 16:30  --   Lockdown als Eindämmungsstrategie gegen Corona
Minute 18:55  --   Aufhebung des Lockdowns - Infektionen gehen weiter
Minute 25:25  --  Strategie für 2 Populationen 1.)  Menschen mit vielen Kontakten und 2.) Menschen mit wenigen Kontakten
Minute 27:47  --  Was rät man Vorsichtigen und Älteren
Minute 28:31  --  Wenn Population 1 (jüngere Leute) Herdenimmunität hat, ist Population 2 (Ältere) vom Infektionsgeschehen abgekoppelt
Minute 49:45  --  Konklusion: Wie muss die Strategie konkret aussehen: Jüngere Leute - Herdenimmunität, Ältere und Gefährdete - schützen
 
Die Vorlesung ist vom Mai 2020 und hat ihre Probe dahingehend bestanden, dass das Modell die zweite Co-19-Welle vorausgesagt hat. Weitere Wellen werden kommen, wenn mit General-Lockdowns für alle die Herdenimmunität der Jungen verhindert wird. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen, deren Wirksamkeit abzuwarten ist und deren breite Verfügbarkeit durch das  "großartige Organisationstalent" der politischen Elite in den Sternen steht und das Gefahrenmuster der Co-19-Mutanten können Änderungen der Einschätzung bewirken, an der Richtigkeit des mathematischen Modells aber nichts ändern.
(Anmerkung: Die Erstbekanntgabe des Sachverhaltes erfolgte im  Artikel  von Boris Reitschuster)