Germanwings: Gefährliche Psychopharmaka schuld an der Katastrophe?

Was die Pharmalobby nicht so gerne liest...

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Photo by foto-metkemeier.net

Der Spiegel berichtet über neue Details zum Germanwings Absturz. Demnach nahm der Co- Pilot, der für den Absturz verantwortlich gemacht wird, bis vier Medikamente zugleich.

Verschrieben hatte sie ihm sein behandelnder Psychiater und ihn auch aufgefordert, dies an den Arbeitgeber zu melden.

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Später stellte der Arzt offenbar ein Rezept für das Antidepressivum Mirtazapin aus. Über den Rest allerdings wird sich ausgeschwiegen – die bekannten und gefährlichen Nebenwirkungen:

Grundsätzlich gilt bei jeder Behandlung mit Antidepressiva zu Beginn eine erhöhte Suizidgefahr bei gefährdeten Patienten.

Allgemeinverständlich erklärt beruht die Gefährdung darauf, dass die Patienten sich recht schnell wieder besser und weniger kraftlos fühlen, ihr Antrieb also nicht mehr vermindert ist, sondern sogar noch gesteigert sein kann.

Die quälenden Gedanken allerding sind nicht sogleich zu Beginn der Einnahme verschwunden – im Gegenteil, die Medikamente können genau das verursachen, wogegen sie eigentlich eingesetzt werden.

Gelegentliche Nebenwirkungen von Mirtazapin entnimmt man u.a. dem Beipackzettel:

Alpträume, Übersteigerung, Aufregung, Wahnvorstellungen, Unruhe (einschließlich Unruhe- oder gar Angstzustände und ungewollter Zuckungen), nervliche Missempfindung, “rastlose Beine”, Ohnmacht, , Empfindungslosigkeit im Mund.

Bei Kindern und Jugendlichen können Aggressivität und insbesondere verstärkte Suizidalität auftreten

Immer wieder tauchen Psychopharmaka, insbesondere Antidepressiva in Zusammenhang mit Selbstmord oder Amokläufen auf. Der Co-Pilot der Germanwings Maschine ist nur einer von vielen Fällen, bei dem Fragen offen bleiben.

Was war zuerst da? Die behandlungsbedürftige psychische Störung?

Wenn ein Patient merkt, dass er Hilfe benötigt und ohne Zwang einen Arzt aufsucht, dann ist er in jedem Falle krankheitseinsichtig und sich darüber bewusst, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Er handelt also verantwortlich.

Einem Psychopathen oder einem von schweren Wahnvorstellungen getriebenen Patienten fehlt dagegen oft diese Einsicht – er hält sich für gesund, was sein Verhalten immer unberechenbarer für die eigene Gesundheit und das Wohlergehen anderer machen kann.

Wer sich behandeln lässt und Hilfe sucht, der hängt an seinem Leben und möchte die Situation, in der er sich befindet meistern.

Der sorglose Umgang mit Psychopharmaka, die laut Versprechen der Hersteller so harmlos sein sollen, lässt das Bewusstsein darüber vermissen, dass es sich bei diesen Mitteln um schwere Drogen handelt, die nicht unerheblich in den Stoffwechsel eingreifen.

Jeder Mensch reagiert anders auf diese “Medikamente” – bestimmte genetische Dispositionen rufen bei manchen Patienten paradoxe Reaktionen hervor, es treten in diesen Fällen manchmal nur die “unerwünschten” Nebenwirkungen auf.

In Verbindung mit mehreren Medikamenten kann es zu lebensbedrohlichen Wechselwirkungen kommen.

Ob das bei dem Co–Piloten auch der Fall war, lässt sich im Nachhinein nicht mehr aufklären.

Er wäre allerdings nicht der letzte Patient, dessen Zustand sich durch die Behandlung mit Psychopharmaka auf gefährliche Weise verschlechert, als dass ihm damit geholfen wird.

