Faschismus für Anfänger – in leichter Sprache

Wider der Begriffsverwirrung in der deutschen diffusen Republik (DDR)

Faschismus ist etwas ganz Schlimmes, von dem keiner so genau weiß, was das eigentlich bedeutet, liebe Kinder!

Darum erklären wir das hier mal ein wenig.

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Photo by Dark Dwarf

Der erste Faschist war der italienische Diktator Benito Mussolini, das heisst, er hat als erstes diesen Begriff für sein System der Unterdrückung und der totalen Kontrolle benutzt. Viele andere haben das schon vorher gemacht – Menschen unterdrückt.

Der Herr Mussolini bediente sich der großen Konzerne und des Staatsapparats, weil er damit schon die Kontrolle über das ganze Land hatte. Die Presse, die Justiz, die Beamten, die Polizei, einfach alle mussten tun, was man von ihnen verlangte. Genau das ist Faschismus – die totale Kontrolle.

Faschisten sind nicht immer gleich als Faschisten zu erkennen, denn sie behaupten stets, irgendetwas Gutes zu wollen. Sie fordern die totale Unterwerfung unter ihre Lehren, ganz gleich wie sie lauten und worauf sie beruhen.

Der Herr Mussolini wurde zur Zeit des europäischen Nationalismus groß, darum bediente er sich dieser Ideologie, um sein Ziel zu erreichen. Ganz zu Anfang war er mal Kommunist, aber damit konnte man in Italien zu dieser Zeit nicht so viele Menschen „überzeugen“ – also veränderte er seine Maske, nicht aber das, was er von Anfang an wollte, den Willen zur Macht.

Terror, Gewalt und Unterdrückung gegen Andersdenkende und jeden Widerstand sind die Kennzeichen der Faschisten, diese Mittel benötigen sie stets, um die Macht an sich zu reißen.

Im Mittelalter bediente sich die Kirche besonders mit der Heiligen Inquisition solcher Methoden. Ketzer landeten auf dem Scheiterhaufen und ihr Vermögen fiel an die Kirche. So wuchs ihr Einfluss über die Menschen beständig.

Wer sind heute die Faschisten? Es sind immer noch die, die nach der totalen Kontrolle streben. Und es geht immer noch am schnellsten, wenn man sich der Konzerne und des Staatsapparats bedient.

Die Zeiten haben sich seit Mussolini geändert. Die großen Konzerne sind heute keine nationalen Unternehmen mehr, sondern operieren weltweit. Damit man gemeinsam mit ihnen die Totale Kontrolle übernehmen kann, reichen deshalb auch keine nationalen Staatsapparate mehr aus, die man beherrscht, sondern es braucht supranationale Institutionen, die am besten von Anfang völlig undemokratisch strukturiert sind.

So ein undemokratisches Teil von so einem supranationalen Staatsgebilde ist das EU Parlament und seine vielen Kommissionen, so ein Ding ist der ESM, bald wird die europäische Polizeibehörde EUROPOL zu so einem Part und auch die EZB ist so ein Instrument, wo die Macht an einer zentralen Stelle aus Politik und Finanzwesen zusammenfließt.

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Auch das Freihandelsabkommen TTIP mit seiner eigenen Gerichtsbarkeit ist ein Instrument, um den internationalen Faschismus durchzusetzen, die Herrschaft der Konzerne, die so weltweit in immer mehr Parlamenten die Gesetzgebung beeinflussen können.

Menschen, die diese Strukturen erkennen und sich dagegen aussprechen, werden unterdrückt. Denn weil sie fordern, dass heute die nationale Souveränität der einzelnen Staaten erhalten und wieder gestärkt werden müsse, nennt man sie Nazis oder auch gleich Faschisten, manche von ihnen sind es vielleicht sogar, aber vielen geht es um Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, das genaue Gegenteil vom Faschismus.

Wenn sie dann immer noch nicht schweigen und einlenken, dann werden sie mit Gewalt bedroht und es kommen die Schlägertrupps vorbei, um sie einzuschüchtern. Es fliegen Pflastersteine und Brandsätze, Leute werden zusammengeschlagen, die Meinungsfreiheit wird eingeschränkt, Gegner werden öffentlich diffamiert, es wird zum Mord aufgerufen, und je schlimmer der Faschismus um sich greift, so schlimmer werden die Verhältnisse.

Manche Seilschaften kämpfen auch gegeneinander und beschuldigen sich gegenseitig des Faschismus. Es ist nicht immer leicht, diese Leute voneinander zu unterscheiden, denn diejenigen, die schon mehr Macht erlangt haben, werden meist vom Staat besser gedeckt und geschützt. Es geht immer nur um Macht.

Gefährlicher für Leib und Leben sind in der Zeit von politischen Umwälzungen die nicht so erfolgreichen Faschisten, denn sie streben noch nach der Macht, die die anderen schon haben.

