Essen: Sexualverbrecher nach Öffentlichkeitsfahndung in U-Haft

Der Täter, der am 28. November 2016 eine junge Frau in der Bäuminghausstraße überfallen hat, ist gefasst.

Symbolbild / Foto: albund / 123RF Lizenzfreie Bilder

Kurz nach Beginn der öffentlichen Fahndung, bei dem die Polizei neben Fotos auch ein kurzes Überwachungsvideo zur Verfügung stellte, meldeten sich etwa ein Dutzend Hinweisgeber. Oft über Facebook und auch anderen Medien hatten sie von der Fahndung erfahren und den jungen Mann erkannt.

Der mit dem Fall betraute Beamte ermittelte den Wohnort des Gesuchten und erwirkte über die Essener Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbefehl. Heute nahmen Kriminalbeamte den 29-jährigen Mann in seiner Wohnung in Essen- Karnap fest. Noch am Freitagnachmittag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen Körperverletzung in Tateinheit mit „sexuellem Übergriff unter Ausnutzung eines Überraschungsmomentes“. Bei dem letztgenannten Vorwurf handelt es sich um ein Delikt, das erst vor wenigen Wochen in das Strafgesetzbuch aufgenommen und – jedenfalls im Bereich der Staatsanwaltschaft Essen – jetzt erstmals in einer Haftsache angewendet wurde. Der gesetzliche Strafrahmen beträgt mindestens 6 Monate und höchstens 5 Jahre Freiheitsstrafe.

Die Polizei Essen bedankte sich bei den Hinweisgebern und wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass die freigegebenen Fotos und das Video, ab sofort nicht mehr genutzt werden dürfen. 

Selbstverständlich haben wir die Fahndungsfotos aus unserem ersten Artikel entfernt, damit die Persönlichkeitsrechte und sonstige Hintergründe des Täters geschützt werden.

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5932 Artikel

Frisch aus der Redaktion

1 Kommentar

  1. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wenn die Persönlichkeitsrechte über das Strafrecht gestellt werden.
    Die Amis machen das konsequenter: Foto, voller Name mit Anschrift veröffentlichen damit solche Gestalten ein für allemal „verbrannt“ sind.
    So machen es die Briten mit Pädos.

Kommentare sind deaktiviert.