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9 Kommentare

  1. Also wer sich ein bisschen mit diesen Drogen auskennt ( nichts anderes sind das ) weis das der nie mehr hätte fliegen dürfen

  2. Es ist fast ungeheuerlich -wenn es stimmt- dass der (Co)pilot einer Verkehrsmaschine sich überhaupt mit Medikamenten dieser Art selbst versorgt hat bzw. auf diese Weise versorgen konnte – und das gleich bei mehreren Ärzten, die dann zur Schweigepflicht verdonnert waren.Solche Medikamente sind verschreibungspflichtig und dies hätte den krankenkassen zumindest auch auffallen müssen. Aber die Knete geht vor ! Zig Tausende dieser M4edikamente werden problemlos und der Einfachheit halber von den Ärzten verschrieben !
    Auf den einzelnen Fall wird kaum eingegangen…aber mich als “Arzt”…der ich nicht bin, würde es stutzig machen, wenn ein solcher Pilot nach diesen
    Medikamenten verlangt…von der Krankenkasse einmal ganz zu schweigen.
    Ja, man bekommt sogar vom Arzt gesagt, nur nicht den Beipackzettel lesen !!!
    Jetzt sind 150 Menschen tot und die Angehörigen wurden lt. Presse nicht einmal angemessen entschädigt ! Das passt alles in das andere bekannte gesellschaftsbild !

    Erich Richter

  3. Es gibt ein Missverhältnis, in der Kommunikation. Wir sollen einerseits die Erkrankung im öffentlichen Raum enttabuisieren und andererseits erfahren Bürger, die an Depressionen erkrankt sind materielle Nachteile, Die Angst Nachteile beruflicher und finanzieller Art zu erleiden, verhindert aber genau diesen öffentlichen Diskurs.

    Ob der Pilot sich anders verhalten hätte, bleibt dahin gestellt – sein Wahnsinn kann auch als Teil seiner bis dahin verleugneten destruktiven Lust gedeutet werden – gegen die kein Kraut gewachsen ist und was auch nicht zu verhindern gewesen ist, wie engmaschig auch immer ein Netz ist. Oder sollten wir überlegen die ärztliche Schweigepflicht für bestimmte Berufsgruppe einzuschränken, Polizisten, Piloten, Busfahrer, Lokführer, Lehrer … die Liste wird sicherlich noch länger.

    Wenn der Pilot Mitrazapin verschrieben bekommen hat, dann wird ja das Aufklärungsgespräch über die Nebenwirkungen nicht zwischen Tür & Angel stattgefunden haben – Nichts ist schwieriger als die Compliance des Patienten zu stärken – Pt. sind im Grunde nach so unzuverlässig, wie kaum eine andere Klientengruppe.

    http://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/mirtazapin

  4. Der Artikel suggeriert, dass es wirklich ein Suizid war.

    Bleibt trotzdem die Frage, wieso sich ein im wahrsten Sinne “ausgezeichneter” Lufthansa Pilot im Internet informieren muss, wie die Türen des Cockpits auf und zu gehen.
    Das ist, als würde sich ein KFZ-Mechaniker informieren, wie man ein Rad wechselt.

    • ein interessanter Einwand – lässt ein Grübeln – und ich denke nach wie vor, wir sollten Verhalten nicht pathologisieren, um es erklärbar zu machen – es gibt Menschen die empfinden Lust dabei Macht auszuüben und zu töten – entsetzlich finde ich, dass es im Netz die Aufnahmen der schreienden Passagiere von Voicerekorder gibt – die Hölle hat ein akustisches Gesich bekommen – eigentlich unerträglich.

      • @Hans Lutz Oppermann

        Ja leider gibt es diese Menschen, die Lust beim Töten und an der Macht empfinden. Aber sind diese Psychopathen dann bereit, bei der Ausübung ihrer Gräuel selbst zu sterben? Und ich frage mich, ob solche Leute dann Pilot werden, oder vielleicht doch lieber Gefängniswärter/Soldat/Pfleger?
        Diese ganze Welt ist doch völlig durchgeknallt.
        Ich für meinen Teil glaube die Geschichte vom Suizid einfach nicht. Es gibt zu viele Hinweise, dass es ganz anders war.

      • Auch das ist mir aufgefallen sowie andere, sehr merkwürdige Dinge. Daher bleib eher bei meiner ” Verschwörungstheorie ” , daß dieser ” Unfall ” als Warnung gedacht war !

  5. die geschichte mit dem depressiven piloten halte ich für ein ammenmärchen. was haben die mirage-kampfjets in der absturzregion gesucht ? warum haben bewohner der region kurz vor dem absturz einen lauten knall gehört ? warum wurde ein notruf gesendet ? Ich sende keinen notruf, wenn ich suizid begehen will ! die geschichte dieser unfassbaren trägödie ist so wie die lügenpresse es den lesern nahe bringen will, eine große lüge.

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