#Euskirchen und die Suche nach dem Hintergrund der Prügelattacke

Yu-Gi-Oh, Migrantengewalt oder Psychopharmaka?

Der 12-jährige Eric liegt nach der Prügelattacke durch einen Mitschüler im Koma. 

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Mittlerweile ist bekannt, der Täter ist strafunmündig und wenig einsichtig. Nur das Jugendamt könne jetzt tätig werden, hieß es. Der Kölner Express nannte den Täter „Til“ (Name von der Red. geändert), die BILD-Zeitung fand wenig später heraus, dass dieser „Til“ als Problemkind bereits polizeilich hinreichend bekannt sein soll. Ein bißchen spät dafür, falls wirklich erst jetzt das Jugendamt eingeschaltet würde und seiner Arbeit nachkommen möchte.

Direkt nach der Tat wurde bereits über einen Migrationshintergrund der oder des Täters spekuliert. Als das erste verpixelte Bild des Opfers veröffentlicht wurde, nährte sich der Verdacht noch mehr, denn bei Eric handelt es sich um einen blonden Jungen. Zudem ist die Euskirchener Gesamtschule eine Multikultischule, wirbt mit mehrsprachigen Flyern und besonderen Integrationsklassen und Sprachpaten für Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind.

Die Zutaten stimmen also, um solche Gerüchte zu befeuern. Bisher wurde keinerlei Aufklärung in diese Richtung geleistet. Es wäre so einfach, die Fakten zu nennen und eine ehrliche Debatte zu führen, wenn es so sein sollte, wie es FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher 2008 vorgeschlagen hat:

Die Debatte über Jugendkriminalität unter Ausländern muss geführt werden – jetzt!

Aber Halt, wir wissen nichts über Eric und schon gar nicht über „Til“, außer, dass es bei dem Streit um die beliebten Yu-Gi-Oh – Karten gegangen sein soll. Dieser Hintergrund ist gesichert, darüber könnte man reden, wie auch immer über bestimmte Videospiele geredet wird, wenn es um Jugendgewalt geht.

Vielleicht tut sich auch ein weiterer Hintergrund auf. Wenn „Til“ bereits seit längerem auffällig war und die Schule ihre Pflicht getan hat, muss der schulpsychologische Dienst unweigerlich tätig geworden sein und Elterngespräche geführt haben. Möglicherweise hat man gar eine Therapie vorgeschlagen. Üblicherweise wird auffälligen Schülern bei sogenanntem „herausfordernden Verhalten“ dringend eine Aufnahme in der Jugendpsychiatrie empfohlen, wo nicht selten Medikamente verordnet werden. Weigern sich die Eltern, wird häufig mit dem Entzug des Sorgerrechts gedroht, auch ein Schulverweis kommt oft in Betracht. Hier muss aber die Schule eine Alternative für den Schüler finden. Um mit „Ritalin“, „Truxaletten-Saft“ und sonstigen Kinderdrogen vollgepumpt zu werden, genügt es manchmal schon, unordentlich, unpünktlich und ein wenig zappelig zu sein – so schlimm wie „Til“ muss man es gar nicht erst treiben – es sei denn, keiner schaut hin.

Falls man sich also ernsthaft um „Til“ bemüht haben sollte, was an einer so um Integration bemühten Schule laut Eigenwerbung, ganz sicher auch dann der Fall ist, wenn ein Kind keinen Migrationshintergrund hat, könnte es also gut möglich sein, dass „Til“ mit solchen Medikamenten behandelt wurde. Diese Drogen sind ein zweischneidiges Schwert. Ritalin wirkt – manchmal paradox, aber manchmal auch so, wie angedacht. Es heilt nicht, sondern muss dauerhaft gegeben werden, wie alle anderen Psychopharmaka auch. Die Nebenwirkungen können Aggressionen verstärken, vollkommen entgleiten kann die Impulskontrolle auch dann, wenn eine Dosis vergessen oder das Medikament ganz abgesetzt wurde. Das gilt in besonderem Maße für Ritalin. Vielleicht ist „Til“ so ein Ritalin-Kind und der Fall ein bedauerlicher Einzelfall – alle haben es gut gemeint, aber manchmal geht eben alles schief.

Eventuell haben wir es aber auch mit einem wahren Hintergrund-Mix zu tun, über den man nicht weiter reden muss, da der Fall juristisch abgeschlossen ist. „Multicausale“ Ursachen, das klingt immer gut, wenn man nicht mehr weiter weiß.

Erst in ein paar Jahren wird man erfahren, was der mittlerweile erwachsen gewordene „Til“ bis dahin noch so alles auf dem Kerbholz hat. Immerhin gibt es dann, so der „Bundestag es beschließen möge“ härtere Strafen für illegale Autorennen.


Und schon geht es weiter, nach neuesten „Informationen“ war der Täter angeblich weder polizeilich bekannt, noch lebte er in einer betreuten Wohngruppe, wie ein Gerücht lautete. Auch dem Jugendamt sei er nicht bekannt gewesen … Hier lesen

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