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Screenshot: https://europa.eu/euprotects/our-health/unity-and-immunity-how-eu-makes-sure-vaccines-are-safe-and-available-throughout-europe_de

Propagandageschichten mit toten kleinen Kindern verfehlten noch nie ihre Wirkung, sei es der kleine Aylan Kurdi oder wie hier in diesem Fall, der Sohn von Marie-Piere. Solange die Kinder nicht Ebba, Mirko oder Mia heißen, regt sich auch niemand über die Instrumentalisierung ihres Todes für politische Zwecke auf. 2012 sollte nicht nur die Welt untergehen, sondern zuvor noch Europa von einer schrecklichen Seuche heimgesucht werden: Keuchhusten! An mir ist die Geschichte irgendwie vorbei gegangen, ich kann mich nicht an derartige Fälle erinnern.

Google weiß sicher mehr, dachte ich, aber mit dem Suchbegriff „Keuchhusten ausbruch 2012“ wird man gar nicht so schnell fündig. Hier ein paar dürftige Quellen:

Zwar wurde durch die Einführung der Pertussisimpfung die Anzahl Todesfälle stark reduziert, aber auch in industrialisierten Ländern mit hoher Durchimpfung gibt es nach wie vor Todesfälle, z.B. wurden 48 Todesfälle in England zwischen 2001 und 2011 gemeldet (alles Säuglinge) [21], gefolgt von einem Ausbruch mit 14 Todesfällen in 2012 [22]. In der Schweiz wurden zwischen 2000 und 2015 vier Todesfälle durch Pertussis registriert. Quelle: https://www.swiss-paediatrics.org/sites/default/files/14-16_4.pdf

Also eine Häufung in England in besagtem Jahr, doch weitere Hintergründe werden nicht genannt. 

Die WELT 2016:

 Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) 22.119 Fälle – mit Abstand die meisten seit dem Beginn der bundesweiten Meldepflicht im Jahr 2013. Damals waren es rund 12.600 Patienten pro Jahr, 2015 rund 14.000. „Wir sehen hier wahrscheinlich beides: eine Krankheitswelle, aber auch eine zunehmend bessere Erfassung“, sagte Wiebke Hellenbrand, Infektionsforscherin am RKI. Impflücken begünstigten Ansteckungen. Besonders gefährlich ist Keuchhusten (Pertussis) für Säuglinge. 2016 starben in Deutschland drei Babys an der Infektion – das sind untypisch viele.

Keine Erwähnung der Todesfälle von 2012 und drei Todesfälle 2016. 

Aber da ist noch ein Dokument des deutschen Bundestags. 2012 gab es demnach in Thüringen 1458 Fälle, die Zahlen für Gesamtdeutschland beliefen sich auf „Keine Angaben.“ Quelle: https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/084/1908421.pdf 

Die Lösung ist einfach. Die Meldepflicht für Keuchhusten bestand 2012 nur in den neuen Bundesländern, erst 2013 wurde sie bundesweit eingeführt. Ob Deutschland von dem europaweiten Ausbruch wirklich betroffen war, lässt sich also gar nicht belegen. Bindet uns die Impfpropaganda da einen gewaltigen Bären auf? Immerhin ist bekannt und auch belegbar, dass 90 Prozent der weltweiten Keuchhustenfälle in Entwicklungsländern auftreten.

Aber suchen wir noch etwas weiter

Endlich auch ein Beitrag im Ärzteblatt aus 2012, doch wieder werden keine Zahlen genannt oder von einem schlimmen europaweiten Ausbruch geschrieben. Es wird lediglich davor gewarnt, dass die Impfwirkung schnell nachlässt.

Wikipedia darf natürlich nicht fehlen. Dort lernen wir:

Im Jahr 2011 wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts knapp 4.200 Keuchhustenfälle in Ostdeutschland gemeldet (28 Fälle auf 100.000 Einwohner).[6] Die früher geringere Zahl an Keuchhusten-Erkrankungen erklärt sich dadurch, dass in der DDR eine Impfpflicht bestand. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden Impfungen auch in den neuen Bundesländern zu freiwilligen Gesundheitsschutzmaßnahmen. In der Folge gingen die Impfraten zurück.

Impfskepsis von der WHO als eine der zehn größten Bedrohungen für die Gesundheit eingestuft

Zurück in die Gegenwart. Die WHO hat die Impfskepsis 2019 als eine der zehn größten Bedrohungen für die globale Gesundheit benannt, schreibt die EU-Kommision. Impfstoffe sind sicher und wirksam und stellen die Grundlage jeder soliden primären Gesundheitsversorgung dar. Deshalb wurde am 12. September letzten Jahres in Brüssel der erste weltweite „Impfgipfel“ abgehalten. Mit dabei waren natürlich Bill und Melinda Gates.

Corona eignet sich eindeutig besser, um die Impfskeptiker endlich zur Vernunft zu bringen. Im April vergangenen Jahres schrieb Vizepräsident Jyrki Katainen noch zur Europäischen Impfwoche „Wir müssen uns jetzt gegen Falschinformationen über Impfungen wehren!“ Und weiter behauptete er, angeblich seien „85 % der EU-Bürgerinnen und -Bürger der Ansicht, dass die Impfung ein wirksames Mittel ist, um ansteckende Krankheiten zu vermeiden und sich selbst und andere zu schützen.“

Warum eigentlich diese Aufregung, wenn doch schon bei 70-75 Prozent Impf- bzw. Immunitätsrate laut RKI eine Herdenimmunität erreicht wird und eine Krankheit als besiegt oder „in den Griff bekommen“ gilt? Hat die Propaganda versagt und kam Corona wie gerufen, um endlich zum finalen Schlag auszuholen?

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2 KOMMENTARE

  1. „Wir müssen uns jetzt über Falschinformationen über Impfungen wehren“

    Jaja. Die Impfaufklärung klärt mehr über Impfkritiker (Impfverweigerer, Impfmuffel, Impfmüde, Impfverschwörungstheoretiker, und den Rechten Rand und Impfgegner/Reichsbürger, etc) auf, als über Impfungen.

    Die müssen sich nicht wundern, wenn die Leute skeptisch werden.

    Warum die Hersteller bei Schäden nicht haften müssen, erklärt niemand.

  2. Wie kömmts, daß bei einer hohen Durchseuchungsrate wie bei Pertussis ( > 12 Jahre haben 63 % Antikörper) die Seuche sich nicht selbst ausgerottet hat. Das gilt auch für Windpocken, die hoch kontagiös sind und sich nach der Herdentheorie schon längst selbst ausgerottet haben müßten! Finden sie selbst Beispiele und wundern sie sich nciht, wenn sie im Internet keine Zahlen zur Prävalenz in bestmmten Altersgruppen finden. Isse lustige!

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