Diese anderen Faschisten sind gefährlicher für die wirtschaftliche Existenz und die Freiheit, denn sie haben die uneingeschränkte Macht, einen zu vernichten, ohne dabei ihr wahres Gesicht zeigen zu müssen. Sie üben Druck aus, damit unbequeme Leute entlassen werden, sie ruinieren ihre Betriebe und Unternehmen, sie kriminalisieren und terrorisieren ihre Gegner mit allen Mitteln, mal über die Finanzämter, die Justiz oder durch Diffamierung in den Medien, bis immer weniger Leute es wagen, den Mund aufzumachen.

Doch je turbulenter die Zeiten werden, desto brutaler werden ihre Methoden, die sie rücksichtslos anwenden.

In genau so einer Zeit leben wir heute wieder. Und die Wahrheit ist auf dem ersten Blick nicht sehr ermutigend. Als einzelner Mensch hat man keine besondere Macht und ist den Faschisten unterlegen, man kann nicht gewinnen, egal bei welcher Art von Konfrontation. Sie sind stärker und sie dulden niemals Widerstand.

Man hat die Wahl, sich ihnen anzuschließen oder ihnen wenigstens nicht im Wege zu stehen, wie das bereits viele Menschen machen, entweder aus Angst, Naivität und Unwissenheit oder auch aus voller Berechnung. Das Ergebnis ist stets dasselbe, trotz aller Vorsicht kann man ihnen in die Quere geraten, dann zeigen sie ihr wahres Gesicht.

So ist zum Beispiel die Rundfunksteuer (GEZ) in ihrem Kern ein faschistoides Gesetz. Es dient schon lange nicht mehr in Zeiten von Privatfernsehen der Informationspflicht gegenüber den Bürgern, sondern der üppigen Finanzierung der Staatsmedien, um die Menschen zu beeinflussen. Es gibt zahlreiche Beispiele für die, vornehm ausgedrückt, gelenkte Berichterstattung. Trotz aller Widersprüche und Beschwerden setzen die Verantwortlichen ihre Propaganda fort.

Man kann nur eines tun – diese Medien nicht mehr konsumieren. Noch gibt es Alternativen, deren Wirkungsgrad man jedoch weder überschätzen noch klein reden sollte. Sobald sie allerdings eine gewisse Relevanz erreichen, werden sie gekauft oder vernichtet.

Natürlich kann man auch auf die Straße gehen und protestieren, Gesicht zeigen, gegen die Politik und sich nicht verwirren und aufhetzen lassen zu Gewalttaten, die sich dann auch noch gegen die Falschen richten.

Der prügelnde, Steine und Brandsätze werfende Faschist ist nur ein Handlanger, manchmal ohne es selbst zu wissen und gehört, wie einst die SA Leute unter Hitler, zu den Ersten, derer sich der Faschismus wieder entledigen wird, wenn er seine Macht gefestigt hat.

Ähnlich verhielt es sich mit den Terroristen der RAF und ihren „Sympathisanten.“ Die nützlichen gewaltbereiten Idioten landeten hinter Gittern, die Lenker aus der zweiten Reihe in der Politik.

So macht es kein Wunder, wenn ein Herr Schily zunächst als Anwalt die Terroristen verteidigte und später als Innenminister noch mehr Polizeistaat durchsetzte, als den gegen den er einst vor Gericht zog und protestierte.

Politik wird aber bis auf den heutigen Tag mit Gewalt durchgesetzt, weil immer noch die militärische Gewalt das überzeugendste Argument und die wirksamste Methode ist. Das wussten nicht schon Marx und Engels, sondern auch ein junger hessischer Dichter.

Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt.

Georg Büchner

Innenpolitisch haben die Mächtigen gelernt, den Faschismus zu verbergen, sie üben strukturelle Gewalt aus, geben sich demokratisch und rechtsstaatlich und weil die Taschen der Mehrheit noch nicht vollends leer sind, ist das bißchen Widerstand beherrschbar.

Solange die berühmte „kritische Masse“ nicht das Fass zum Überlaufen bringt, genügt eine Light Diktatur.

Täglich aber vergrößert sich gerade diese kritische Masse, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis aus lokalen Straßenkämpfen ein Flächenbrand wird.

Dann zeigen die Faschisten auf allen Seiten wieder ihr wahres Gesicht!

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1 Kommentar

  1. Nicht das was einer vorgibt sein zu wollen zählt, sondern was einer wie tut – und an dem Maß von Kontrolle und Gegenkontrolle lässt sich am Besten messen, wie demokratisch bzw. wie faschistisch ein System agiert.

    Wer Kontrolle ausübt und sich selbst der Kontrolle entzieht und gleichzeitig die Unterwerfung unter sein System einfordert, wie das z.B. beim ESM der Fall ist und jetzt auch bei den Handelsgesetzen (TTIP) sein soll, dessen Verhalten ist faschistisch.

    Ziel all seiner Bemühungen ist die totale Kontrolle und auf diesem Weg sind wir, wenn wir uns Unternehmensstrukturen und Geschäftsmodelle anschauen, wie die von Facebook, Apple, Google, Exxon etc…. Sie dulden keine anderen Wettbewerber neben sich. Kompatibilität wird gepredigt und an allen möglichen Stellen untersagt und unter Strafe gestellt.

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